DSTG Blickpunkt Nr. 01-02 | Januar-Februar 2026

Das Mitgliedermagazin der Deutsche Steuer-Gewerkschaft Landesverband Nordrhein-Westfalen

Das Mitgliedermagazin BLICKPUNKT

Deutsche Steuer-Gewerkschaft Landesverband Nordrhein-Westfalen

Nr. 01-02 | Jan.-Feb. 2026

Themen dieser Ausgabe

Seite

Warnstreik am 20. Januar 2026

Landeshauptvorstand: Gewerkschaftspolitik mit klarer Haltung

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Die Seite für die Generation 60+ 06

DSTG-Rechtsschutz: Ihr Sicherheitsnetz im Berufsrecht

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WIR sind viele!

Orange Day: DSTG gemeinsam gegen Gewalt

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WIR sind laut!

mangelnder Wertschätzung und ein Schlag ins Gesicht all der Kolleginnen und Kollegen, die tagtäglich dafür sorgen, dass der Laden trotz Unterbesetzung läuft. Wer so verhandelt, riskiert bewusst eine Eskalation – und trägt die Verantwor tung dafür. Konsequenz: Warnstreik und starke Aktionen in ganz Nordrhein-Westfalen! Als Reaktion auf diese Blockadehaltung hat der dbb die Warnstreikfreigabe erteilt. Der DSTG Bezirksverband Rheinland hat daraufhin für den 20. Januar 2026 die tarif beschäftigten Mitglieder zum Arbeits kampf aufgerufen – mit deutlicher Wir kung! Spielbanken Monheim und Aachen: Heute geschlossen!

WIR sind sauer! In der zweiten Verhandlungsrunde der Tarifrunde TV-L 2025/2026 am 15. und 16. Januar 2026 in Potsdam haben die Arbeitgeber der Länder erneut KEIN verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt.

Stattdessen wurde lediglich skizziert, was aus ihrer Sicht ‘denkbar’ sei:  Entgeltsteigerungen nur knapp über der Inflationsrate,  Nullmonate im Jahr 2025,  eine Laufzeit von 29 Monaten,  deutliche Abstriche bei Zulagen, strukturellen Verbesserungen und bei der Attraktivität für Nachwuchskräfte. Inakzeptables nicht verhandlungsfähiges Angebot = mangelnde Wertschätzung! Damit würden die Beschäftigten der Län der klar hinter dem Abschluss für Bund

und Kommunen (TVöD 2025) zurückfal len. Daher hat die Verhandlungskommis sion des dbb das ‘Angebot’ unmissver ständlich als inakzeptabel zurückgewie sen. Die TdL hat die zweite Runde fak tisch ungenutzt verstreichen lassen und keinerlei ernsthafte Bereitschaft ge zeigt, die drängenden Probleme des öf fentlichen Dienstes anzugehen: Perso nalnot, steigende Arbeitsbelastung und massive Schwierigkeiten bei der Gewin nung und Bindung von Fachkräften. Ein Schlag ins Gesicht! Aus gewerkschaftlicher Sicht ist dieses Vorgehen eine Frechheit, ein Ausdruck

Bereits um 0:00 Uhr legten am 20. Januar 2026 die Revisoren in der Spielbank Monheim die Ar beit nieder. Der Spielbetrieb musste eingestellt wer den. Um 8:00 Uhr

• Fortsetzung auf Seite 2

Blickpunkt online unter www.dstg-nrw.de

WIR sind viele, WIR sind laut, WIR sind sauer! • Fortsetzung von Seite 1 folgte die Spielbank Aachen. Auch hier blieb der Betrieb vollständig geschlossen. Zwei Spielbanken am gleichen Tag dicht, ein klares Signal: Ohne uns läuft nichts! Kundgebungen: 1.200 Teilnehmende gleichzeitig an 5 Standorten Parallel dazu fanden am 20. Januar 2026 Kundgebungen in Aachen, Bonn, Düssel dorf, Essen und Köln statt – bewusst in der Mittagspause, sichtbar, laut und ent schlossen. Insgesamt 1200 Tarifbeschäf tigte und Beamtinnen und Beamte folg ten dem Aufruf der DSTG Rheinland. Die

