Bildung aktuell 4/2025

Zeitschrift des Philologenverbandes Nordrhein-Westfalen

4/2025 Ausgabe September · 77. Jahrgang · 7108

Bildung aktuell

Wir machen Schule www.phv-nrw.de

Pädagogik & Hochschul Verlag · Graf-Adolf-Straße 84 · 40210 Düsseldorf

>> Ein Kompass gibt den Weg vor, nicht den Standpunkt Leitartikel von Sabine Mistler >> Ein Jahr Amerika – Interview mit dem Austauschschüler Johannes Karweg >> Jedes Kind hat das Recht auf begabungsgerechte Förderung Ein Plädoyer für mehr äußere Differenzierung von Julia Nelleßen

Editorial

von Lars Strotmann >> Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Medien E-Mail: larsstrotmann@yahoo.de

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Leserinnen und Leser,

ge und Lichtblicke aufgegriffen, dann geschieht dies vorrangig, um bestimmte schul- und bildungspolitische Narrative voranzubringen bzw. um immer wieder die gleichen, grundstürzenden Lösungsmaß nahmen zu präsentieren. Es ist daher kaum verwunderlich und vermutlich auch kaum vermeidbar, dass die Flut an schlechten Nachrichten bei den Rezipienten wie auch bei den Eltern, die für ihre Kinder beste Bil dung wünschen, sich in eine Art von selbst erfüllender Prophezeiung verwandelt. Das kontinuierliche Wachstum im Bereich der Privat- und Ersatzschulen und die hohen Übergangsquoten ans Gymnasium vor al lem in den Ballungsgebieten sprechen hier eine deutliche Sprache. Der Leitartikel unserer Landesvorsitzenden Sabine Mistler unternimmt in dieser etwas unübersichtlichen Gemengelage eine Posi tions- und Richtungsbestimmung im Hin blick auf Ziele, Neben- und Folgewirkungen des Schulkompass NRW 2030. Wir wünschen Ihnen wie immer eine anre gende und abwechslungsreiche Lektüre!

ein neues Schuljahr hat begonnen, und es wirft – wie könnte es anders sein? – bereits seine beträchtlichen Reformschatten voraus. Die Frage lautet mittlerweile nicht mehr, ob, sondern welche Großreform die Schulen und Kollegien als nächstes erwar tet. Der Schulkompass NRW 2030 liefert hier Antworten (dazu mehr im Leitartikel). Bis in öffentliche Verlautbarungen und Empfehlungen hinein wird die Zentral- kategorie des Wandels ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt, die offenbar als Selbstzweck verstanden wird und systemi sche Anpassungen in Folge generiert. Nicht mehr institutionelle Kontinuität und die Stabilität der demokratischen Institution Schule sind das Maß aller Dinge, sondern ei ne Art von rasendem Stillstand, bei der bis weilen Wesentliches aus dem Fokus gerät. Dieser rasende Stillstand produziert ein Medienecho, bei dem die Schulen, die (aktuell v. a. die verbeamteten) Lehrkräfte und die Leistungsfähigkeit der Systeme überwiegend problembehaftet und negativ dargestellt werden. Werden einzelne Erfol

Ihr Lars Strotmann und die Redaktion

INHALT

Editorial >> Editorial von Lars Strotmann >> 02 Aktuell >> Tarifgespräche der Länder starten in die heiße Phase >> 03 Leitartikel >> Ein Kompass gibt die Richtung vor, nicht den Standpunkt >> 04/05 Thema >> Exchange Year in America The Great Adventure >> 06-09 Schule & Beruf >> Jedes Kind hat das Recht auf begabungsgerechte Förderung >> 10/11 >> Referat für Privat- und Ersatzschulen Die meisten Lehrkräfte an Privatschulen sind zufrieden >> 12/13

>> Körperorientiert unterrichten - auf neurophysiologischer Basis Ein Beitrag zur Entlastung der Lehrkräfte

>> PhV NRW-Bezirk Krefeld / Moers: Wenn die Pflegekosten zur Vermögens-

falle werden — Wie Immobilien- eigentum im Alter sicher bleibt

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>> 22 >> 23

>> Trauer um Ulrich Silberbach >> Zwischen Erdbeerduft und Existenzdruck Ein Genussspaziergang der besonderen Art

PhV-Akademie >> Die PhV-Akademie für berufliche Bildung

Ihr Partner für kraftvolle Lehrer- fortbildung im Bildungswesen >> 18/19

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Recht spezial >> Handlungsoption Schulmitwirkung: Lehrerkonferenzbeschlüsse für verbesserte Arbeitsbedingungen >> 25/26 Recht >> Amtsärztliche Untersuchung auch nach 15 Jahren Krankheit zulässig >> 27

Interna >> Frauenreferentinnentag

29. November 2025 in Dortmund Scham und schlechtes Gewissen – von der Plage zum Nutzen >> 20/21

>> Street-Art- Tour durch das Belgische Viertel in Köln

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Aktuell

Der PhV war mit einer Delegation bei der Kölner Regionalkonferenz. Nicht auf dem Bild: Patrick Köhne (kl. Foto).

Fotos: Windmüller/Sucrow

Tarifgespräche der Länder starten in die heiße Phase D ie nächste Runde in den Tarifge sprächen für den öffentlichen Delegation des Philologenverbandes war ebenfalls mit von der Partie.

Tarifrunden des Bundes (TV-öD) gibt es in den Ländergesprächen aber kei ne Schlichtung; sollte es in der dritten Runde zu keiner Einigung kommen, könnte es noch zu einer vierten Run de kommen – oder die Gespräche drohen zu scheitern. Wir halten Sie über den Fortgang der Tarif gespräche auf dem Laufenden. Folgen Sie gern unseren Social-Media-Accounts unter: ■ https://www.facebook.com/phv.nrw ■ https://www.instagram.com/phv_nrw/ ■ https://www.threads.com/@phv_nrw Olaf Steinacker Pressereferent

Dienst der Länder (T V-L) stehen vor der Tür. Traditionell gehören zur Vor bereitung der Runden sechs Regio nalkonferenzen, die der dbb – beam tenbund und tarifunion organisiert, um sich mit den Mitgliedsgewerk schaften und -verbänden über Ar beitsbedingungen und mögliche For derungen auszutauschen. Am Diens tag, 2. September 2025, hat die Re gionalkonferenz für Nordrhein-West falen in Köln stattgefunden; eine

So geht es weiter: Nach den Regio nalkonferenzen folgt am 17. Novem ber 2025 die sogenannte Forde rungsfindung in Berlin, bevor es am 3. Dezember ebenfalls in Berlin mit der Auftaktrunde der Tarifgespräche ernst wird. Am 15. und 16. Januar 2026 geht es in Potsdam mit der zweiten Gesprächsrunde weiter, die Ab schlussrunde ist für den 11. bis 13. Feb ruar 2026 geplant. Anders als in den

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Leitartikel

von Sabine Mistler >> Landesvorsitzende

E-Mail: info@phv-nrw.de

Ein Kompass gibt die Richtung vor, nicht den Standpunkt Vor kurzem hat das MSB den Schulkompass 2030 vorgestellt – mit ambitionierten Zielen für das Bildungs land Nordrhein-Westfalen. Wir haben uns die Leitplanken der künftigen Schulpolitik genauer angesehen.

