DSTG Blickpunkt Nr. 04 April 2026
J UGEND
ANGEMERKT
LG 2.1 Jugendvertretung setzt langjährigen Wunsch der Studierenden durch Während des dreijährigen Studiums an der Hochschule für Finanzen in Nordrhein-Westfalen sind die Studierenden meistens an einem der drei Standorte untergebracht. Bis her war ein Wechsel nur in seltenen Fällen, beispielsweise aus sozialen Gründen wie Pflegebedürftigkeit von nahen Verwandten, möglich.
Wertschätzung – für alle, die das Fundament tragen Die Finanzverwaltung heißt ihre neu en Kolleginnen und Kollegen mit Stolz und Offenheit willkommen. Neben
Carolin Konzack
den ersten Tagen in der Dienststelle und in den Ausbil dungsbezirken, ist die Willkommensveranstaltung im Signal Iduna Park für neue Anwärterinnen und Anwärter in den letzten beiden Jahren Bestandteil der Verwaltungs Willkommens-Kultur geworden. Sie setzen ein wichtiges Zeichen – nämlich, dass der Einstieg in die Finanzverwal tung nicht nur ein Arbeitsplatzwechsel, sondern der Be ginn einer sinnstiftenden Aufgabe im Dienst des Gemein wohls ist. Gleichzeitig vermittelt die Feier gleich zu Be ginn: Ihr seid Teil einer großen, starken Gemeinschaft. Die DSTG NRW begrüßt diese Willkommenskultur. Wer motiviert startet, bleibt auch motiviert – und genau das brauchen wir angesichts der wachsenden Herausforde rungen in unseren Finanzämtern, dem Rechenzentrum und dem LaFin. Gleichzeitig erinnern wir als Gewerkschaft jedoch seit Jahren daran: Wertschätzung darf nicht nur den Neuen gelten. Auch diejenigen, die schon lange das Rückgrat der Verwaltung bilden, müssen gesehen und anerkannt wer den. Viele Kolleginnen und Kollegen empfinden, dass ihr großer Einsatz im Alltag oft als selbstverständlich hinge nommen wird – obwohl ohne ihr Engagement weder Quali tät noch Belastbarkeit der Finanzverwaltung denkbar wä ren. Manchmal entstand der Eindruck, dass sich die Verwal tung zu stark auf die neuen Gesichter konzentriert – so wie bei Handyverträgen, bei denen nur Neukunden von be sonderen Boni profitieren, während die treuen Bestands kunden leer ausgehen. Umso erfreulicher ist es, dass der Finanzminister nun ein deutliches Signal gesetzt hat: Für das Jahr 2026 erhält jede Dienststelle – gestaffelt nach der Anzahl ihrer Mitarbei tenden – ein Budget zur freien Verfügung. Damit können die Dienststellenleitungen – in Absprache mit der jeweili gen Personalvertretung – nun selbst entscheiden, wie sie Motivation, Zusammenhalt und Wertschätzung vor Ort fördern. Ob durch kleine Feiern, gemeinsame Aktivitäten oder gezielte Maßnahmen zur Verbesserung des Arbeits alltags – dieses Budget eröffnet neue Gestaltungsspiel räume. Ich verstehe dies als wichtiges und richtiges Signal. Wertschätzung darf aber kein einmaliges Projekt bleiben. Sie muss dauerhaft erlebbar sein – in besseren Arbeits- bedingungen, verlässlicher Personalplanung und echter Mitbestimmung. Dafür werden wir uns auch weiterhin mit Nachdruck einsetzen. Denn gute Arbeit verdient nicht nur Beifall, sondern auch spürbare Anerkennung – für alle, die Tag für Tag das Fundament unserer Finanzverwaltung bilden.
Dank des Einsatzes unse rer Jugend in der Hauptju gend- und Auszubildenden vertretung sowie des FM und der HSF wird nun ein neues Konzept erprobt, einen Lehr saaltausch auch ohne beson dere Gründe zu beantragen. Voraussetzung ist nur noch, dass man einen Tauschpart ner oder eine Tauschpartne rin findet. Hierfür hat die HSF extra eine Tauschbörse auf Ilias eingerichtet. Somit kann der langjährige
Wunsch der Studierenden endlich umgesetzt werden. Jeder kann nun in den Genuss kommen im Schloss zu studieren oder seine Fahrtzeit zu den Bildungseinrichtun gen zu verkürzen. Außerdem kann so die Vernetzung in nerhalb der Finanzverwaltung gestärkt werden. Ein Lehrsaaltausch an einen anderen Bildungsstandort kann nur ein Mal während des gesamten Studiums bean tragt werden. Für den Fall einer unfreiwilligen Rückversetzung des Lehrsaales an den ursprünglichen Standort lebt das Recht auf Lehrsaaltausch jedoch wieder auf. Versetzungsanträge aus sozialen Gründen bleiben hiervon unberührt. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und wünschen unseren Studierenden weiterhin eine erfolgreiche Berufs ausbildung!
BLICKPUNKT DSTG
Mitteilungsblatt der Deutschen Steuer-Gewerkschaft Landesverband Nordrhein-Westfalen
66. Jahrgang
04/April 2026
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Redakteure: Jörg Bollenbach (BV Westfalen) Helmut Pauls (BV Rheinland) Verantwortlich für den gewerkschaftspolitischen Teil: Carolin Konzack, Landesvorsitzende. Der Bezugspreis ist durch den Mitgliedsbeitrag abgegolten.
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DSTG-Blickpunkt 04/2026
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