DSTG Blickpunkt Nr. 01-02 | Januar-Februar 2026

UNSERE GEWERKSCHAFT

Landeshauptvorstand Gewerkschaftspolitik mit klarer Haltung

Am 11. Dezember 2025 kam der Landeshauptvorstand (LaHaVo) der DSTG NRW in den Dortmunder Westfalenhallen zu seiner jährlichen Sitzung zusammen. Das zweithöchste Gremium der DSTG NRW nach dem Gewerkschaftstag bildete einmal mehr den zentralen Rahmen für Austausch, Diskussion und Richtungs entscheidungen in gewerkschafts- und finanzpolitischen Fragen.

Tätigkeitsberichte vor. Mit großem Ein satz und Fachkompetenz haben sie die Gewerkschaftsarbeit in den verschiede nen Themenfeldern vorangetrieben. Besuch des Finanzministers: Austausch mit klarer Botschaft Am Nachmittag durfte die DSTG NRW den nordrhein-westfälischen Finanzminister Dr. Marcus Optendrenk begrüßen. Mit Fah nen und Gesängen sorgten die Delegierten für eine eindrucksvolle gewerkschaftliche Kulisse – und setzten zugleich ein sicht- bares Zeichen der Mobilisierungsbereit schaft für die laufende Tarifrunde. In seiner Rede ging der Minister auf den Landeshaushalt 2026, die Einkom mensrunde sowie geplante Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung der Finanz verwaltung ein. Zudem informierte er über den Stand der Projekte zur Ver- besserung der Betriebsstabilität in den IT- und Fachverfahren. In der anschlie ßenden Diskussion zeigten die Vertrete rinnen und Vertreter der DSTG NRW klare Haltung: Wertschätzung, faire Bezahlung und verlässliche Arbeitsbedingungen bleiben die Grundlage für eine starke und leistungsfähige Finanzverwaltung. Der Landeshauptvorstand 2025 machte deutlich, dass die DSTG NRW mit klarer Stimme spricht – für die Interessen der Beschäftigten, für eine gerechte Bezah lung und für eine moderne, funktions- fähige Finanzverwaltung in Nordrhein Westfalen.

Einkommensrunde 2025/2026: Diskussion und Entschlossenheit

rungen in der nordrhein-westfälischen Finanzverwaltung. Welche Veränderun gen stehen konkret bevor? Wie verän dert sich die Ämterlandschaft? Welche Auswirkungen hat das auf Beschäftigte und Arbeitsstrukturen? Der LaHaVo machte deutlich: Jede Modernisierung darf nicht zulasten der Beschäftigten gehen. Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Beamtenbesoldung Die stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Andrea Sauer-Schnie ber, die zugleich auch stellvertretende Vorsitzende des DBB NRW ist, stellte das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 17. September 2025 zur amtsange messenen Alimentation vor. Die rechtli chen Konsequenzen, aber auch die politi schen Folgerungen für Bund und Länder wurden intensiv erörtert. Die DSTG NRW bekräftigte ihre Erwartungen: Die Lan desregierung muss die verfassungsmä ßigen Maßgaben zeitnah und vollständig umsetzen. Tätigkeitsberichte der Querschnitte und Arbeitskreise Wie in jedem Jahr legten die landeswei ten Querschnitte und Arbeitskreise ihre

Ein Schwerpunkt lag erwartungsgemäß in der Einkommensrunde 2025/2026. Die Delegierten diskutierten die Forderungen der Gewerkschaften, zogen Bilanz zur schon traditionell ernüchternden ersten Verhandlungsrunde und beschlossen den weiteren Kurs. Deutlich wurde, dass die Kolleginnen und Kollegen bereit sind, ih ren Forderungen Nachdruck zu verleihen, falls die Arbeitgeberseite nicht zu einem fairen Abschluss bereit ist. Solidarität, Ge schlossenheit und Entschlossenheit präg ten die Wortbeiträge der Anwesenden. Ein weiterer zentraler Themenblock be traf den Landeshaushalt 2026. Die Lan desvorsitzende Carolin Konzack stellte die Erfolge heraus, die die DSTG NRW für die Finanzverwaltung erreichen konnte – insbesondere im Bereich von Stellen und Stellenhebungen. Zugleich wurde kritisch beleuchtet, welche Herausforderungen der Haushaltsvollzug im kommenden Jahr mit sich bringt. Ebenfalls auf der Tagesordnung stan den die anstehenden Strukturverände Landeshaushalt und Strukturverände rungen in der Finanzverwaltung

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DSTG-Blickpunkt 01-02/2026

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