as Schulministerium hat kurz vor den Som merferien den Schulkompass NRW 2030 vorgestellt, der eine schrittweise Einführung der datengestützten Schul- und Unterrichts

3. Sozial-emotionalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler sollen stärker in den Fokus genommen werden. 4. Die Anzahl erfolgreicher Abschlüsse an den Berufskollegs soll erhöht werden. Die hier formulierten Ziele des Schulkompass können wir unterstreichen; es wäre fatal, den dringenden Handlungs bedarf in Nordrhein-Westfalen nicht zu sehen und Un terstützung zu verweigern. Wir müssen den sich ständig ändernden und wachsenden Herausforderungen jetzt und zukünftig gewachsen sein und unsere Kinder und Ju gendliche auf diesem Weg bestmöglich bilden und unter stützen können. Die Ziele sind richtig, aber über den vor geschlagenen Weg allein wird man diese Ziele nicht errei chen, weil eine vollständige Analyse des Problems fehlt. Der Kompass konzentriert sich auf drei Schwerpunkte, mit denen die Ziele erreicht werden sollen: Da ist zum einen die Qualität des Unterrichts der jeweiligen Lehrkraft – bezogen auf die fachlichen wie sozial-emotionalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Die höhere Unterrichtsqualität soll durch eine Ausweitung der Lern standserhebungen erreicht werden (derzeit Vera 3 und 8, hinzu kommen Lernstandserhebungen in den Klassen/Jahrgangsstufen 2, 5, 7). Ein weiterer Baustein ist die Einführung von systematischen Schülerfeedbacks – sie starten bereits in diesem Herbst. Vorgaben zu den Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern kom men aus dem MSB, können von den Schulen aber indivi duell erweitert werden. Die Daten aus den Lernstandser hebungen und Feedbacks werden in einem nächsten Schritt aufbereitet, Stichwort: datengestützte Unterrichts entwicklung.

entwicklung vorsieht und vorrangig dem folgenden Hauptanliegen unterstellt ist. So heißt es in dem sechs seitigen Dokument wörtlich: »Das Wohl unserer Kinder und Jugendlichen ist Leitfaden für unsere Bildungspoli tik«. Diese Pflöcke der Schulpolitik schlagen wir gern mit ein, zumal es laut Schulgesetz ohnehin unsere Aufgabe ist, für das Wohl der Schülerinnen und Schüler zu sorgen. Wer im Schulkompass allerdings Ansätze zur Unterstüt zung oder Entlastung derjenigen sucht, die diesen Pro zess durchführen, anleiten, auswerten, umsetzen und ver antworten müssen, sucht diese zumindest jetzt, im Erpro bungsstadium, vergeblich. Der Philologenverband und die anderen Lehrerverbände wurden bislang offiziell we der in den Entstehungsprozess dieses Schulkompass ein bezogen noch werden unsere Belange in ihm berücksich tigt. Die Lehrkräfte als die Garanten für Erziehung und die Vermittlung von Bildung bleiben bisher nochaußen vor.

Vier grundsätzliche Ziele sollen mit dem Schulkompass erreicht werden

Das vorerst auf Erproben und Freiwilligkeit ausgelegte Grundkonzept soll vier vorrangige Ziele erfüllen: 1. Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die die Mindeststandards nicht erreichen, soll reduziert werden. 2. Steigen soll der Anteil derjenigen, die die Optimalstandards erreichen.

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Leitartikel

Aufgrund dieser Datenbasis sollen nachfolgend Zielver einbarungen zwischen Schulleitungen und Schulaufsicht geschlossen werden. Ab dem zweiten Schulhalbjahr 2025/26 sollen die ersten Zielvereinbarungsgespräche geführt werden, bis dahin wird das Schulministerium für alle beteiligten Akteure relevante Daten aufbereiten und zur Verfügung stellen.

Einführung eines speziellen digitalen Tools muss es daher klare Vorgaben geben, und es darf in keinem Fall zu einer Bewertung der einzelnen Lehrkraft kommen. Die erste Frage, die sich bei der Einschätzung der geplan ten Zielvereinbarungen mit der Schulaufsicht aufdrängt, ist: Sollen diese zusätzlich zu den Zielvereinbarungen der QA kommen (die auch bereits den Fokus auf Unterricht und Unterrichtsentwicklung hat) und denen der Start chancenschulen entsprechen? Wenn Zielvereinbarungen ihren Zweck erfüllen sollen, müssten diese von allen Un terzeichnern für sinnvoll empfunden werden, und realis tisch umsetzbar sein sowie überprüft werden. Die schuli sche Realität zeigt, dass Zielvereinbarungen letztlich eher als formal und bürokratisch empfunden werden und daher die Sinnhaftigkeit in Frage gestellt werden kann. Wir benötigen ein Um- und Weiterdenken, keine Frage, doch es darf nicht dazu führen, dass die Lehrkräfte nicht mitgenommen werden und geplante Reformen nicht mit tragen können. Es mutet an der ein oder anderen Stelle an, dass mit dem Schulkompass eine Kultur des Misstrauens, der kleinteiligen Steuerung, etabliert werden soll. Dabei sollten doch neben Schülerinnen und Schülern und der Bildung auch die Lehrkräfte im Mittelpunkt stehen. Zu dem dürfen Anpassungen nicht zu ressourcenfressenden Bürokratiemonstern werden, die uns nur von unseren ei gentlichen Aufgaben abhalten, die so essenziell für unsere Schülerinnen und Schüler sind – angemessener fachlicher Unterricht und unsere pädagogische Arbeit. Es ist in jedem Fall wichtig und richtig, dass das MSB die vielen Baustellen sieht und diese auch in Angriff nimmt. Es darf aber nicht dazu kommen, dass der Gesamtüberblick verloren geht. Vor allem müssen die wichtigsten Verant wortlichen im System, die Lehrkräfte (Schulleitungen na türlich eingeschlossen) einbezogen und mitgenommen werden sowie auch mithalten können. All die Neuerungen und Vorhaben können nicht ohne zusätzliche Ressourcen (personell und organisatorisch) umgesetzt werden, an sonsten werden wir nicht mehr mithalten können und das System - Schule und Bildung - wird kollabieren. Zu viel Bürokratie hält Lehrkräfte von ihren eigentlichen Aufgaben ab

