DSTG Blickpunkt Nr. 07-08 August 2026

Das Mitgliedermagazin der Deutsche Steuer-Gewerkschaft Landesverband Nordrhein-Westfalen

Das Mitgliedermagazin BLICKPUNKT

Deutsche Steuer-Gewerkschaft Landesverband Nordrhein-Westfalen

Nr. 07-08 | Juli-Aug. 2026

Themen dieser Ausgabe

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nen und Beamte, deren regelmäßige Wochenarbeitszeit aufgrund von Alter oder Schwerbehinderung unter 41 Stun den liegt, erhalten keine Gutschrift. Damit reagiert die Landesregierung auf den Wunsch vieler Beschäftigter nach einem gleitenden Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhe- stand. Für die Kolleginnen und Kollegen er öffnet sich die Möglichkeit, am Ende des Berufslebens eine längere Freistellungs phase zu realisieren, ohne auf Versor gung verzichten zu müssen. Gleichzeitig bleibt die gewohnte Wochenarbeitszeit stabil – auch vor dem Hintergrund der angespannten Personalsituation und der hohen Arbeitsbelastung in der Steuer verwaltung. Die DSTG NRW erkennt an, dass das Lebensarbeitszeitkonto einen ersten DSTG Westfalen-Lippe 27. Gewerkschaftstag 2026: Menschlich. Digital. Gemeinsam. – Weichenstellungen für die Zukunft 04 Ausbildung: Mehr Vereinbarkeit, mehr Chancen – Finanzverwal- tung führt Teilzeitausbildung ein 05 Die Seite für die Generation 60+ 06 Austausch, Zukunftsimpulse und klare Botschaften: DSTG aus dem Bundesgebiet zu Gast in Düsseldorf 07

Modernisierungsoffensive Ausstieg aus der 41-Stunden- Woche – mit Zeitverzögerung Der Gesetzentwurf zur Modernisierung des öffentlichen Dienstes in Nordrhein-Westfalen setzt bei der Arbeitszeit mit Lebensarbeitszeit konto und erweitertem Arbeitszeitrahmen wichtige Signale für mehr Flexibilität, bleibt aber im Rahmen eines behutsamen, finanzierbaren Reformschritts. Für die DSTG NRW ist entscheidend, dass diese Schritte als Einstieg in eine weitergehende Entlastung der Kolleginnen und Kolle gen verstanden werden. D ie Landesregierung hat am 15. Juli 2026 das Gesetz zur Modernisie rung des öffentlichen Dienstes und die Ausweitung des Arbeitszeit- rahmens – betrachtet.

Lebensarbeitszeitkonto als neuer Baustein

in Nordrhein-Westfalen in den Landtag eingebracht. Es enthält Reformvorhaben, die die Arbeitsbedingungen im öffentli chen Dienst des Landes verbessern und den Arbeitgeber attraktiver für Nach wuchskräfte machen sollen. Der Gesetz entwurf geht über die Themen Arbeits zeit und Arbeitszeitkonten hinaus; in diesem Artikel werden nur diese beiden Bausteine – das Lebensarbeitszeitkonto

Mit der Einführung des Lebensarbeits zeitkontos wird die 41. Wochenstunde künftig auf ein Konto gutgeschrieben, das vor allem für Freistellungen un- mittelbar vor dem Ruhestand genutzt werden kann. Bei Teilzeitbeschäftigung erfolgt eine anteilige Zeitgutschrift ent sprechend dem Teilzeitumfang. Beamtin-

konkreten Schritt hin zu einer zeitlichen Entlastung darstellt, der planbar und rechtssi cher ausgestaltet ist. Wichtig ist, diesen

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Blickpunkt online unter www.dstg-nrw.de

ANGEMERKT

UNSER ARBEITSALLTAG

Personalvertretung Wechsel im BPR: Jano Hillnhütter neuer Vorsitzender Zum 1. Juli 2026 übergab Thomas Quast, der Vorsitzen de des BPR NRW nach siebeneinhalb Jahren sein Amt an Jano Hillnhütter. Neuer stellvertretender Vorsitzen der wird Andreas Winkelnkemper. I n seiner Abschiedsrede betonte Thomas Quast, die vergangenen Jahre seien von tiefgreifenden Veränderungen und zahlreichen Herausforderungen geprägt gewesen. Gemeinsam mit den Kolle ginnen und Kollegen sei es gelungen, diese Entwicklungen zu be wältigen und wichtige Erfolge zu erreichen. Thomas Quast dankte allen Beteiligten ausdrücklich