ANGEMERKT

Stärke zeigt sich im Zuhören Eine lebendige Demokratie lebt von der Begegnung unterschiedlicher Meinungen. Wo Menschen Verant wortung übernehmen, wird diskutiert,

Carolin Konzack

abgewogen und gestritten – und genau das ist gut so. Meinungsvielfalt bedeutet nicht Beliebigkeit, sondern Ausdruck von Engagement und Interesse. Doch immer öf ter ist zu beobachten, dass Diskussionen nicht mehr der Suche nach Lösungen dienen, sondern der Abgrenzung. Statt Argumente auszutauschen, werden Etiketten verteilt. Dabei entscheidet nicht die Lautstärke, sondern die Bereitschaft, zuzuhören. Eine gute Streitkultur fordert Mut – den Mut, die eigene Position zu vertreten, aber auch den Mut, sich vom Gegenüber ehrlich hinterfragen zu lassen. Wer wirklich zuhört, muss nicht automatisch nachgeben, zeigt aber Respekt und Offenheit. Diese Haltung ist keine Schwäche, sondern eine Stärke, die Zusammenhalt för dert. Politische Diskussionen, ob in Parlamenten, Medien oder sozialen Netzwerken, sind oft von Zuspitzung geprägt. Das gehört ein Stück weit dazu – Politik lebt von Profil und Leidenschaft. Doch wo Respekt verloren geht, verliert auch das Argument seine Wirkung. Demokratie braucht Men schen, die überzeugt sind, aber nicht überheblich werden, die andere nicht ausgrenzen, nur weil sie anders denken. Gerade in der öffentlichen Verwaltung erleben viele täg lich, wie wichtig es ist, unterschiedliche Sichtweisen zu verstehen. Kolleginnen und Kollegen bringen Erfahrungen aus verschiedensten Lebenssituationen ein, begegnen Bürgerinnen und Bürgern mit unterschiedlichen Erwar- tungen und vertreten eigene Vorstellungen davon, was gerecht und praktikabel ist. In Verwaltung und Gewerk schaften gilt deshalb: Nur wer offen diskutiert, schafft tragfähige Kompromisse. Auch in der DSTG NRW ist Platz für unterschiedliche Meinungen. Ob bei Fragen zur Digitalisierung, zur Belas tung in den Finanzämtern oder zur Nachwuchsgewinnung – Vielfalt in der Diskussion führt zu besseren Ergebnissen. Unser gemeinsames Ziel bleibt klar: Gute Arbeitsbedingun gen und ein leistungsfähiger, zukunftsfähiger öffentlicher Dienst. Doch der Weg dorthin gewinnt an Qualität, wenn Argumente ausgetauscht, Erfahrungen geteilt und Per spektiven ernst genommen werden. Respektvolle Debatten sind kein Selbstzweck, sondern Ausdruck von Professionalität und Reife. Eine Organisati on, die Streit aushält, ist handlungsfähig. Eine Gemein schaft, die zuhört, bleibt lebendig. In diesem Sinne sollten wir uns weiterhin für eine Diskussionskultur starkmachen, die beides vereint: klare Positionen und offene Ohren. Denn Stärke zeigt sich nicht darin, den anderen zu über- tönen – sondern darin, gemeinsam den besseren Weg zu finden.

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Beteiligung zeigt eindrucksvoll: Der Frust sitzt tief, die Bereitschaft zum Protest ist groß, der Zusammenhalt stimmt. Das Video dokumentiert diese Rheinland- power eindrucksvoll!

tatkräftiger Unterstützung der jeweili gen Ortsverbände vom 20. bis 22. Januar 2026 ein deutliches Signal an die Arbeit geber gesendet. An allen drei Standorten kamen zahl reiche Kolleginnen und Kollegen zusam men, um ihren Forderungen von sieben Prozent, mindestens 300 Euro Entgelt steigerung Nachdruck zu verleihen. Ins gesamt beteiligten sich mehrere hun dert Beschäftigte, unterstützt von Ver treterinnen und Vertretern der DSTG auf Landes- und Bezirksebene. Mit dabei waren unter anderem die DSTG NRW Landesvorsitzende Carolin Konzack, die Bezirksverbandsvorsitzende Andrea Sauer-Schnieber, Mitglieder des Landes