Wie der PhV diese Schwerpunkte bewertet

Die kanadische Provinz Alberta wird im Schulkompass ex plizit als Vorbild für die datengestützte Schulentwicklung genannt und Kanada hat bei der letzten PISA-Studie tat sächlich sehr gut abgeschnitten. Es stellt sich allerdings die Frage, wie die generelle Aussagekraft der PISA-Ergeb nisse zu sehen ist. Auch wenn sie wichtige Hinweise darauf geben, wo wir stehen und in welchen Bereichen Hand lungsbedarf (v.a. in Mathematik und Deutsch) besteht, gehört zu einer erfolgreichen Verbesserung schulischer Leistungen auch immer eine multiperspektivische Ursa chenforschung sowie gezielte Förderkonzepte mit den dafür notwendigen Ressourcen. Diese erkennen wir im Schulkompass zum jetzigen Zeit punkt noch nicht. Dazu gehören u.a. der Blick auf den ge stiegenen Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Zuwan derungsgeschichte (v.a. Fehlen von Deutschkenntnissen) und der Umgang mit digitalen Medien. Wichtig ist bei die sen maßgeblichen Aspekten auch die Mitverantwortung der Schülerinnen und Schüler für ihren Lernerfolg sowie die Unterstützung der Eltern. Daher dürfen Vergleichsarbei ten nicht genutzt werden, um ausschließlich die Verantwor tung für den Lernerfolg bei den Lehrkräften zu suchen. Darüber hinaus sehen wir mit der Ausweitung eine Welle an bürokratischem Aufwand auf uns zurollen. Selbst wenn Lernstandserhebungen, wie geplant, weitestgehend digital durchgeführt werden, befürchten wir dennoch ei nen nicht absehbaren Mehraufwand. Lernstandserhebun gen müssen vorbereitet, durchgeführt, ausgewertet wer den und in individuellen Fördermaßnahmen münden. Dazu brauchen wir Zeit und Ressourcen – diese haben wir aber nicht. Das Schülerfeedback darf keinesfalls die pädagogische Freiheit der Lehrkräfte infrage stellen, sie ist ein hohes Gut des Lehrerberufs. Feedback wird ohnehin bereits von uns Lehrkräften eingeholt (bislang auf nicht standardisierte Weise). Natürlich dient es der Selbstreflektion des unter richtlichen und pädagogischen Handelns. Durch die

Der Schulkompass zum Nachlesen: https://www.schulministerium.nrw/ system/files/media/document/file/ schulkompass_nrw_2030_ dqe_broschuere.pdf

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Thema

Abschlussfeier im T-Mobile-Center in Kansas City.

Exchange Year in America The Great Adventure

Johannes Karweg, Schüler am Gymnasium Marianum in Warburg, ging im August 2024 mit 16 Jahren für ein Schuljahr in den Abschlussjahrgang der Liberty High School in Kansas City. Über seine Erfahrungen mit einem komplett anderen Schulsystem, der amerikanischen Kultur und politischen Stimmung sprach mit ihm Michael Horstmann für Bildung aktuell. ? Bildung aktuell: Mit welchen Erwartungen und Vorstellungen hast du dein Auslandsjahr angetre ten? bewertet wird, war der Unterricht in den einfachen Fächern zum Teil et was eintönig.

wurden immer digital eingereicht. Dazu sind in meinem Schulbezirk al le Schüler an der Elementary School und an der Middle School mit schul eigenen iPads ausgestattet, an mei ner High School haben alle Schüler von der Schule MacBooks bekom men. In der Auswahl und dem Niveau der Kurse haben die Schüler eine recht große Freiheit und Selbstverantwor tung, legen damit aber auch teilwei se ihren weiteren Bildungs- und Be rufsweg fest. Mit der digitalen Abgabe von Haus aufgaben und Tests werden die Leis tungen meiner Meinung nach ge nauer erfasst als in Deutschland. Weil die mündliche Mitarbeit nicht

Meine Schule hat vor und nach dem Unterricht viele Aktivitäten angebo ten, das war etwas Besonderes. Die Liberty High School hat mehr als 2000 Schüler – daher gab es sehr vie le Angebote. ? Welche zusätzlichen Möglich keiten hattest du an der Schule in den USA, die du in Deutschland nicht hattest? Chamber Orchestra war eines meiner Unterrichtsfächer. Im Chamber Or chestra konnte ich Violoncello auf ho hem Niveau spielen, es gab täglich Proben und regelmäßige Auftritte.

Johannes Karweg: Ich wollte meinen Horizont erweitern, meine Englisch kenntnisse im Alltag festigen und neue Leute kennenlernen. ? Wo liegen aus deiner Sicht die Stärken und Schwächen des amerikanischen Schulsystems (vgl. Info-Box) ? Es gab eine riesige Auswahl an Kursen auf unterschiedlichen Niveaus (bei spielsweise AP Calculus, AP Biology als Kurse auf sehr hohem Niveau), wodurch ich besonders gefördert wurde. Hausaufgaben und Übungen

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Thema

Die amerikanische High School ist zusammen mit der Elementary School (Klasse 1-5) und Middle School (Klasse 6-8) Teil des nicht gegliederten Comprehensive School System. Sie umfasst die Jahrgangsstufen 9 bis 12, die jeweils eigene Bezeichnungen tragen: 9. Klasse Freshman, 10. Klasse Sophomore, 11. Klasse Junior und 12. Klasse: Senior. Der Unterricht folgt einem festen Stundenplan: Schülerinnen und Schüler ha ben täglich dieselben 6 bis 8 Fächer in gleichbleibender Reihenfolge – zum Beispiel jeden Tag in der 1. Stunde Englisch, in der 2. Mathematik usw. Das sind erheblich einfachere Stundenpläne als in der gymnasialen Oberstufe in Deutschland, die hohe Anzahl der Wochenstunden ermöglicht in jedem Fach eine kontinuierliche Vertiefung der Inhalte. Das Kurssystem erlaubt individuelle Schwerpunktsetzungen: Neben Pflichtfä chern wie Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften können einzelne Wahlfächer belegt werden. Außerunterrichtliche Aktivitäten wie Sport, Musik oder Debattierclubs sind fester Bestandteil des Schullebens. Die Benotung erfolgt kontinuierlich über Tests, Hausaufgaben und Projekte – mündliche Mitarbeit wird nicht bewertet. An den amerikanischen High Schools ist in der Regel die Digitalisierung weiter vorangeschritten als in Deutschland. Beispielsweise sind an vielen Schulen alle Noten online einsehbar, was Trans parenz und Eigenverantwortung fördert. Eine zentrale Abschlussprüfung gibt es nicht; für das College zählen die Gesamtnoten sowie standardisierte Tests wie SAT oder ACT sowie außerunterrichtliches Engagement. Der SAT (Scholastic Assessment Test) ist ein standardisierter Test in den Be reichen Lesen, Schreiben und Mathematik. Viele Colleges nutzen ihn als Krite rium bei der Studienplatzvergabe. Der ACT (American College Testing) ist eine Alternative zum SAT und prüft zusätzlich naturwissenschaftliche Kompetenzen. Schülerinnen und Schüler kön nen wählen, welchen Test sie absolvieren – manche Colleges akzeptieren beide. AP-Kurse (Advanced Placement) sind anspruchsvolle, college-orientierte Kurse, die Schülerinnen und Schüler freiwillig belegen können. Am Ende steht eine landesweit einheitliche Prüfung – bei guter Leistung kann dies zu einer Anrechnung an US-Colleges führen. Zu den wichtigsten Höhepunkten im Schuljahr an der amerikanischen High School gehören Homecoming, Prom und Graduation. Homecoming ist ein traditionsreiches Schulereignis im Herbst z.T. mit Sportveranstaltungen sowie einem Umzug und immer mit einem festlichen Tanz. Prom ist der festliche Ab schlussball für die Abschlussklasse, meist im Frühjahr. Er gilt als gesellschaftli cher Höhepunkt des Schuljahres. Graduation bezeichnet die feierliche Verab schiedung der Schülerinnen und Schüler am Ende der 12. Klasse (Senior Year), wenn sie alle erforderlichen Kurse erfolgreich abgeschlossen haben. Die Zere monie umfasst traditionell das Tragen von Hut und Talar (cap and gown), das feierliche Überreichen der Abschlusszeugnisse sowie Reden von Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften. All das stärkt das Gemeinschaftsgefühl und die Identifikation mit der Schule. Im außerunterrichtlichen Bereich hat der Sport einen sehr hohen Stellenwert. Die Auswahlsportteams in den jeweiligen Sportarten heißen Varsity Teams. Diese Teams bestehen aus den besten Spielerinnen und Spielern einer Schule und vertreten sie bei Wettkämpfen gegen andere Schulen. Es gibt sie in vielen Sportarten wie Football, Basketball, Baseball, Volleyball oder Leichtathletik. Schülerinnen und Schüler können sich durch Tryouts qualifizieren, und beson ders talentierte Athletinnen und Athleten erhalten oft Aufmerksamkeit von Colleges, die Sportstipendien vergeben.