Herzlichen Glückwunsch Nordrhein Westfalen Nordrhein-Westfalen wird

Carolin Konzack

achtzig Jahre alt – und für mich ist das mehr als nur ein Jubiläum. Es ist die Geschichte eines Landes, das sich immer wieder neu erfinden musste – und genau darin seine Stärke gefunden hat. Wenn wir heute auf Nordrhein-Westfalen schau en, sehen wir nicht mehr das klassische Bild von Kohle und Stahl, das dieses Land jahrzehntelang geprägt hat. Wir sehen Hochschulstandorte wie Köln, Münster oder Bochum, innovative Unterneh men, moderne Verwaltungen und eine vielfältige Gesellschaft. Dieser Wandel ist gelungen – aber er war nie einfach. Ganze Regionen mussten sich neu aufstellen, Arbeitsplätze sind verschwunden, neue sind entstanden. Hinter dieser Entwicklung stehen unzählige persönliche Geschichten von Verände rung, Anpassung und oft auch Verzicht. Als Vorsitzende der DSTG NRW erlebe ich tagtäg lich, was dieses Land im Innersten zusammenhält: engagierte Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Kol leginnen und Kollegen in den Finanzämtern sorgen dafür, dass Milliarden an Steuereinnahmen gerecht erhoben werden – die Grundlage dafür, dass Kitas gebaut, Schulen saniert und Straßen instandgehal ten werden können. Gerade in Krisenzeiten, wie während der Corona-Pandemie oder aktuell bei den wirtschaftlichen Unsicherheiten, zeigt sich, wie wichtig eine funktionierende Verwaltung ist. Sie ist kein Selbstzweck – sie ist das Rückgrat unseres Gemeinwesens. Nordrhein-Westfalen war immer dann stark, wenn es seine Stärken erkannt und seine Menschen ernst genommen hat. Genau daran müssen wir anknüpfen. Es reicht nicht, den öffentlichen Dienst als selbstver ständlich zu betrachten. Wir müssen ihn aktiv stär ken – durch gute Arbeitsbedingungen, moderne Ausstattung und echte Wertschätzung. Das aktuelle Gesetzgebungsverfahren zur Modernisierungsof fensive ist hier ein Schritt in die richtige Richtung. Für mich persönlich ist Nordrhein-Westfalen ein Land der Vielfalt und der Gegensätze – von der ländlichen Region bis zur Metropole, von Tradition bis Innovation. Diese Mischung macht uns aus. Und sie ist unsere Chance. Achtzig Jahre Nordrhein-Westfalen sind ein Anlass, stolz zu sein. Aber sie sind vor allem ein Auftrag: dafür zu sorgen, dass dieses Land auch in Zukunft funktioniert – gerecht, leistungsfähig und solidarisch.

für ihren Einsatz, ihrer Un terstützung und das entge gengebrachte Vertrauen. Mit der Übergabe beginne für den BPR NRW und für ihn persönlich ein neues Kapitel. Er begrüßte, dass Jano Hillnhütter bereit sei, Verantwortung zu überneh men, und wünschte ihm für die neue Aufgabe viel Er folg, eine glückliche Hand bei wichtigen Entscheidun gen und breite Unterstüt zung aus der Belegschaft. Ganz verabschieden wird

Wechsel BPR Vorsitz (v.l.n.r.) : Jano Hillnhütter, OFP Reinhard Derix und Thomas Quast

er sich allerdings noch nicht: Bis zu seinem Eintritt in den Ruhe stand im kommenden Sommer wird er den Übergang begleiten. So bleibt ausreichend Zeit für eine sorgfältige Einarbeitung und einen reibungslosen Wechsel. Im Rahmen der gemeinschaftlichen Besprechung wurde auch die OFD-Spitze über den Wechsel informiert. Oberfinanzpräsident Reinhard Derix bedankte sich bei Thomas Quast für die jahrelange Zusammenarbeit und wünschte der neuen Führung unter Jano Hillnhütter einen guten Start. Zugleich sagte er eine weiterhin offene und konstruktive Zusammenarbeit zu.

BLICKPUNKT DSTG

Mitteilungsblatt der Deutschen Steuer-Gewerkschaft Landesverband Nordrhein-Westfalen

66. Jahrgang

07-08/Juli-Aug 2026

E-Mail: mediacenter@dbbverlag.de, Preisliste 34, gültig ab 1. Januar 2026 Anzeigenleitung: Marion Clausen Herstellung: L.N. Schaffrath GmbH & Co KG, Druck Medien, Marktweg 42-50, 47608 Geldern Redaktion: Elisabethstraße 40, 40217 Düsseldorf,

Herausgeber: Deutsche Steuer-Gewerkschaft (im Dachverband des dbb), Landesverband Nordrhein-Westfalen, Elisabethstraße 40, 40217 Düsseldorf, Telefon (0211) 90695-0, E-Mail: dstg.nrw@t-online.de Verlag: Steuer-Gewerkschaftsverlag, Friedrichstraße 169/170, 10117 Berlin Anzeigen: dbb verlag gmbh, Mediacenter, Dechenstraße 15a, 40878 Ratingen, Telefon (02102) 74023-0

Redakteure: Jörg Bollenbach (BV Westfalen) Helmut Pauls (BV Rheinland) Verantwortlich für den gewerkschaftspolitischen Teil: Carolin Konzack, Landesvorsitzende. Der Bezugspreis ist durch den Mitgliedsbeitrag abgegolten.

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klar strukturierten, einheitlichen Arbeits zeitkontensystem weiterzuentwickeln. Ziel ist ein Instrument, das sowohl den Bedürfnissen der Beschäftigten nach Flexibilität als auch den organisatori schen Anforderungen der Verwaltung gerecht wird. Erweiterter Arbeitszeitrahmen Positiv hervorzuheben ist die im Gesetz vorgesehene Ausweitung des Arbeits zeitrahmens in den Morgenstunden: Künftig soll eine Aufnahme des Dienstes bereits ab 6:00 Uhr möglich sein, statt ab 6:30 Uhr. Damit wird eine flexiblere Ge staltung des Arbeitsbeginns ermöglicht. Kolleginnen und Kollegen mit längeren Pendelwegen oder familiären Verpflich tungen können ihren Arbeitsalltag besser an persönliche Bedürfnisse anpassen. Die Dienststellen erhalten größere Spielräu me, um flexible Arbeitszeitmodelle in Dienstvereinbarungen zu vereinbaren und auf die Situation vor Ort zuzuschnei den. Arbeitszeit und Fachkräftesicherung Die Steuerverwaltung ist in besonderem Maße von Fachkräftemangel, hoher Spe zialisierung und dauerhafter Arbeitsver dichtung betroffen. Vor diesem Hinter grund spielt die Arbeitszeitpolitik eine zentrale Rolle bei der Gewinnung und Bindung von Personal. Die DSTG NRW sieht im Gesetzentwurf eine Grundlage, auf der weiter aufgebaut werden kann: Das Lebensarbeitszeitkon to und der erweiterte Arbeitszeitrahmen sind Schritte in die richtige Richtung, die mit weiteren Maßnahmen zur Entlastung und Flexibilisierung verknüpft werden sollten. Entscheidend wird sein, wie diese Instrumente im Alltag der Finanzämter umgesetzt und weiterentwickelt werden.