Tarif-Ausschusses wie Oliver Preuß und Christian Sommer sowie die Tarifvertre ter der DSTG Westfalen-Lippe Jörg Bol lenbach und Lisa Prein. Auch befreunde te dbb Gewerkschaften zeigten an allen Orten ihre Solidarität. Einsturz der Blockademauer Ein wiederkehrendes und eindrucksvol les Symbol der Aktionen war der Ein sturz einer ‘Mauer’, die die Blockadehal tung der Arbeitgeberseite verdeutlichte. Unter lautem Beifall fiel sie in Siegen, Dortmund und Münster jeweils in sich zusammen – ein starkes Bild für die gemeinsame Entschlossenheit der Beschäftigten.

Zum Video: https://www.dstg- rheinland.de/wp-content/ uploads/sites/5/ Nadelstichaktion-2026- erste-Version-Findus-FullHD.mp4

Mittagspausen-Aktionen in Siegen, Dortmund und Münster Auch die DSTG Westfalen-Lippe zeigte ihre Reaktion auf die 2. Verhandlungs- runde. Mit drei kraftvollen Mittagspau sen-Aktionen in Siegen, Dortmund und Münster hat der Bezirksverband unter

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UNSERE GEWERKSCHAFT

Landeshauptvorstand Gewerkschaftspolitik mit klarer Haltung

Am 11. Dezember 2025 kam der Landeshauptvorstand (LaHaVo) der DSTG NRW in den Dortmunder Westfalenhallen zu seiner jährlichen Sitzung zusammen. Das zweithöchste Gremium der DSTG NRW nach dem Gewerkschaftstag bildete einmal mehr den zentralen Rahmen für Austausch, Diskussion und Richtungs entscheidungen in gewerkschafts- und finanzpolitischen Fragen.

Tätigkeitsberichte vor. Mit großem Ein satz und Fachkompetenz haben sie die Gewerkschaftsarbeit in den verschiede nen Themenfeldern vorangetrieben. Besuch des Finanzministers: Austausch mit klarer Botschaft Am Nachmittag durfte die DSTG NRW den nordrhein-westfälischen Finanzminister Dr. Marcus Optendrenk begrüßen. Mit Fah nen und Gesängen sorgten die Delegierten für eine eindrucksvolle gewerkschaftliche Kulisse – und setzten zugleich ein sicht- bares Zeichen der Mobilisierungsbereit schaft für die laufende Tarifrunde. In seiner Rede ging der Minister auf den Landeshaushalt 2026, die Einkom mensrunde sowie geplante Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung der Finanz verwaltung ein. Zudem informierte er über den Stand der Projekte zur Ver- besserung der Betriebsstabilität in den IT- und Fachverfahren. In der anschlie ßenden Diskussion zeigten die Vertrete rinnen und Vertreter der DSTG NRW klare Haltung: Wertschätzung, faire Bezahlung und verlässliche Arbeitsbedingungen bleiben die Grundlage für eine starke und leistungsfähige Finanzverwaltung. Der Landeshauptvorstand 2025 machte deutlich, dass die DSTG NRW mit klarer Stimme spricht – für die Interessen der Beschäftigten, für eine gerechte Bezah lung und für eine moderne, funktions- fähige Finanzverwaltung in Nordrhein Westfalen.

