DSTG Blickpunkt Nr. 04 April 2026
AG 2.2
Update vom ‘Kollegen KI’: Digitaler Stammtisch zur Zukunft der Finanzverwaltung Am 20. Januar 2026 lud der Arbeitskreis LG 2.2 der DSTG NRW zum digitalen Stammtisch ein. Andrea Echelmeyer, Sprecherin des Arbeitskreises der Laufbahngruppe 2.2, begrüßte die Teilnehmenden zum Thema ‘Update vom Kollegen KI – Gamechanger in der Finanzverwaltung’. Im Fokus standen aktuelle Projekte und die Frage, wie Künstliche Intelligenz (KI) die tägliche Arbeit erleichtern kann.
Impulse aus dem Ministerium mit klarem umsetzungsorientierten, strategischen Kompass Dr. Robin Fink und Diana Gerdes aus dem Finanzministerium NRW (Abtei lung VI) gaben in einem Impulsvortrag einen Überblick über den aktuellen Stand. Seit dem letzten Treffen im
der Kreis in diesem Jahr deutlich ausge weitet: 2500 Beschäftigte der Finanzver waltung sollen Zugang erhalten, auch um die Software entlang der Bedürfnisse der Finanzverwaltung weiter zu verbessern. Das KI-Koordinierungsreferat von Herrn Dr. Fink koordiniert und begleitet die Tes tung seit den Anfängen im Jahr 2023 in
len Bearbeitung. Dies steigert die Effi zienz spürbar. Kulturwandel durch ‘KI-Kitchens’ und ‘DigITeams’ Neben der Technik steht der Mensch im Mittelpunkt. Die KI-Aktivitäten werden in den Finanzämtern durch die ‘DigITeams’
aktiv begleitet. In der OFD NRW wurde zu Testzwecken eine ‘KI-Kitchen’ eingerich tet, die zum Ausprobieren und Austausch einlädt. Ers te Schulungsinitiativen wur den bereits angeboten und sollen weiter ausgebaut werden. KI-Hardware im eigenen Rechenzentrum ermög licht neue innovative Anwendungsfälle
Dezember 2024 hat sich viel getan. Eingebettet sind die Aktivitäten in eine KI-Stra tegie mit den Eckpunkten KI als Unterstützung (Human- in-the-Loop), Technologie offenheit und offene Feh lerkultur – zusammen mit einem klaren umsetzungs orientierten Kompass, der KI-Roadmap. KI ist in der Finanz- verwaltung nutzbar Der sogenannte KI-Erlass
Ziel der Verwaltung ist der Aufbau einer eigenen, gesicherten KI Infrastruktur zur Wahrung der digitalen Souveränität. Das Rechenzentrum der Finanzverwaltung hat hierzu bereits KI-Hardware beschafft und wird dieses Jahr in den Neubau nach Kaarst ziehen. Dies ermöglicht perspektivisch weitere Anwendungsmöglichkeiten von KI auch in sensibleren steuerlichen Datenberei chen, die von der Innovationseinheit ‘KI Cloud-Inkubator’ im RZF gemeinsam mit der OFD entwickelt und erprobt werden. Trotz Herausforderungen bei Ressour cen und Rechtssicherheit zeigte der Stammtisch: Die Finanzverwaltung ist auf dem Weg in die digitale Zukunft.
der Finanzverwaltung aktiv und konnte für die Finanzverwaltung im Vergleich zu anderen Landesressorts die höchste Anzahl an Testzugängen für die weitere Ausbaustufe von NRW.Genius ermögli chen. Entlastung in der Steuerveranlagung Der Nutzen des KI-Einsatzes im Bereich RMS-Veranlagung zeigt sich bereits kon kret. In der Steuerveranlagung identifi zieren KI-Module risikoarme Fälle. In ein fach gelagerten Steuerfällen reduzieren sich dadurch die Fehlerhinweise für die Sachbearbeitung um 15 Prozent. Diese gelangen damit nicht mehr zur personel-
des Finanzministeriums ermöglicht der Verwaltung seit März 2025 unter be stimmten Bedingungen offiziell die Nut zung von frei zugänglichen KI-Chatbots. Zudem können die Beschäftigten der Finanzverwaltung die KI-Funktionen in dem juristischen Fachportal Juris nutzen. Ein Augenmerk des Vortrags lag auf dem internen landeseigenen Chatbot ‘NRW Genius’. Mit dem von IT.NRW ent wickelten Verwaltungsassistenten wur den in ersten Praxistests positive Er gebnisse erzielt, perspektivisch sollen auch sensiblere Daten verarbeitet wer den können. Startete das Projekt zu nächst mit rund 100 Testnutzern, wird
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DSTG-Blickpunkt 04/2026
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