Modernisierungs- offensive • Fortsetzung von Seite 1

sundheitliche Einschränkungen bewältigt werden müssen. Der Koalitionsvertrag sieht vor, die Arbeitszeit für erziehende oder pflegende Beamtinnen und Beamte abzusenken – unter anderem mit Blick auf die Regelungen des Bundes (§ 3 AZV Bund). Eine zeitlich begrenzte Reduzie rung der Wochenarbeitszeit in solchen Phasen würde die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf verbessern. Arbeitszeitkonten nachvollziehbar gestalten Mit dem Lebensarbeitszeitkonto kommt zu den bestehenden Langzeitarbeitskon ten ein weiterer Baustein hinzu. Langzeit arbeitskonten dienen dem Ansparen von Zeitguthaben, etwa aus Mehrarbeit oder nicht genommenen Urlaubstagen, die zu späteren Freistellungen zusammenge fasst werden können. Aus gewerkschaftlicher Sicht ist wich tig, dass die verschiedenen Konten für die Beschäftigten verständlich, einfach zu bedienen und transparent bleiben. Un terschiedliche Anspar- und Entnahmere geln sollten möglichst harmonisiert wer den, um Missverständnisse zu vermeiden und den Verwaltungsaufwand in den Per sonalstellen zu begrenzen. Die DSTG NRW setzt sich dafür ein, die bisherigen Modelle mittelfristig zu einem

Schritt als Auftakt für eine weitergehen de Arbeitszeitpolitik zu nutzen. 41-Stunden-Woche: Wettbewerbsfaktor im Blick Unverändert bleibt, dass Beamtinnen und Beamte des Landes mit 41 Wochenstun den im Vergleich zu vielen anderen Ar beitgebern eine höhere Regelarbeitszeit leisten. In einem Arbeitsmarkt mit zuneh mender Fachkräfteknappheit ist dies ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Befragungen zeigen, dass die hohe Wochenarbeitszeit insbesondere von Nachwuchskräften kritisch gesehen wird und ihre langfristige Bindung an den öf fentlichen Dienst erschwert. Gleichzeitig ist die 41-Stunden-Woche in der Steuer verwaltung gelebte Realität, auf deren Grundlage Personalbedarfsberechnun gen, Organisationsstrukturen und Haus haltsplanungen beruhen. Die DSTG NRW setzt sich dafür ein, dass die eingeführte Kontolösung per spektivisch mit einer Absenkung der Wochenarbeitszeit – insbesondere in bestimmten Lebensphasen – verknüpft wird. Eine solche Absenkung kann nur in einem vertretbaren finanziellen und organisatorischen Rahmen erfolgen. Entlastung in belasteten Lebensphasen Aus Sicht der DSTG NRW ist wichtig, dass Arbeitszeitregelungen die unterschiedli chen Lebensphasen der Beschäftigten stärker berücksichtigen. Viele Kolleginnen und Kollegen erleben die größten Belas tungen nicht erst kurz vor dem Ruhe stand, sondern in Jahren, in denen Kinder betreut, Angehörige gepflegt oder ge

Im Koalitionsvertrag der aktuellen Landesre gierung haben sich die Parteien darauf ver ständigt, gemeinsam mit den Beschäftigten und den Gewerkschaften eine Modernisie rungsoffensive für den öffentlichen Dienst zu erarbeiten und durchzu führen. In zahlreichen Werkstattgesprächen wurde in den letzten Jahren unter Beteiligung des DBB NRW der nun vorliegende Gesetzesentwurf erarbeitet. Er beinhaltet etwa zwanzig Reformvorhaben zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen. Beginnend mit diesem Artikel werden wir die Modernisie rungsoffensive in den nächsten Ausgaben näher erläutern. HINTERGRUND

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DSTG WESTFALEN-LIPPE 27. GEWERKSCHAFTSTAG 2026

Menschlich. Digital. Gemeinsam. – Weichenstellungen für die Zukunft

Generationenwechsel im geschäftsführenden Vorstand

Der neu gewählte Vorstand der DSTG Westfalen Lippe im Überblick v.l.n.r. : 1. Reihe: Andrea Echelmeyer (stellvertretende Vorsitzende), Patrick Butschkau (Vorsitzender), Carolin Nagel (Vorsitzende der Bezirks frauenvertretung), Marco Meik (stellvertretender Vorsitzender). 2. Reihe: Andreas Winkelnkemper (Mitglied), Marcel Theißen (Schatz meister), Katja Schwarzer (Mitglied), 3. Reihe: Jörg Bollenbach (stellvertreten der Vorsitzender), Max Schäfer (Vor sitzender Bezirksjugendleitung), Jano Hillnhütter (Vorsitzender BPR NRW), Michael Denkler (stellvertretender Vor sitzender), Frank Dalpke (Mitglied)