INFO

> fordert. Die Leistungsbereitschaft meiner Mitschüler war sehr hoch. ? Wie war die Gastfreundschaft der Amerikaner, in deiner Gast- familie, aber auch, was den Kontakt zu Mitschülern angeht? Cross Country im Herbst und Track and Field im Frühjahr waren meine zusätzlichen sportlichen Aktivitäten. Wir haben täglich trainiert. Wenn es sehr heiß war, sogar morgens vor der ersten Stunde. An fast jedem Samstag gab es Wettkämpfe. Außerdem habe ich am Robotics Club teilgenommen. In der Arbeitsphase im Winter haben wir uns täglich nach der Schule und am Wochenende getrof fen. Im Robotics Team wurden Schüler mit ganz unterschiedlichen Fähigkei ten gebraucht, bspw. Programmierer – das habe ich gemacht – oder Schüler, die in der professionell ausgestatteten Werkstatt handwerklich gearbeitet haben. Im Frühjahr haben dann die Wettbewerbe stattgefunden. ? Welche Rolle spielten Musik und Sport für dich? Im Chamber Orchestra fand ich sofort Anschluss, konnte meine Fähigkeiten einbringen und verbessern und habe Freundschaften über die Musik ge schlossen. Auch Cross Country und Track and Field halfen mir neue Leute kennenzulernen, die sonst nicht in meinen Kursen waren. Musik und Sport waren mit hohen An sprüchen verbunden. In beiden Berei chen wurde ich in den USA sehr ge

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Thema

Die USA sind vielfältig und bieten vie le Möglichkeiten. Ich könnte mir vor stellen, später dort für ein Auslands semester zu studieren oder in einem internationalen Umfeld zu arbeiten. Allerdings ist ein vollständiges Studi um in den USA sehr teuer. Deshalb engagieren sich die amerikanischen Schüler auch sehr in AP Kursen oder Varsity Teams, um fürs College vorzu arbeiten oder um Stipendien zu be kommen. ? Wie hast du die politische Situation nach der Wahl Donald Trumps erlebt? In der Schule wurde eher wenig über die Wahl gesprochen. In Kansas City leben meist Demokraten, meine Gastfamilie ist auch eher demokra tisch eingestellt. Politische Diskussio nen habe ich gar nicht erlebt. Bevor es kontrovers wird, wechselt man in der Regel das Thema. Mir ist schon aufgefallen, dass Fern sehsender wie beispielsweise Fox News durch ihren Tonfall und die The men, die sie in ihrer Berichterstattung setzen, polarisierend wirken. Dies zeigt sich auch im Gespräch mit Mitschülern und deren Eltern, die ausschließlich diese Medien konsumieren. ? Welche Klischees über die US-Amerikaner haben sich bestätigt, welche stimmen über haupt nicht? Amerikaner sind sehr freundlich und offen im Alltag, und Sport spielt eine große Rolle im Schulleben. ‘School

Johannes Karweg im Foyer der Liberty High School.

mit deinen Gasteltern auch auf Reisen? Ja, wir sind im Spring Break nach Co lorado gereist und haben dort Natio nalparks besucht. An Wochenenden haben wir gemeinsam Ausflüge ge macht, zum Beispiel zu lokalen Festi vals oder Baseball- oder Footballspie len. Meine Gasteltern und die gesam te Verwandtschaft sind große Fans der Kansas City Chiefs. ? Welche Eindrücke hast du von den USA insgesamt gewonnen? Könntest du dir vorstellen, dort zu studieren, zu leben oder zu arbei ten?

Meine Gastfamilie war unglaublich freundlich, interessiert und unterstüt zend. Sie haben mir von Anfang an das Gefühl gegeben, Teil ihrer Familie zu sein. Meine Gasteltern hatten mich unentgeltlich aufgenommen, weil sie sich für Europa und den kulturellen Austausch interessieren – dafür bin ich ihnen sehr dankbar! Auch in der Schule wurde ich sehr of fen aufgenommen. Viele Mitschüler waren neugierig und hilfsbereit, wo durch ich schnell Freunde gefunden habe. ? Welche Erlebnisse hattest du außerhalb der Schule? Warst du

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Thema

Johannes Karweg im Foyer des Kauffman Center, einer Konzert halle in Kansas City.

? Welches Fazit ziehst du aus deinem Auslandsjahr für dich persönlich und was wäre dir noch wichtig zu erwähnen? Mein Auslandsjahr hat mich selbst ständiger, flexibler und sicherer im Umgang mit neuen Situationen ge macht. Ich habe gelernt, wie wichtig Eigeninitiative und Engagement sind, und habe neue Interessen, zum Beispiel im Bereich Robotics, ent deckt.

Spirit’ mit T-Shirts, Farben und Anfeu ern ist tatsächlich ein großes Thema. Das deutsche Klischee, dass Amerika ner oberflächlich seien, stimmt nicht. Meine amerikanischen Freunde ha ben sich ehrlich für mich interessiert. Wir haben auch jetzt noch viel Kon takt über Social Media und wollen uns gegenseitig besuchen. ? Wem würdest du ein Auslands jahr in den USA empfehlen?

Allen, die bereit sind, sich auf eine an dere Kultur einzulassen und ihre Komfortzone zu verlassen. Wer sich selbst organisieren kann, gerne Ver antwortung übernimmt und Eigenini tiative zeigt, kann enorm profitieren.

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Schule & Beruf

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Jedes Kind hat das Recht auf begabungsgerechte Förderung

Am 6. Juni 2024 legte das MSB in seiner sechsten Verordnung zur Änderung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Sekundarstufe I fest, dass die äußere Differenzierung und die Binnendifferen zierung nun gleichwertige Formen der Leistungsdifferenzierung an Gesamt- und Sekundarschulen seien. Man setze mit dieser Regelung den Kultusminister-Konferenzbeschluss aus dem Jahr 2022 um.

von Julia Nelleßen >> Vorsitzende des Referates Philologinnen und Philologen an Gesamtschulen E-Mail: julianellessen@gmx.de

L aut Schulgesetz § 19 beginnt der Unterricht auf zwei Anspruchs ebenen (Grundkurse/G-Kurse und Erweiterungskurse/E-Kurse) in den Fächern Mathematik und Eng lisch in Klasse 7, im Fach Deutsch in Klasse 8 oder 9, in den naturwissen schaftlichen Fächern Physik, Biologie oder Chemie in Klasse 9. Die neue Gesetzgebung zur Gleichwertigkeit von innerer und äußerer Differenzie rung verschaffe den Schulen nun neue Handlungsspielräume. Diese neuen Handlungsspielräume lösten an zahlreichen Gesamt- und Sekundarschulen einen regelrech ten Dammbruch aus, da die Schullei tungen dieser unter einem eklatan ten Lehrkräftemangel leidenden Schulen nun auf der Grundlage die ser Änderung der Prüfungsordnung ‘Lehrerstellen einsparen’ können.