Einkommensrunde 2025/2026: Diskussion und Entschlossenheit

rungen in der nordrhein-westfälischen Finanzverwaltung. Welche Veränderun gen stehen konkret bevor? Wie verän dert sich die Ämterlandschaft? Welche Auswirkungen hat das auf Beschäftigte und Arbeitsstrukturen? Der LaHaVo machte deutlich: Jede Modernisierung darf nicht zulasten der Beschäftigten gehen. Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Beamtenbesoldung Die stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Andrea Sauer-Schnie ber, die zugleich auch stellvertretende Vorsitzende des DBB NRW ist, stellte das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 17. September 2025 zur amtsange messenen Alimentation vor. Die rechtli chen Konsequenzen, aber auch die politi schen Folgerungen für Bund und Länder wurden intensiv erörtert. Die DSTG NRW bekräftigte ihre Erwartungen: Die Lan desregierung muss die verfassungsmä ßigen Maßgaben zeitnah und vollständig umsetzen. Tätigkeitsberichte der Querschnitte und Arbeitskreise Wie in jedem Jahr legten die landeswei ten Querschnitte und Arbeitskreise ihre

Ein Schwerpunkt lag erwartungsgemäß in der Einkommensrunde 2025/2026. Die Delegierten diskutierten die Forderungen der Gewerkschaften, zogen Bilanz zur schon traditionell ernüchternden ersten Verhandlungsrunde und beschlossen den weiteren Kurs. Deutlich wurde, dass die Kolleginnen und Kollegen bereit sind, ih ren Forderungen Nachdruck zu verleihen, falls die Arbeitgeberseite nicht zu einem fairen Abschluss bereit ist. Solidarität, Ge schlossenheit und Entschlossenheit präg ten die Wortbeiträge der Anwesenden. Ein weiterer zentraler Themenblock be traf den Landeshaushalt 2026. Die Lan desvorsitzende Carolin Konzack stellte die Erfolge heraus, die die DSTG NRW für die Finanzverwaltung erreichen konnte – insbesondere im Bereich von Stellen und Stellenhebungen. Zugleich wurde kritisch beleuchtet, welche Herausforderungen der Haushaltsvollzug im kommenden Jahr mit sich bringt. Ebenfalls auf der Tagesordnung stan den die anstehenden Strukturverände Landeshaushalt und Strukturverände rungen in der Finanzverwaltung

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AUS DEN BEZIRKSVERBÄNDEN

OV Olpe Engagiertes Jahr und große Verbundenheit A m 8. Dezember 2025 fand im Finanzamt Olpe die diesjährige Jahreshauptversammlung des DSTG-Ortsverbandes Olpe statt. Ortsverbandsvorsitzender Georg Allebrodt begrüßte zahlreiche Mitglieder und freute sich über die rege Teilnahme. In seinem Tätigkeitsbericht blickte er auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Besonders hob er die Jugendfahrt hervor, an der viele junge Kolleginnen und Kollegen teilgenommen haben, sowie eine erstmals in Olpe durchgeführte Veranstaltung zum Thema Rente und aktuelle Informationen für Regierungs- beschäftigte . Beide Angebote zeigten eindrucksvoll, dass die DSTG die Interessen aller Beschäftigten – ob verbeamtet oder angestellt – im Blick hat. Ehrung der Jubilare Ein Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung langjähriger Mitglieder . Georg Allebrodt dankte den Jubilaren für ihre Treue zur DSTG – eine Verbundenheit, die oft weit über das Rentenal ter hinausreicht. Besonders beeindruckend waren die Auszeich nungen für 60- und sogar 70-jährige Mitgliedschaften . Gastvortrag von Thomas Quast Als Gast kehrte Thomas Quast, stellvertretender Vorsitzender der DSTG Westfalen-Lippe, an seine frühere Wirkungsstätte zurück. In seinem Vortrag informierte er über aktuelle gewerk schaftliche Themen:  die Bedeutung der amtsangemessenen Besoldung und die Notwendigkeit, rechtzeitig Widerspruch einzulegen,  die laufende Einkommensrunde 2025/2026, die entschei dend für die Attraktivität des öffentlichen Dienstes ist,  sowie die weiterhin angespannte Personalsituation in der Finanzverwaltung – zum 1. September 2025 waren fast 1000 Stellen unbesetzt. Quast betonte, dass ein entschlossenes Auftreten aller Be schäftigten in der Tarifauseinandersetzung notwendig sei. Nur so könne der öffentliche Dienst im Wettbewerb um Nach wuchskräfte bestehen.