Ein zentraler Höhepunkt der Gremiensit zungen war die turnusmäßige Neuwahl des geschäftsführenden Vorstandes. Mit hervorragendem Ergebnis wählten die Delegierten Patrick Butschkau zum neuen Vorsitzenden des Bezirksverbandes. Sei ne Wahl verkörpert einen gelungenen Generationenwechsel, der Kontinuität mit zukunftsorientiertem Aufbruch verbindet. Der Generationswechsel stand zugleich für den Blick nach vorn: Mit Beratung und Verabschiedung von knapp 200 Anträgen stellte der Gewerkschaftstag die inhaltli chen Weichen für die kommenden fünf Jahre. Die Beschlüsse bilden die Grundlage für die zukünftige Arbeit der DSTG West falen-Lippe und unterstreichen den Ge staltungswillen des neuen Vorstandes. Klares Bekenntnis zum Grundgesetz und Sinn der Satzungsänderung Vor dem Hintergrund aktueller gesell schaftlicher Herausforderungen verab schiedete der Gewerkschaftstag einstim mig eine Entschließung zur Verteidigung der freiheitlichen demokratischen Grund ordnung. Diese Haltung wurde zugleich rechtlich bindend in der Satzung verankert. Der Sinn dieser Neuregelung liegt in einer unmissverständlichen Pflicht zur wehrhaften Demokratie: Alle im Bezirks

Der 27. Gewerkschaftstag der DSTG Westfalen-Lippe am 23. und 24. Juni 2026 in Dortmund markiert einen historischen Wendepunkt. Neben einem personellen Generationenwechsel an der Spitze setzt die Gewerkschaft ein unmissverständliches Zeichen für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die Werte des Grundgesetzes.

Hochrangige Impulse im öffentlichen Teil der Veranstaltung Den öffentlichen Teil des Gewerkschafts tages eröffneten hochrangige Ehrengäste aus Politik, Verwaltung und Gewerkschaf ten mit wichtigen Impulsen. Per Videobot schaft richtete sich NRW-Finanzminister Dr. Marcus Optendrenk an die Delegierten. Es folgten fundierte Grußworte von Rein hard Derix (Präsident der Oberfinanz- direktion NRW), Florian Köbler (Bundes vorsitzender der DSTG), Roland Staude (Vorsitzender des DBB NRW) sowie Caro lin Konzack (Vorsitzende der DSTG NRW). Einen besonderen inhaltlichen Schwer punkt setzte der Psychologe und Gesell schaftsforscher Thomas Ebenfeld als

Keynotespeaker. In seinem Vortrag ‘Mensch – Kultur – KI: Chancen für die Organisation von morgen’ beleuchtete er die tiefgreifenden Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz und gesellschaft- lichem Wandel. Seine zentrale Botschaft betonte, dass trotz fortschreitender Digitalisierung engagierte Menschen, gelebte Gemeinschaft und vertrauens- volle Zusammenarbeit die entscheidenden Säulen künftiger Arbeitswelten bleiben.

Vorsitzender Patrick Butsch kau (2. v.l.) dankte der Ehren vorsitzenden Andrea Sauer Schnieber (3.v.r.) und den weiteren Ehrenmitgliedern Ulrich Wälter, Gabriele Emmerich, Rolf Dauwe und Thomas Quast (v.l.n.r.) für ihr herausragendes Engagement.

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Ausbildung: Mehr Vereinbarkeit, mehr Chancen:

Finanzverwaltung führt Teilzeitausbildung ein Ab sofort können Nachwuchskräfte der Finanzverwaltung NRW ihre Ausbildung auch in Teilzeit absolvieren. Damit öffnet sich der öffentliche Dienst neuen Lebensrealitäten – und macht einen wichtigen Schritt hin zu mehr Familienfreundlichkeit und Chancengleichheit. D ie Finanzverwaltung Nordrhein Westfalen geht neue Wege: Seit

zig Prozent der regulären Arbeitszeit reduziert werden. Ausnahmen bestehen jedoch bei verpflichtenden Elementen der Ausbildung, insbesondere bei Tests sowie Fachbesprechungen und Arbeits gemeinschaften, bei denen eine Teilnah me in vollem Umfang erforderlich ist. Die Qualität der Ausbildung soll dabei ausdrücklich nicht beeinträchtigt wer den. Vielmehr betont die Verwaltung, dass individuelle Lebenssituationen stärker berücksichtigt und Nachwuchs kräfte gezielter gefördert werden sol len. Auch Gleichstellungsaspekte spielen eine zentrale Rolle. Die Möglichkeit, Ausbildung und Familie besser mitei nander zu vereinbaren, könnte insbe sondere Frauen den Zugang zur Finanz verwaltung erleichtern. Gleichzeitig profitieren aber auch Männer, die sich stärker in der Familienarbeit engagieren möchten. Die Maßnahme wird daher von der DSTG als wichtiger Schritt, hin zu ei ner modernen und familienfreundlichen Arbeitswelt begrüßt. In der Praxis bedeutet die Umstellung jedoch auch organisatorische Heraus forderungen. Ausbildungspläne müssen angepasst, Einsatzzeiten flexibel ge staltet und individuelle Absprachen ge troffen werden. Die Finanzämter vor Ort sind gefordert, passende Lösungen zu entwickeln, ohne den reibungslosen Ab lauf des Dienstbetriebs zu gefährden. Mit der Einführung der Teilzeitausbil dung erfüllt sich eine intensiv ange strebte Forderung der DSTG. Ob sich das Modell langfristig bewährt oder vielleicht sogar noch erweitert werden kann, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Klar ist jedoch schon jetzt: Die Finanz verwaltung öffnet sich neuen Lebens realitäten – und macht damit einen wichtigen Schritt in Richtung einer mo derneren und inklusiveren Arbeitswelt.