Die äußere Leistungsdifferenzierung erfordert zumeist eine Einteilung in kleinere G- bzw. E-Kurse, während die Binnendifferenzierung auf der Basis einer vollen Klassenstärke, zieldiffe rente Inklusionsschüler inbegriffen, oft durch nur eine Lehrkraft erfolgen muss. Um dieses ‘Sparmodell’ zu etablieren, müssen jedoch noch die schulischen Mitwirkungsgremien überzeugt werden. Dem längeren gemeinsamen Lernen werden nun keine Grenzen mehr gesetzt Dies erfolgt unter anderem mit dem Argument, dass die innere Differen zierung die Stabilität des Klassenver bandes stärke. Schülerinnen und Schüler könnten so in ihrer gewohn ten Klassengemeinschaft gemeinsam

den Lernstoff erarbeiten. Des Weite ren erreiche man so eine größere Durchlässigkeit und Offenheit der Abschlüsse, da der Wechsel in unter schiedliche Kurse ausbleibe. Man sei auch davon überzeugt, dass das ge meinsame Lernen unterschiedlich be gabter Kinder zu besseren Lerner gebnissen führe und der wertschät zende Umgang mit allen Fähigkeiten und Begabungen ohne Ausgrenzung ein wichtiger Ansatz des schulischen Leitbildes sei. In vielen Fällen waren Schulleitungen bereits erfolgreich, ihre Ziele, die äu ßere Differenzierung gänzlich aufzu lösen oder zeitlich verzögert einset zen zu lassen, durchzusetzen. Mittel fristig wird sich jedoch zeigen, dass es sich hier eher um Pyrrhussiege zulas ten der Kollegien und der Schülerin nen und Schüler handeln wird.

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Schule & Beruf

■ Konsequenzen für Lehrkräfte

abdingbar sind. Die Möglichkeit, sich frühzeitig an das Kurssystem der gym- nasialen Oberstufe zu gewöhnen, wird ihnen genommen. Bildungsgerechtigkeit muss für alle gleichermaßen hergestellt werden und darf nicht nur den Schülerinnen und Schülern mit einem geringeren Leistungsvermögen vorbehalten sein! Ist die Auflösung der äußeren Differenzierung eine adäquate Reaktion auf die Abiturergebnisse der Gesamtschulen? Die Vermittlung der für die gymnasia le Oberstufe erforderlichen funda mentalen Kompetenzen gelingt an den integrierten Schulformen offen sichtlich nur unzureichend. Das bele gen die jährlich veröffentlichten Abi turergebnisse. Im Jahr 2024 lag die Quote der ‘Nicht-Besteher’ an den Gesamtschulen mit 8,23 % auch die ses Mal insgesamt doppelt so hoch wie die an den Gymnasien (4,12 %). Die Abiturdurchschnittsnoten und die Durchschnittsnoten der Fächer, bei denen in der Sekundarstufe I eine äußere Differenzierung vorgenom men werden könnte, fallen ebenfalls zu Ungunsten der Gesamtschulen aus. Wie viele Belege für ein nicht bega bungsgerechtes System wird das MSB wohl noch benötigen, um an den integrierten Schulformen adäquate Maßnahmen struktureller Art vorzu nehmen? Daher fordert der PhV: Wir brauchen deutlich mehr und zeitlich früher ein setzende äußere Differenzierung als weniger, um eine qualitativ angemes sene Ausbildungs- und Studierfähig keit zu garantieren.

Die für die Lehrkräfte weitreichenden Konsequenzen bezüglich der Hebung der Arbeitsleistung dürfen nicht un terschätzt werden. Dass bei der aus schließlichen Binnendifferenzierung in einer zunehmend heterogeneren Schülerschaft zu jeder Unterrichts einheit zu erreichende Kompetenzen differenziert definiert und differen ziert in mündlicher und schriftlicher Form überprüft und dokumentiert werden müssen, dass diese ohne zu sätzliche, zeitlich umfangreiche Fort bildungsmaßnahmen kaum gelingen kann, dass sie einen höheren Konfe renz- und Beratungsaufwand mit sich bringt und dass sie zu einer Überfor derung der Lehrkräfte führen wird, müsste eigentlich jeder Schulleitung bewusst sein. Diese enorm kräftezeh renden Arbeitsbedingungen werden unweigerlich einen hohen Kranken stand hervorrufen, der die eingespar ten Lehrerstellen obsolet machen wird. ■ Konsequenzen für potenzielle Oberstufenschülerinnen und -schüler Wenn Schulen zusehends weniger die Möglichkeiten der äußeren Diffe renzierung nutzen, wird nach Ansicht des PhV der Anspruch, jeden Schü ler/jede Schülerin je nach Fähigkeits niveau bestmöglich zu fördern, ad ab surdum geführt. In stark leistungshe terogenen Klassen kann wegen der begrenzten personellen Ressourcen kaum noch eine Förderung begabte rer Schülerinnen und Schüler gewähr leistet werden. Diese Schülergruppe kann sich bei ausbleibender äußerer Differenzierung nur an einer geringe ren Leistungsskala orientieren und wird somit auch eher selten Ehrgeiz und Fleiß entwickeln, die für den Be such der gymnasialen Oberstufe un

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Schule & Beruf

Referat Privat- und Ersatzschulen Die meisten Lehrkräfte an Privatschulen sind zufrieden Auswertung der Online-Befragung für die Privat- und Ersatzschulen in Nordrhein Westfalen – und welche Schlüsse der PhV aus den Ergebnissen zieht.

von Marcel Witte >> Vorsitzender des Referates Privat- und Ersatzschulen E-Mail: witte@bmv-essen.de

D as Referat für Privat- und Ersatz schulen hat in Abstimmung mit dem Gesamtvorstand vom 4. bis 28. April 2025 eine Online-Umfrage für die Kolleginnen und Kollegen an den Schulen in freier Trägerschaft durch geführt. Ziel war es, Einschätzungen über die aktuelle Arbeitssituation vor Ort zu erfahren und daraus

sind Planstelleninhaber. Die Auswer tung lieferte einige interessante Ein blicke in den Arbeitsalltag, die folgen den Ergebnisse wurden anonym aus gewertet.

zufrieden mit ihrem Beruf sind. (vgl. Tabelle 1) Positiv hervorgehoben wer den Vorteile wie ein gutes Schulklima oder bessere Ausstattung (vgl. Tabel le 2) Jedoch gibt es gerade an den PuE-Schulen auch Besonderheiten und Herausforderungen, die als Nachteile fokussiert wurden. So ist ei ne hohe Abhängigkeit vom Schulträ ger am häufigsten genannt worden, ebenso werden teils fehlende Flexibi

Insgesamt ist erfreulicherweise fest zuhalten, dass 85 % zufrieden bis sehr

Arbeitsschwerpunkte ab zuleiten, die sowohl vom Referat verfolgt als auch vom Gesamtvorstand ge genüber dem Schulminis terium vertreten werden. Mehr als dreihundert Kol leginnen und Kollegen be teiligten sich an dieser Umfrage: 90 % der Teil nehmerinnen und Teilneh mer sind am Gymnasium tätig, 10 % am Weiterbil dungskolleg, 89 % aller

Tabelle 1

Sind Sie im Allgemeinen zufrieden mit Ihrem Beruf?