BV Rheinland DSTG Rheinland setzt starkes Zeichen beim WDR 2-Weihnachtswunder B ereits zum zweiten Mal hat sich die DSTG Rheinland am WDR 2-Weihnachtswunder beteiligt. Und wie! Durch zahl reiche und kreative Aktionen, Sammelinitiativen in den Orts verbänden und den großen persönlichen Einsatz vieler DSTG Mitglieder, konnte der Tarif-Chef der DSTG Rheinland, Oliver Preuß, voller Stolz die Summe von 24331 Euro überreichen. Die gemeinsame Übergabe der Spende, die live übertragen wurde, fand auf dem Essener Aktionsplatz statt und wurde von Mitgliedern aus verschiedenen DSTG-Ortsverbänden laut stark unterstützt. Die Spendenübergabe selbst entwickelte sich zu einem be sonders bewegenden Moment. Oliver Preuß brachte es auf den Punkt: »Die Übergabe war unglaublich emotional. Gemeinsam auf dem Platz zu stehen und zu sehen, was wir zusammen er reicht haben, war für uns alle ein sehr bewegender Moment.« OV FA Düsseldorf-Nord Austausch im Landtag: Themen, die den Ortsverband bewegen A m 9. Dezember 2025 besuchten Mitglieder des DSTG-Orts verbandes FA Düsseldorf-Nord den Landtag Nordrhein Westfalens. Nach einer informativen Führung bot sich die Ge legenheit zu einem offenen Austausch mit Deborah Dautzen berg, Z-Abteilungsleiterin im Finanzministerium. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die fehlende Wert schätzung für die Kolleginnen und Kollegen in den Festset zungsämtern sowie Fragen rund um das Tarifrecht und die ak tuelle Tarifrunde. Weitere Themen waren die Willkommensfei er in Dortmund, das Projekt ‘Workcation’, der sogenannte Hei zungserlass und das Personalentwicklungskonzept (PEK). Der Ortsverband dankt Deborah Dautzenberg für den kon struktiven Dialog. Zum Abschluss ließen die Teilnehmenden den Tag bei einem Besuch des Düsseldorfer Weihnachtsmark tes in festlicher Atmosphäre ausklingen.

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DSTG Ruheständler unterstützen Demo-Aktionen

60+ Die Seite für die Generation

Zahlreiche DSTG Ruheständler haben sich an den vielfältigen Demonstrationsaktionen der DSTG im Zu

sammenhang mit der aktuellen Tarif- und Besoldungsrunde beteiligt. Bei den lokalen Warnstreikaktionen und ‘bewegten Mittagspausen’ vor den Finanzämtern und Spielbanken waren DSTG Senioren als Teilnehmende und Organisatoren dabei. Auch vor dem Bundesrat in Berlin haben DSTG-Ruheständler aus Nordrhein Westfalen demonstriert und insbesondere die Übernahme der Tarifergeb nisse für Versorgungsempfänger eindrucksvoll von den Finanzministerinnen und -ministern der Länder eingefordert!

DSTG-Senioren unterwegs Usedom-Seminar 18. bis 23. Oktober 2026

Das alljährliche Kooperationsseminar zwischen der DSTG-Landesseniorenvertretung und dem Deutschland- und Europapolitischen Bildungswerk NW (DEPB) führt die DSTG-Mitglieder mit Ihren Angehörigen oder Freunden vom 18. bis 23. Oktober 2026 auf die Ostseeinsel Usedom. Die politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung der deutsch-polnischen Grenzregion steht neben den touristischen Aspekten im Mittelpunkt der Veranstaltung. Das Seminar stellt die Region in ihrer Geschichte und Gegenwart vor.