verband organisierten Beamtinnen und Beamten bekennen sich aktiv zum Grundgesetz und verpflichten sich per sönlich, dieses im Rahmen ihres Status zu verteidigen. Da eine funktionierende Steuerverwaltung das finanzielle Fun dament des demokratischen Staates sichert, tragen die Beschäftigten eine besondere staatspolitische Verantwor tung. Ein weiterer emotionaler Schwerpunkt lag auf der Würdigung langjähriger Führungspersönlichkeiten, die den Kurs des Verbandes über Jahrzehnte bestimmt haben:  Andrea Sauer-Schnieber: Für ihr ge werkschaftliches Lebenswerk wurde die langjährige Vorsitzende des Bezirksver bandes und stellvertretende DSTG-Bun desvorsitzende zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Ihr feines politisches Gespür und ihre nahbare Art wurden besonders hervorgehoben.  Thomas Quast: Der langjährige stellver tretende Vorsitzende und Vorsitzende des Bezirkspersonalrats wurde für seine faire, ausgleichende Führung und seinen herausragenden Einsatz im Rechts schutz geehrt.  Rolf Dauwe: Erhielt besonderen Dank für seinen unermüdlichen, jahrzehnte langen Einsatz von der DSTG-Jugend bis zur prägenden Gestaltung der Seniorenarbeit (DSTG 60plus).  Uli Wälter: Der ausgewiesene Tarif- experte wurde für seine langjährige, sachliche und erfolgreiche Arbeit im Landestarifausschuss NRW und der Bundestarifkommission gewürdigt.  Gaby Emmerich: Als langjährige Frauen vertreterin prägte sie die Entwicklungs möglichkeiten für Frauen im Verband nachhaltig und überzeugte durch ihre Fachexpertise im Beihilfe- und Versor gungsrecht. Besondere Ehrungen verdienter Mitglieder

dem 1. März 2026 ist es erstmals mög lich, die berufspraktische Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren. Mit diesem Schritt reagiert das Land auf veränderte gesellschaftliche Anforderungen und setzt ein deutliches Signal für mehr Flexibilität und Chancengleichheit im öffentlichen Dienst. Der Erlass dazu ist in Findus eingestellt. Bislang war die Ausbildung im Bereich der Finanzverwaltung strikt in Vollzeit organisiert – eine Hürde für viele Men schen, die beispielsweise familiäre Verpflichtungen haben oder aus ge sundheitlichen Gründen keine Vollzeit tätigkeit ausüben können. Die neue Teil zeitregelung eröffnet nun insbesondere Eltern, pflegenden Angehörigen und Quereinsteigerinnen und Quereinstei gern bessere Möglichkeiten, eine Kar riere in der Finanzverwaltung zu begin nen. Das Angebot richtet sich dabei an eine klar definierte Zielgruppe: Alle Nachwuchskräfte der Laufbahngruppen 1.2 und 2.1, die Teilnehmenden des Aus bildungs- und Qualifizierungsaufstiegs sowie der Spitzenförderung der Lauf bahngruppe 1.2 können künftig von den neuen Teilzeitmöglichkeiten profitieren. Damit wird ein breites Spektrum an Beschäftigten in unterschiedlichen Ausbildungs- und Entwicklungsphasen angesprochen. Gleichzeitig sind an die Inanspruchnah me der Teilzeit klare Voraussetzungen geknüpft. So muss entweder ein Kind unter 18 Jahren betreut oder ein pflege bedürftiger Angehöriger gepflegt wer den. Darüber hinaus darf es keine entge genstehenden dienstlichen Belange ge ben. Die wöchentliche Arbeitszeit wird in der Regel auf vier bis fünf Tage verteilt und kann grundsätzlich auf bis zu acht

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Ende Juni führte die 22. und gleichzeitig letzte Tour vierzig Seniorinnen und Senioren der DSTG GKBP Köln für fünf Tage nach Stuttgart. Letzte Tour deshalb, weil man aufhören wollte, wenn es am schönsten ist und die Fahrten nicht altersbedingt zur Last werden sollten. Trotz der Hitze war es wieder ein rundes Pro gramm. Neben Besichtigungen bei Porsche, Stuttgart 21, Schloss Ludwigsburg, Künstlerkolonie in Darmstadt, Führungen in Stuttgart, 60+ Die Seite für die Generation

Senioren Rheinland Hitzeschlacht der GKBP Köln in Stuttgart

und einerWeinprobe in Bönnigheim standen Aufenthalte in Marbach und Heidelberg auf dem Plan. Der emotionale Abschied einer langen Reise fand im Schlosshotel Rhein fels in St. Goar statt. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprachen sich einhellig für ein jährliches Treffen aus. Die Freundschaften und die enge Verbindung zu unserer DSTG wollen alle unbedingt erhalten und pflegen. Eine Erfolgs geschichte unserer DSTG