Was sind aus Ihrer (Lehrer-)Sicht die größten Vorteile von Privat- und Ersatzschulen? Tabelle 2

zufrieden sehr zufrieden

Mehr

Gutes Schulklima

Höhere

Klassen

Bessere Ausstattung

Kleinere

Freiheit

Höherer Gestaltungs- spielraum

Weniger

weniger zufrieden gar nicht zufrieden

Bürokratie

pädagogische

Wertschätzung

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Schule & Beruf

Was sind aus Ihrer (Lehrer-)Sicht die größten Nachteile von Privat- und Ersatzschulen? Tabelle 3

Tabelle 4

Denken Sie zurzeit daran, in den öffentlichen Schuldienst zu wechseln?

Weniger

der Eltern

Intransparente Strukturen

Schlechterer

Abhängigkeit vom Schulträger

Nein Gelegentleich Ja

Weniger Flexibilität

Keine Verbeamtung

Schlechtere Bezahlung

Hoher Erwartungsdruck

hinsichtlich des Dienstortes

Zugang zu Weiterbildungen

Beförderungsmöglichkeiten

lität und teils intransparente Struktu ren genannt. (vgl. Tabelle 3) Ein Wechsel in den öffentlichen Schul dienst scheint für die Mehrheit der zeit keine Option; jedoch finden Ein sparungen, beispielsweise durch Kir chenaustritte bei den Bistümern, auch bei den Kolleginnen und Kolle gen an den Schulen statt und wer den sorgenvoll betrachtet. (vgl. Ta belle 4) Das Referat für Privat- und Ersatz schulen nimmt die Umfrage zum Anlass, sich in enger Abstimmung mit dem Gesamtvorstand für fol gende Forderungen und Ziele ein zusetzen.

■ Besonderer Fokus auf die sichere Finanzierung und Zukunftsper spektive der Privat- und Ersatz schulen ■ Einfacher und flexibler Wechsel vom öffentlichen in den privaten Schuldienst und umgekehrt ■ Gleichbehandlung bei besonderen Zuwendungen vom Land Nord rhein-Westfalen (Digitalisierungs pauschalen etc.) Wer Interesse an der Mitarbeit im Pri vat- und Ersatzschulen-Referat im PhV hat, ist herzlich eingeladen an ei ner Ausschusssitzung in Düsseldorf teilzunehmen. Ein Ersatzschullehrer tag soll weiterhin im ersten Schulhalb

Die ausführlichen Ergebnisse der Umfrage finden Sie auf der PhV- Website unter

INFO

folgendem Link: https://phv-nrw.de/ wp-content/uploads/ 2025/05/20250519_ Umfrage_PuE.pdf Für die schnelle Lektüre gibt es auch eine Zusammenfassung unter:

https://phv-nrw.de/2025/ 05/19/ mitgliederinformation-6/

jahr 2025/2026 stattfinden, nähere Informationen dazu werden noch be kanntgegeben.

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Schule & Beruf

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Viele Lehrkräfte berichten von großer Unruhe beim Lernen.

Körperorientiert unterrichten - auf neurophysiologischer Basis Ein Beitrag zur Entlastung der Lehrkräfte

Wir Lehrkräfte geben unser Bestes, unseren Schülerinnen und Schülern möglichst viel beizubrin gen. Doch machen wir es uns oft unnötig schwer. Wann? Wenn wir gegen ihr Gehirn und autonomes Nervensystem (ANS), also bei stressbedingten Lernblockaden, unterrichten und die für das Lernen notwendigen Selbstkompetenzen nicht genügend fördern. Diese These möchte ich, Dozent für Körperorientierte Pädagogik und früherer Mathematik-/Physik-Lehrer, begründen und ein anderes Vorgehen vorschlagen.

von Horst Hofmann >> Institut für Körperorientierte Pädagogik E-Mail: H23Hofmann@t-online.de

Unterricht - heute häufig eine Dauerstress- Veranstaltung Die meisten Schülerinnen und Schü ler betreten oft schon gestresst den Raum: Mit unkontrollierten Bewe gungen und ständigem Reden, was auf vegetative Übererregung und da mit auf einen vom Sympathikus aus gelösten Stresszustand hindeutet, erzeugen sie einen Riesenlärm. Viele Lehrkräfte berichten auch noch von großer Unruhe beim Lernen. Mit Neurophysiologie lässt sich be gründen, warum gestresste Schülerin nen und Schüler weitgehend unfähig

sind, zu lernen und sich sozial zu ver halten: Plakativ vereinfacht schaltet die Amygdala im limbischen System den präfrontalen Cortex (PFC), das Lernorgan, aus (Amygdala-Hijack), in dem sie Dopamin- und Noradrenalin Wellen im Stammhirn auslöst, die die Signalübertragung an den Synapsen im PFC erheblich beeinträchtigen (Prof. Hinghofer-Szalkay). Analyti sches Denken funktioniert dann kaum noch. Im Extremfall kommt es zu ei nem Blackout. Der von den Stresshor monen Adrenalin und Noradrenalin produzierte Bewegungsdrang er schwert die Fokussierung auf den Lerngegenstand. Schließlich kann die tendenziell aggressive Ausrichtung

der Stressreaktion (Kampf-/Flucht Zustand) die Impulskontrolle herab setzen, was zu mehr Konflikten und Disziplinschwierigkeiten führen kann. Es sind also im Körper stattfindende Prozesse, die das Denken und Lernen beeinträchtigen. Beginnen wir bei gestressten Schüle rinnen und Schüler gleich mit dem Fachunterricht, ohne vorher über den Körper den Stresszustand abzubau en, arbeiten wir ineffizient. Wir müs sen viel Kraft aufwenden bei mäßi gem Output. Sinnvoller ist es, am Stundenanfang erst den vorhande nen Stress so weit wie möglich abzu bauen.

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Abbildung: Phasen des Körperorientier ten Unterrichts

Am Stundenanfang Stress abbau in zwei Schritten

Beim Stressabbau gilt es die muskulä re Mobilisierung zu senken, die Kon trolle über die vegetative Erregung wiederzugewinnen und die Ausschüt tung der Stresshormone zu stoppen. All dies müssen gestresste Schülerin nen und Schüler (5. bis 13. Jg.) in ih rem Körper durch Eigenaktivität selbst bewerkstelligen. Wir Lehrkräfte können das nicht für sie tun. Wir kön nen aber mit ihnen, falls nötig, nach der Begrüßung stressabbauende Kör perübungen durchführen - in einer ein- bis zweiminütigen persönlichen Lernvorbereitung. Die meisten Schü lerinnen und Schüler können dabei ihren Stresszustand spürbar abbauen. Noch besser gelingt dies ihnen, wenn schon vorher durch ein ritualisiertes Verhaltenstraining beim Betreten des Raumes der Stressabbau eingeleitet wird. Dabei zeigt uns die Neurophy siologie: Kontrolle über die Erregung und damit über ihr Verhalten gewin nen die Schülerinnen und Schüler nicht zurück, in dem sie die Übererre gung einfach im Reden und Lärmen loswerden, sondern indem sie diese innen halten (containen) und dann zum Beispiel durch konzentriertes Handeln auf ein kontrollierbares Maß herunterfahren. Deshalb ein wortlo ser Unterrichtsbeginn. Auspacken, Begrüßung und Körpertraining laufen danach viel organisierter, ruhiger und relaxter ab. Das bestätigen die Ein gangskollegien der Schulen, an de

on bestätigt haben. Und vor allem: Das Lernen kann deutlich selbstorga nisierter und in der Gruppenarbeit effektiver ablaufen.

nen ich das pädagogische Tool des wortlosen Beginns initiieren konnte.