Folgende Inhalte und Themen sind unter anderem vorgesehen:  Inselrundfahrt Usedom  Exkursion zur Insel Wollin und Gespräche zum Tourismus  Besuch der Regio Swinemünde  Besuch der Gedenkstätte Golm in Kamminke  Besuch in Wolgast und der Peene-Werft  Führung durch das historische Info-Zentrum Peenemünde  Hansestadt Greifswald (Stadtrundfahrt und -gang)

Leistungen:  Fahrt im Komfort-Reisebus – Busgestellung vor Ort  5 x Übernachtung/ Frühstück im 4-Sterne Vineta Hotel Zinnowitz  3 x Halbpension im Hotel bzw. verschieden Restaurants  Seminarprogramm, einschließlich Exkursionen, Eintritte, Besichtigungen  DEPB – DSTG Leitung

Kosten: 750 Euro DZ / 950 Euro EZ (Abfahrtsorte HBF Essen und Münster oder nach vorheriger Vereinbarung an Raststätten)

Bildungsurlaub/Sonderurlaub möglich.

Für Rückfragen und Anmeldungen stehen zur Verfügung: DEPB – 05482 9398-0 (Frau Lockstedt), Brochterbecker Straße 28, 49545 Tecklenburg, www.depb.de, info@depb.de Die DSTG-Landesseniorenvertretung wünscht eine angenehme Reise, wo das freundschaftlich und kollegiale Miteinander ebenso im Mittelpunkt steht.

Foto: AdobeStock

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DSTG-Blickpunkt 01-02/2026

SERV I CE

SPORT

DSTG-Rechtsschutz Ihr Sicherheitsnetz im Berufsrecht

FSG Rheinland »Alle ins Gold!« – FSG Rheinland trifft ins Schwarze

E ine der wichtigsten Leis tungen der DSTG NRW ist der umfassende Rechts schutz. Über die Bezirksver bände Rheinland und West falen-Lippe erhalten Mitglie der kostenlose juristische Beratung und Vertretung in allen dienstlichen Angelegen heiten (gemäß der Rahmen rechtsschutzordnung des dbb und des DBB NRW). Schwerpunkt: Beihilfe Beihilfebescheide sind oft komplex und fehleranfällig. Wir prüfen Ihre Bescheide detailliert und legen bei un berechtigten Kürzungen Widerspruch ein. So sichern wir Ihre finanziellen Ansprü che im Krankheitsfall. Herausforderung: Diszipli narverfahren Disziplinarverfahren sind belastend und können die berufliche Existenz gefähr den. Typische Vorwürfe sind:  Verletzung des Steuerge Arbeitszeiterfassung,  Respektloses Verhalten oder unerlaubte Nebentätigkeiten. Aktuell hat die Anzahl an Dis ziplinarverfahren zur Arbeits zeiterfassung zugenommen. FlexworX eröffnet grundsätz lich die örtliche und zeitliche Flexibilisierung der Arbeit durch den Beschäftigten. Berufliche Interessen sind so mit der privaten Lebenssitua heimnisses (zum Beispiel bei unbefugtem Daten- abruf),  Fehler bei der

tion im Sinne einer Work- Life-Balance besser verein bar. Die FlexworX – Regelung verschafft daher allen Be schäftigten ein hohes Maß an ‘Ort- und Zeitsouveränität’. Vertrauensarbeitszeit und Dienstpflicht Aber auch bei FlexworX gilt: Die geschuldete Arbeitszeit ist zu leisten. Das Modell ge währt Freiheit bei der Zeitein teilung, entbindet jedoch nicht von der Dienstleis tungspflicht. Wer daher Zei ten aufschreibt, in denen kein Dienst geleistet wurde, be geht einen Arbeitszeitbetrug. Im Beamtenrecht ist dies ein Dienstvergehen (Verstoß ge gen die Wahrheitspflicht und die Pflicht zum vollen Ein satz). Dies führt zwingend zu einem Disziplinarverfahren. Die Konsequenzen reichen von einer Geldbuße bis zur Entfernung aus dem Dienst. Grenzen des Schutzes Der Rechtsschutz greift nicht bei vorsätzlich begangenen Taten. Wer vorsätzlich han delt, verliert den Anspruch auf Unterstützung durch die Solidargemeinschaft. Fazit Ob alltägliche Fragen zur Beihilfe oder zu existenzbe drohenden Disziplinarverfah ren: Der DSTG-Rechtsschutz ist effektiv und steht fest an Ihrer Seite. Erfahrene Juris tinnen und Juristen sorgen in diesen Fällen für Waffen gleichheit gegenüber der Verwaltung und begleiten Sie durch das Verfahren.