Senioren Westfalen Seminar Fulda V om 23. bis 25. März 2026 fand in Fulda ein Seminar der DSTG-Senioren statt, an dem 18 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet teilnahmen. Die Veranstal tung stand unter der Leitung der Vorsit zenden der DSTG Bundessenioren, Anke Schwitzer, die dabei von ihren Vertretern Birgit Renz und Hans-Jürgen Schmidt un terstützt wurde. Die Seniorenvertreter der DSTG Westfalen-Lippe waren durch Burk hard Mertens und Uli Westhues vor Ort und brachten sich aktiv in den fachlichen Austausch ein. Vortrag von Dominik Maluk (DSTG Bundes geschäftsstelle) zum Thema Künstliche In telligenz. Dabei wurden sowohl die Chancen als auch die Risiken dieser Technologie be leuchtet, und deren möglicher Nutzen für Verwaltung und Gesellschaft verständlich dargestellt und an Beispielen nah gebracht. Unser DSTG-Bundesvorsitzender Florian Köbler gab einen Ausblick auf die Steuer verwaltung der Zukunft und erläuterte die möglichen Auswirkungen der fortschrei tenden Digitalisierung und strukturellen Veränderungen auf die Arbeit der DSTG, sowie auf die Beschäftigten in der Finanz verwaltung per Videoschalte. Mit dem Thema Berufsbeamtentum und insbesondere der Beamtenversorgung setzte sich Matthias Warnking (DBB-Bun Das Seminar bot ein vielsei tiges und aktuelles Themen spektrum, das sowohl be rufspolitische als auch praxis orientierte Inhalte umfasste. Ein Schwerpunkt bildete der

desgeschäftsstelle) auseinander. In sei nem Vortrag wurden aktuelle Entwicklun gen, rechtliche Rahmenbedingungen sowie zukünftige Herausforderungen in diesem Bereich umfassend dargestellt und disku tiert. Auch praxisnahe Aspekte kamen nicht zu kurz: Michael Nageln (Medienreferent DSTG-Bundesgeschäftsstelle), vermittelte anschaulich den Umgang mit Videokonfe renzen am Beispiel des Programms ‘Zoom’. Dabei standen insbesondere Anwendungs möglichkeiten, Tipps und Tricks für eine effektive Nutzung sowie Aspekte der digi talen Kommunikation im Vordergrund. Ein weiterer wichtiger Beitrag befasste sich mit der Sicherheit beim Online- Banking. Rene Plathe (Bezirksleiter der BB-Bank) informierte über mögliche Risi ken im digitalen Zahlungsverkehr und gab wertvolle Hinweise, wie sich Nutzerinnen und Nutzer vor Betrug und Datenmiss brauch schützen können. Ergänzend stellte Hans-Jürgen Schmidt die Arbeit der BAGSO (Bundesarbeitsge meinschaft der Seniorenorganisationen) vor und informierte über deren Aufgaben, Ziele und aktuelle Aktivitäten. Neben den fachlichen Inhalten bot das Seminar auch ausreichend Gelegenheit zum Austausch unter den Teilnehmenden, wodurch Erfahrungen geteilt und Kontakte vertieft werden konnten.

Senioren Rheinland Radtour am 8. Juli rund um Bonn A m 8. Juli begann bei hervorragendem Radwetter die diesjährige Radtour der Seniorenvertretung Rheinland in Troisdorf. Die 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer radelten durch Bonn bis nach Rhöndorf und zurück nach Troisdorf an der Sieg – die Tour hatte eine Länge von 55 Kilometern. Der Rhein wurde dabei zweimal mit Fähren überquert. In Rhön dorf wurde durch eine sachkundige Lei tung im Adenauerhaus eine Verbindung über fünf Epochen der deutschen Ge schichte geschlagen. Vom Kaiserreich über die Weimarer Republik und den Nationalsozialismus bis hin in die Nach kriegszeit und die Ära der jungen Bun desrepublik Deutschland und zeigte den Politiker und Staatsmann, aber auch den privaten Adenauer. Die Sieg wurde mit der entspannenden Treidelfähre über quert, und ein herrlicher Tag fand mit ei nem gemütlichen Ausklang im Restaurant Siegfähre, bei dem Informationen zur Tä tigkeit der Seniorenvertretung Rheinland gegeben wurden, seinen Abschluss. Den Initiatoren dieser Tour, den Eheleuten Jutta Pepersack und Rainer Schulze sowie Juppi Lehnen, galt der herzliche Dank. Es wurde nur bedauert, dass nun wieder ein ganzes Jahr bis zur nächsten Radtour gewartet werden muss.

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UNSERE GEWERKSCHAFT

klar: KI und Digitalisierung müssen mit den Beschäftigten gestaltet werden – nicht über ihre Köpfe hinweg.

Grußwort von Staatssekretär Dr. Dirk Günnewig

Ein weiterer Höhepunkt war das Grußwort von Dr. Dirk Günnewig, Staatssekretär im Ministerium der Finanzen des Landes Nord rhein-Westfalen. Er vertrat Finanzminister Dr. Marcus Optendrenk, der kurzfristig durch Aufgaben im Landtag verhindert war. Dr. Günnewig begrüßte die DSTG-Vertre terinnen und -Vertreter aus dem Bundes gebiet in Nordrhein-Westfalen und dankte den Kolleginnen und Kollegen in der Steu erverwaltung für ihre tägliche Arbeit. Ohne sie sei staatliches Handeln nicht denkbar. Er würdigte die DSTG als Partner bei der Modernisierung der Steuerverwaltung. Sei ne Botschaft: Verwaltungsmodernisierung gelingt nur, wenn moderne Technik, klare Strukturen, gute Prozesse und eine Füh rungskultur zusammenwirken, die Verän derung aktiv gestaltet. Dr. Günnewig beschrieb die Steuerver waltung als ‘Herzkammer der Verwaltungs modernisierung’ und die Verwaltung insge samt als ‘Maschinenraum der Demokratie’. Im Mittelpunkt müssten dabei die Beschäf tigten stehen. In der anschließenden offenen Fragerun de wurde deutlich, dass Modernisierung nicht abstrakt diskutiert werden darf. Wer über Digitalisierung, KI und neue Struktu ren spricht, muss auch über Personal, Qua lifizierung, Arbeitsbelastung und Beteili gung sprechen. Die 111. Bundesvorstandssitzung in Düsseldorf hat gezeigt: Die DSTG begleitet diese Zukunftsfragen aktiv, bündelt die Erfahrungen aus den Ländern und setzt sich dafür ein, dass Modernisierung den Beschäftigten und einer leistungsfähigen Steuerverwaltung konkret zugutekommt.