Es mag in einer lärmenden, chaoti schen Welt ungewohnt erscheinen, mit einem Ritual im Schweigen den Unterricht zu beginnen, aber wir tun unseren Schülerinnen und Schüler keinen Gefallen, wenn wir zulassen, dass sie ihre Erregung einfach loswer den und nicht kontrollieren. Sie ler nen so nicht, ihren Zustand zu regu lieren. Dieser kleine pädagogische Kniff bewirkt für uns und unseren Schülerinnen und Schüler eine große Entlastung. Ein möglicher Einwand, im Fachun terricht sei keine Zeit dafür vorhanden angesichts der vom Lehrplan vorge schriebenen Stofffülle und der Lern defizite einiger Schülerinnen und Schüler, lässt sich leicht entkräften: Der gut organisierte Stundenbeginn einschließlich des Körpertrainings verkürzt die Zeit bis zum Lernbeginn. Durch das anschließend höhere Lern tempo wird mehr in kürzerer Zeit bei geringerem Kraftaufwand gelernt, wie mir meine Schulleiter nach Hospitati Stressabbau – eine lohnende Investition

Die Rhythmisierung des Unterrichts ernst nehmen

Die positive Wirkung einer Erho lungspause auf die Lernfähigkeit wur de durch eine Studie der Sporthoch schule Köln in meinem Physik-Unter richt zweier 10.ter Klassen bestätigt: Wohlbefinden und Konzentration verbesserten sich deutlich. Insgesamt lässt sich sagen, dass ein mechanisti sches Leistungsprinzip, das Schüle rinnen und Schüler als ‘Lernmaschi nen’ auffasst, Ermüdungsstress er zeugt und erschöpft. Praktizieren wir dagegen ein lebendiges Leistungs prinzip, zu der auch die Kunst der Re generation gehört, entlasten wir die Schülerinnen und Schüler und uns selbst (Prof. Teml). Da Dauerstress und als Spätfolge Burnout nach Aus sage der WHO das größte Gesund heitsrisiko des 21. J. ist, stellt sich uns Lehrkräften im Rahmen der Gesund heitsförderung auch die Aufgabe, mit unseren Schülerinnen und Schülern im Unterricht einen Rhythmus von Leistung und Erholung zu praktizie

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Es mag in einer lärmenden, chaotischen Welt ungewohnt erscheinen, mit einem Ritual im Schweigen den Unterricht zu beginnen, aber wir tun unseren Schülerin nen und Schülern keinen Gefallen, wenn wir zulassen, dass sie ihre Erregung ein fach loswerden und nicht kontrollieren. “

Foto: AdobeStock

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ren und ihnen dieses Verhalten als wirksames Mittel der Leistungssteige rung und der Burnout-Prophylaxe zu vermitteln (Prof. Allmer). Sich die Bedeutung der Selbstkompetenzen be wusst machen Um fachliche, soziale und digitale Kompetenzen erwerben zu können, müssen die Schülerinnen und Schüler Selbstkompetenzen beherrschen, vor allem Stressregulation, Impulskon trolle und Konzentration. Kurz: Ohne Selbstkompetenzen keine Fachkom petenzen. Dieser grundlegende Zusammenhang findet in unserem Unterricht zu wenig Beachtung. Am Beispiel der Impulskontrolle möchte ich zeigen, dass Selbstkom petenzen nicht von selbst kommen, sondern nur nach Durchlaufen eines langen Entwicklungsprozesses er worben werden können, zu dessen Gelingen die Schülerinnen und Schü ler die Unterstützung von Eltern, Kita-Fachkräften und auch von uns Lehrkräften brauchen. Die Förderung der Impuls kontrolle gehört unverzicht bar zum Unterricht Auch sie kommt nicht von selbst. Sie ist nicht angeboren. Dagegen sind Trieb- und emotionales System schon direkt nach der Geburt voll aktiv. Die Entwicklungsaufgabe besteht nun

darin, neuronale Netzwerke im noch ‘leeren’ (dorsolateralen) PFC anzule gen, mit denen der junge Mensch ir gendwann u.a. seine emotionalen und Bewegungsimpulse sowie die Ablen kung durch Störreize situationsadä quat hemmen oder gar, falls nötig, stoppen kann. Dieser Prozess dauert rund 20 bis 25 (!) Jahre (Prof. Bauer). Da kleine Kinder nicht aus sich heraus ihre Impulse hemmen können (‘leerer’ PFC), brauchen sie ab dem 3. Lebens jahr - falls für das Zusammenleben notwendig - altersgemäße Impuls hemmung von außen (Grenzen, nein!) in einem liebevollen, aber auch biswei len klaren Erziehungsdialog. Aus die sen verinnerlichten sozialen Erfahrun gen bilden sich allmählich – auch noch während der Schulzeit - die Netzwer ke der Impulshemmung im PFC. Sie stellen quasi kondensierte soziale Er fahrungen dar. Die allseits beklagten Defizite bei der Impulskontrolle deu ten darauf hin, dass viele Schülerinnen und Schüler diese Unterstützung nicht ausreichend bekommen haben – mit gravierenden Folgen. Prof. Bauer: »Wer unter dem Vorzei chen weitgehend ungebremster Im pulsivität und ungehemmten Affekt ausdrucks heranwächst, wird einen Mangel der Fähigkeit zur Selbstkon trolle erleiden und infolgedessen Suchttendenzen oder narzisstische Störungen entwickeln. Diese Entwick lung hat auf breiter Front bereits be gonnen.« Menschen ohne eine ange messene Impulskontrolle sind fast nur zu Reiz-Reaktions-Verhalten fähig,

weil sie ihre Impulse nicht genügend kontrollieren können, um innezuhal ten, nachzudenken und bewusste Entscheidungen zu treffen. Sie leben in der Gefahr, einem starken Mann/ei ner starken Frau hinterherzulaufen und ‘fremdgesteuert’ zu werden. Da mit ist die Förderung der Impulskon trolle unverzichtbar für die Entwick lung der Lern- und Demokratiefähig keit der Schülerinnen und Schüler. Passende Erziehungstools für den Unterricht sind Regeln und Konse quenzen, das sofortige Stoppen der jeweiligen Handlung auf ein akusti sches Zeichen hin und die Faust druck-Übung. Mit ihrer Hilfe lassen sich nicht nur vegetative Erregung, sondern auch Impulse kontrollieren (»Faust in der Tasche machen«). Im Sportunterricht kann im Rahmen der Förderung exekutiver Funktionen die Impulskontrolle (Inhibition) durch ein körperlich-kognitives Training mit ge eigneten Bewegungsaufgaben geför dert werden. Mir ist wichtig: Eine gehirngerechte Erziehung ist nicht gegen die Partizi pation von Schülerinnen und Schüler gerichtet, sondern ermöglicht sie in hohem Maße. Die drei oben genannten Selbstkom petenzen sollten im Unterricht expli zit vermittelt werden. Dies ist aus neurophysiologischer Sicht – wie gezeigt - unverzichtbar. Dies belegt auch die berühmte Dunedin-Studie und dies fordern Expertinnen und Ex perten (Prof. Trautwein, Dr. Nolle).