»Alle ins Gold!« – so lautet der Gruß bei den Bogenschützen. Diesen Spruch wollten die Kolleginnen und Kollegen nicht nur hören, sondern auch selbst erleben. Darum bot die FSG Rhein land einen Schnupperkurs im Bogenschießen an, der in Gel dern auf große Begeisterung stieß. Unter Anleitung von Daniela Laarmanns machten sich die Teilnehmenden hochmotiviert ans Werk. Nach ei ner kurzen Einführung in Technik und Sicherheit hieß es: Bogen spannen, zielen, loslassen! Was auf den ersten Blick einfach aus sieht, verlangt in Wirklich

keit Konzen tration, Kör perbeherr schung und Geduld. Schnell merk ten alle, dass

sich ein Treffer ins ‘Gold’ – also

in die Mitte der Zielscheibe – nicht

so leicht erzielen lässt. Auch ehemalige Kursteil nehmende nutzten die Gelegen heit, um ihr Können aufzufrischen und

Tipps mit den ‘Neulingen’ zu teilen. Gemeinsam lernten alle die verschiedenen Bogenarten kennen – vom klassischen Lang bogen bis zum modernen Compoundbogen. Besonders beein druckend war die Demonstration von Trainer Klaus, der mit seinem High-End-Recurve-Bogen treffsicher die Mitte traf und zeigte, wie viel Präzision und Übung hinter dieser Sportart steckt. Am Ende stand für alle fest: Beim Bogenschießen geht es weniger um Wettkampf, sondern um Konzentration, Bewe gung und jede Menge Spaß. Nach einem gelungenen Tag verabschiedeten sich die Teilnehmenden mit dem typischen Bogenschützengruß: »Alle ins Gold!« Das Trainerduo Klaus und Daniela zeigte sich sehr zufrieden mit dem Eifer der Gruppe – und versprach, den Kurs auch künftig wieder anzubieten. Ein echtes Treffer-Erlebnis für alle Beteiligten!

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J UGEND

FRAUEN

Orange Day DSTG gemeinsam gegen Gewalt

Landesjugend Neuwahlen – frischer Schwung für ein starkes Team

I m Jahr 1999 wurde der 25. November von den Vereinten Nationen offiziell zum internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen erklärt – ein klares Zeichen gegen jegliche Form der Gewalt, die Mädchen, Frauen und queere Unter diesem Motto wird jährlich in einer UN-Kampagne in der Zeit vom 25. November, dem sogenannten ‘Oran ge-Day’ bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, auf diese Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerk sam gemacht. Die Farbe Orange Personen betrifft. Orange the World

Höchststand: Über 265.000 Menschen waren betroffen – rund 73 Prozent der Betroffenen sind Frauen. Ein gesamtgesellschaftliches Problem Anders als häufig vermutet, betrifft Gewalt im Geschlechterverhältnis und Gewalt gegen Frauen alle sozialen und Bildungsgruppen, so die Bundesstiftung Gleichstellung. Sie lasse sich auch nicht überwiegend auf ‘andere Kulturen’ beziehen. Besonders häufig betroffen sind Frauen, die in Kindheit und Jugend bereits Gewalt durch Eltern oder zwi schen den Eltern erlebt haben. Darüber hinaus stellt für Frauen die Trennungs- und Scheidungssituation, wenn sie sich von kon trollierenden und gewaltbereiten