Teilnehmer der DSTG NRW mit Staatssekretär Dr. Dirk Günnewig (8. v.r.)

Austausch, Zukunftsimpulse und klare Botschaften DSTG aus dem Bundesgebiet zu Gast in Düsseldorf Der Bundesvorstand der Deutschen Steuer-Gewerkschaft ist das höchste Entschei dungsgremium zwischen den Gewerkschaftstagen. Zur 111. Sitzung kamen Vertrete rinnen und Vertreter der Landes- und Bezirksverbände aus dem gesamten Bundes gebiet in Düsseldorf zusammen. Im Mittelpunkt standen die verbandsinternen Bera tungen und aktuelle Zukunftsfragen der Steuerverwaltung. Bundesweiter Austausch der DSTG

liefert dafür belastbare Daten und konkre te, evidenzbasierte Handlungsempfehlun gen für eine moderne und leistungsfähige Steuerverwaltung. Mit der Studie stellt die DSTG eine fundierte Grundlage für die steuerpolitische Debatte bereit und gibt ihren Mitgliedsverbänden ein Instrument an die Hand, um Reformimpulse gezielt in Gesprächen mit Politik und Verwaltung einzubringen. Jetzt ist die Politik am Zug. KI als Jahrhundertchance Einen besonderen Impuls setzte Bilal Zafar. Unter dem Titel ‘KI ist keine Technologie wie jede andere – sie ist eine Jahrhun dertchance’ zeigte der Unternehmer, Autor und KI-Speaker, wie Künstliche Intelligenz Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft bereits verändert. Seine zentrale Botschaft: Nicht Angst vor Veränderung, sondern Mut zum Aus probieren sollte den Umgang mit KI prägen. Für die Steuerverwaltung bedeutet das, Beschäftigte zu entlasten, Prozesse zu verbessern und vorhandene Fachkompe tenz gezielter einzusetzen. Für die DSTG ist

Die Sitzung bot den Raum, Erfahrungen aus den Ländern zu bündeln, gemeinsame Posi tionen zu entwickeln und die gewerkschaft liche Arbeit strategisch auszurichten. Zwi schen den Gewerkschaftstagen ist der Bun desvorstand ein zentrales Forum, um Ent wicklungen frühzeitig aufzugreifen und die Interessen der Beschäftigten in der Steuer verwaltung geschlossen zu vertreten. Ne ben den internen Themen wurde die neue Broschüre ‘Steuern JETZT!’ vorgestellt. ‘Steuern JETZT!’ ist die bislang größte bundesweite Doppelstudie zur Wahrneh mung des deutschen Steuersystems und zeichnet ein klares Bild: Der Frust wächst – bei Bürgerinnen und Bürgern wie in der Finanzverwaltung. Die Ergebnisse offen- baren strukturelle Defizite und einen Reformdruck, der so hoch ist wie nie. Erstmals sprechen Bevölkerung und Be schäftigte der Steuerverwaltung mit einer gemeinsamen Stimme. Ihre Forderungen sind klar: weniger Bürokratie, mehr Digitali sierung und eine konsequentere Bekämp fung von Steuerbetrug. ‘Steuern JETZT!’

Gespräche mit Politik und Verwaltung: NRW-Treff Der diesjährige ‘NRW-Treff’ der DSTG bot erneut eine wertvolle Plattform für den offenen Austausch zwischen Gewerkschaft, Politik und Verwal tung. Neben den Vertreterinnen und Vertretern der beiden Bezirksverbände folgten zahlreiche Abgeordnete sowie Vertreter des Ministeriums der Finanzen und der Oberfinanzdirektion der Einladung der Landesvorsitzenden Carolin Konzack. In bewusst ungezwungener Atmosphäre und ohne feste Tagesordnung ergaben sich zahlreiche Gespräche zu aktuellen politischen Fragestellun gen und verwaltungsinternen Entwicklungen. Gerade dieser offene Rahmen ermöglichte einen direkten und konstruktiven Dialog auf Augenhöhe. Besonders erfreulich war die vollständige Teilnahme der Verwaltungsspitzen des Finanzministeriums und der OFD, die damit die Bedeutung des Austauschs mit der DSTG und ihren Vertreterinnen und Vertretern unterstrich. Der NRW-Treff bleibt damit ein wichtiges Forum, um Kontakte zu pflegen, Positionen zu vermitteln und gemeinsame Perspektiven zu entwickeln.