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Fortbildungen mit Horst Hofmann ■ Ruhe im Karton | Tools für Lehrkräfte. Förderung von Konzentration, Impulskontrolle & Stressmanagement in unruhigen Lerngruppen. Unruhe und Unaufmerksamkeit in der Schule stellen eine Herausforde rung für Lehrkräfte und Lernende dar. Gezielt eingesetzte pädagogi sche Werkzeuge helfen dabei, diese Herausforderungen zu bewältigen. 17. September 2025, 15:30 bis 18:30: Online ■ Starke Nerven – voller Akku! Im Schulalltag in kürzester Zeit Stress abbauen und regenerieren. Eine Fortbildung für Lehrkräfte, die ihre Gesundheit und Widerstandsfähigkeit im stressigen Schulalltag stärken möchten. 5. November 2025, 16:00 bis 18:30: Online ■ Pädagogischer Umgang mit traumatisierten und gestressten Schülerinnen & Schülern Effiziente pädagogische Werkzeuge zur deutlichen Entlastung der Lehrkräfte. Stressabbau und Förderung der Selbstregulation als

INFO

Angesichts der Defizite zahlreicher Schülerinnen und Schüler, die unsere Gesundheit stark belasten, erfahren wir Lehrkräfte dadurch eine deutliche Entlastung.

Schlüsselfaktoren für den Lernerfolg. 1. Oktober 2025 | 15:30 bis 18:30 Uhr: Online Weitere Informationen unter: https://www.phv-akademie.de/

Abschließende Bemerkungen

Der Körperorientierte Unterricht (KU) ist eine Erweiterung des herkömmli chen Unterrichts. Er bietet im Rah men eines systematischen Konzepts wirkungsvolle Lösungen für viele heute drängende Praxisprobleme. Mit seinen pädagogischen Tools kön nen wir Lehrkräfte uns enorm entlas ten. Er vermittelt nicht nur fachliche Inhalte, sondern fördert Selbstkom petenzen, die Lern- und Demokratie fähigkeit der Schülerinnen und Schü ler und erhöht die Leistungsfähigkeit der meisten Schülerinnen und Schü ler deutlich. Wir Lehrkräfte sind nicht für den KU ausgebildet. Von daher scheint die

Forderung nachvollziehbar, dass die ser pädagogische Ansatz in Studium, Referendariat und Lehrerfortbildung aufgenommen werden sollte. Ebenso auf Neurophysiologie basierte Ge sundheitsfortbildlungen zur Erhöhung der Selbstkompetenz von Lehrkräften. Trotz ihrer nachhaltigen Wirkung sind die pädagogischen Tools des KU er staunlich einfach. Mit Anspannen und Halten der Spannung können die Schülerinnen und Schüler ihre vege tative Erregung kontrollieren, mit dem Warmreiben der Hände und des Nierenbereichs und dem Drücken bestimmter Akupressurpunkte den

‘Akku’ schnellladen sowie mit dem Stopptraining ihre Impulskontrolle verbessern. All dies kann von Lehr kräften nach geeigneter Einweisung schnell umgesetzt werden. Worin besteht dann die Herausforde rung? Wir müssen uns vom überhol ten cartesianischen Paradigma »Ich denke, also bin ich«, das leider immer noch das Bildungssystem prägt, ver abschieden und eine körperorientier te Brille aufsetzen, durch die wir den Körper gewinnbringend in die päda gogische Arbeit integrieren können. Redaktionelle Bearbeitung: Lars Strotmann

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PhV-Akademie

Die PhV-Akademie für berufliche Bildung Ihr Partner für kraftvolle Lehrerfortbildung im Bildungswesen Die PhV-Akademie ist eine Fortbildungseinrichtung, die sich gezielt an Lehrerinnen und Lehrer von Gymnasien, Gesamtschulen und Weiterbildungskollegs in Nordrhein-Westfalen richtet. Als Arbeits bereich der Servicegesellschaft mbH des Philologenverbandes NRW stehen wir für qualitativ hoch wertige und praxisnahe Fortbildungen, die den Bildungs- und Erziehungsauftrag des Landesgesetzes NRW konsequent umsetzen.

Die PhV-Akademie steht für praxisnahe, wissenschaftlich fundierte und metho- disch vielseitige Lehrerfortbildung – ob in den Bereichen Pädagogik, Digitalisierung, Kommunikation oder Recht. Nutzen Sie die Gelegenheit und erweitern Sie Ihre beruflichen Fähigkeiten mit unserem umfassenden Fortbildungsangebot. Alle weiteren Veranstaltungen sowie detaillierte Seminarbeschreibungen finden Sie auf unserer Homepage: www.phv-akademie.de Warum die PhV-Akademie? ✔ Erfahrene Referentinnen und Referenten: Lernen Sie von Expertinnen und Experten, die praxisnahes und anwendungsorientiertes Wissen vermitteln. ✔ Maßgeschneiderte Lernangebote: Unser Fortbildungsangebot ist genau auf die Bedürfnisse von Bildungseinrichtungen und Lehrkräften zugeschnitten. ✔ Karrierechancen: Nutzen Sie unsere Fortbildun gen, um Ihre berufliche Laufbahn zu fördern und sich für höhere Positionen zu qualifizieren. ✔ Flexibles Lernen: Ob online oder in Präsenz – wir bieten Ihnen flexible Lernformate, die sich optimal in Ihren Alltag integrieren lassen.

Unsere Angebote decken ein breites Spektrum an Themen ab, das sich an den aktuellen Anforderungen der Schulpra xis orientiert. Schwerpunkte unserer Fortbildungen sind: ✔ Berufliche Bildung: Vorbereitung auf die Heraus- forderungen von Koordinierungs- und Funktions- aufgaben an Schulen. ✔ Digitalisierung und KI: Unterstützung bei der Nutzung moderner Technologien und digitaler Medien im Unterricht. ✔ Gesundheit: Maßnahmen zur Förderung und Prävention der physischen und psychischen Gesundheit im Lehrberuf. ✔ Kommunikation: Strategien für eine erfolgreiche Lehrer-Schüler-Kommunikation sowie Kollegialität und Zusammenarbeit im Schulteam. ✔ Pädagogik: Entwicklung von Handlungskompetenzen für den Umgang mit heterogenen Lerngruppen. ✔ Öffentlichkeitsarbeit: Vermittlung von Fähigkeiten zur aktiven Gestaltung der Außenwirkung von Schulen. ✔ Rechtliches: Schulrechtliche Fortbildungen, die Lehrerinnen und Lehrern bei der sicheren Orientierung im rechtlichen Rahmen helfen. ✔ Fachfortbildungen: Spezifische fachliche Weiter- bildung für Lehrkräfte in ihren jeweiligen Fächern. Unsere Fortbildungen unterstützen Lehrkräfte dabei, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und den schulischen Herausforderungen mit aktuellem Wissen und praktischen Kompetenzen zu begegnen.

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