A m 12. Januar 2026 kamen fünf zehn engagierte Jugendvertre terinnen und -vertreter aus den beiden Bezirksverbänden zum 7. Landesjugendtag der DSTG-Ju gend NRW zusammen – und sorgten für jede Menge neuen Teamspirit! Bei den Neuwahlen wurde Maxi milian Lämmel vom BV Westfalen Lippe, OV LaFin Hamm (Bild) als Vorsitzender der Landesjugend- leitung einstimmig bestätigt – Herzlichen Glückwunsch! Jasper Fehr, bisher Schatzmeis ter, trat nicht erneut an. An seiner Stelle übernimmt nun Sonja Dahl (BV Rheinland; OV Brühl) das Amt. Ein herzliches Dankeschön an Jas per für seine tolle Arbeit und gro ßen Einsatz in den letzten Jahren – und viel Erfolg an die neue Lan desjugendleitung für die kommen de Amtszeit! Gemeinsam geht’s mit voller Energie weiter für die Interessen der jungen Beschäftigten in der Finanzverwaltung!

steht dabei für eine hellere, strahlendere Zukunft, in der Frauen nicht mehr Opfer von Gewalt werden. Gewalt gegen Frauen ist auch in Deutschland keine Seltenheit, sondern

Partnern trennen, eine Hochrisikosi tuation dar. Die DSTG Frauen vertretung hat sich dem Aufruf der UN-Kampagne ange schlossen. Auch in Nordrhein-Westfalen wurde an vielen Stand

leider fast alltäg lich. Frauen wer den besonders häufig Opfer be

stimmter Gewalttaten, und zwar sowohl im persönlichen bzw. familiären Umfeld als auch in der Öffentlichkeit. So stieg im Jahr 2024 die Zahl der polizeilich erfassten Opfer von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung in Deutschland bei Frauen auf über 39000 Fälle (zum Vergleich 2014: 11800 Fälle). Das Erschreckende: die Täter sind sehr häufig keine Fremden, sondern Menschen aus dem persönlichen Um feld, Familienangehörige oder Partner. Also Menschen, von denen man eigent lich erwartet, dass sie in besonderem Maße um das Wohlergehen ihrer Ange hörigen besorgt sind. 2024 erreichte die häusliche Gewalt sogar einen neuen

orten durch Aktionen auf die UN-Kam pagne aufmerksam gemacht. Dabei durfte natürlich die Farbe Orange nicht fehlen. So wurde Orange die Mode-Far be des Tages, sei es bei Dienstbespre chungen oder den von einigen DSTG Ortsverbänden durchgeführten Veran staltungen. Sehr gut angekommen ist auch die Idee an diesem Tag – farblich passend – Clementinen an die Beschäf tigten zu verteilen. Tolle Aktionen, mit denen sowohl die weiblichen als auch die männlichen DSTG-Mitglieder darauf aufmerksam machten, dass für Gewalt kein Platz in der Gesellschaft ist.

Mitteilungsblatt der Deutschen Steuer-Gewerkschaft Landesverband Nordrhein-Westfalen 66. Jahrgang 01-02/Januar/Februar 2026 BLICKPUNKT DSTG

E-Mail: mediacenter@dbbverlag.de, Preisliste 33, gültig ab 1. Januar 2025 Anzeigenleitung: Marion Clausen Herstellung: L.N. Schaffrath GmbH & Co KG, Druck Medien, Marktweg 42-50, 47608 Geldern Redaktion: Elisabethstraße 40, 40217 Düsseldorf,

Herausgeber: Deutsche Steuer-Gewerkschaft (im Dachverband des dbb), Landesverband Nordrhein-Westfalen, Elisabethstraße 40, 40217 Düsseldorf, Telefon (0211) 90695-0, E-Mail: dstg.nrw@t-online.de Verlag: Steuer-Gewerkschaftsverlag, Friedrichstraße 169/170, 10117 Berlin Anzeigen: dbb verlag gmbh, Mediacenter, Dechenstraße 15a, 40878 Ratingen, Telefon (02102) 74023-0

Redakteure: Jörg Bollenbach (BV Westfalen) Helmut Pauls (BV Rheinland) Verantwortlich für den gewerkschaftspolitischen Teil: Carolin Konzack, Landesvorsitzende. Der Bezugspreis ist durch den Mitgliedsbeitrag abgegolten.

Telefon (0211) 90695-0, Telefax (0211) 90695-22

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