J UGEND

TAR I F

Tarifseminare: Präsenz und online stark nachgefragt D ie Tarifseminare des DSTG-Landestarif ausschusses stießen in diesem Jahr auf

Rheinland eingeführt, um die Zahl der Teilneh menden je Termin überschaubar zu halten. So blieb genügend Raum für Fragen, Diskussio nen und persönliche Beiträge aus der Praxis; das positive Echo der Teilnehmenden unter streicht den Bedarf an modernen, niedrig schwelligen Informationsangeboten im Tarif bereich. Ab September wird ‘Tarif im Spotlight’ auf weitere Regionalgruppen ausgeweitet. Mit ‘Tarif-Kompakt’ startet der DSTG-Bezirks verband Westfalen ein weiteres digitales An gebot, das aktuelle Tarifthemen direkt in die Mittagspause der Beschäftigten bringt. An insgesamt sechs Terminen informiert das Tarif-Team in Westfalen über den Stand der Tarifarbeit, neuen Entwicklungen und ihre Fol gen für die Praxis in der Finanzverwaltung. Im Mittelpunkt stehen schnelle, fundierte Updates zu aktuellen tariflichen Fragen, die von Lisa Prein, Christian Sommer und Jörg Bollenbach im Online-Format vorgestellt wer den. Dabei ist ‘Tarif-Kompakt’ ausdrücklich keine Einbahnstraße: Die Kolleginnen und Kollegen sind eingeladen, ihre Fragen einzu bringen und unmittelbar in den Austausch mit dem Tarif-Team zu gehen. Das Angebot ist für alle Interessierten offen und bewusst niedrigschwellig gestaltet – eine Teilnahme ist ohne Anmeldung mög lich, die Einwahllinks werden vorab rechtzeitig verschickt. Im Anschluss an die sechs Termine sind ab 2027 weitere Online-Seminare ge plant, um den Einstieg zu vertiefen und dau erhaft auf dem neuesten Stand der Tarifpoli tik zu bleiben. Starke Tarifarbeit in drei Regionen Insgesamt zeigt sich: Die DSTG in Nordrhein Westfalen baut ihr Informations- und Bil dungsangebot im Tarifbereich systematisch aus und setzt dabei auf eine Mischung aus Präsenz, kompakten Onlineformaten und re gional zugeschnittenen Angeboten. So bleiben die Beschäftigten nicht nur gut informiert, sondern können die Tarifpolitik aktiv mitge stalten – ob im Seminarraum, per WebEx oder in der digitalen Mittagspause. ‘Tarif-Kompakt’ in Westfalen: Updates in der Mittagspause

eine außergewöhnlich hohe Nachfrage, so wohl in Präsenz als auch im digitalen Raum. Das Präsenzseminar in Dortmund wurde von vielen Teilnehmenden als Meilenstein erlebt, um die Hintergründe und Auswirkungen des Tarifabschlusses 2026 im Detail zu verstehen. DSTG-Landesvorsitzende Carolin Konzack erläuterte die einzelnen Bestandteile des Abschlusses und ordnete die stufenweise Entgelterhöhung tarifpolitisch ein, bevor die Kolleginnen und Kollegen in eine lebhafte Diskussionsrunde einstiegen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Fragen der Ein- und Höhergruppierung in den Dienststellen – einem Thema, das die Beschäftigten unmit telbar im Arbeitsalltag betrifft und bei dem viele offene Punkte direkt vor Ort geklärt werden konnten. Weil das Interesse die verfügbaren Prä senzplätze deutlich überstieg, reagierte der Landestarifausschuss kurzfristig mit einem kompakten digitalen Zusatzangebot. In einem einstündigen Online-Seminar stellten Oliver Preuß, Christian Sommer und Jörg Bollenbach die wichtigsten Kernpunkte und aktuellen Entwicklungen im Tarifbereich vor und stan Mit ‘Tarif im Spotlight’ hat der DSTG-Bezirks verband Rheinland zusätzlich ein neues digi tales Informationsformat speziell für Tarif- beschäftigte gestartet. Bereits die Auftakt veranstaltungen im WebEx-Format zogen über 100 Kolleginnen und Kollegen an, die an zwei Terminen teilnehmen konnten. Inhaltlich spannte ‘Tarif im Spotlight’ einen Bogen von der Zukunft der Finanzverwaltung über aktuelle politische Rahmenbedingungen bis hin zu den anstehenden Herausforderun gen in der Tarifpolitik. Ziel ist es, komplexe Themen kompakt und praxisnah aufzuberei ten und gleichzeitig den direkten Austausch mit den Beschäftigten zu fördern. Bewusst wurde das neue Format zunächst in drei Regionalgruppen des Bezirksverbands den für Fragen zur Verfügung. ‘Tarif im Spotlight’: Digitales Informationsformat im Rheinland

Gemeinsam feiern, vernetzen und unvergessliche Erinnerungen schaffen N ur einen Tag nach der Bekanntgabe der Prü fungsergebnisse des F23 Jahrgangs stand für rund vierzig Mitglieder der DSTG Jugend Rheinland bereits das nächste Highlight auf dem Programm: Gemeinsam ging Inmitten einer großartigen Atmosphäre mit spannenden Matches und bester Stim mung stand vor allem eines im Mittelpunkt: der Aus tausch untereinander. Junge Mitglieder aus den Ortsver bänden – von Bonn über Köln und Düsseldorf bis nach Kle ve – nutzten den Abend, um neue Kontakte zu knüpfen, sich kennenzulernen und bestehende Verbindungen zu vertiefen. Gerade nach einer intensi ven Prüfungsphase für eini ge, bot die Veranstaltung die perfekte Gelegenheit, gemeinsam durchzuatmen, Erfolge zu feiern und den Zusammenhalt innerhalb der DSTG Jugend Rheinland wei ter zu stärken. Dass dabei auch die legendäre Stimmung der Darts-Fans für jede Men ge gute Laune sorgte, ver steht sich von selbst. Ein rundum gelungener Abend mit vielen Gesprächen, neuen Bekanntschaften und jeder Menge Spaß. es zur Darts-PDC Europe Tour nach Leverkusen.

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DSTG-Blickpunkt 07-08/2026

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