Das Gymnasium in Rheinland-Pfalz 2025-1A
Personalratswahlen 2025
kehr zu G9 unvermeidbar geworden. Das Ministerium hat den Rückweg zu G9 unter bestimmten Bedingungen geöffnet. Berufspolitische Aspekte am Gymnasium: Stellen und Besoldung/Gehalt A14 als Einstiegsamt für Gymnasiallehrkräfte und attraktive Beförderungsmöglichkeiten sowie eine entsprechende Höhergruppierung der übrigen Besoldungsämter und Tarif gruppen bis hin zu Schul- und Seminarleitungen – sie alle verdienen ein »Upgrade«. Die Stellen für eine funktionslose Beförderung nach A14 müssen erhalten bleiben und dringend aus- statt abgebaut werden. Statt 500 Kolleginnen und Kollegen sollen, so der Doppelhaushalt 2025/2026, nur noch 200 jährlich funktions los befördert werden. Dies ist erneut ein Schlag ins Gesicht von Gymnasiallehrkräften, die sowieso schon am stärksten belas tet sind. Ausschließlich wir als Philologenverband vertreten hier Ihre Interessen, und zwar laut und deutlich. Anders als unsere Konkurrenzgewerkschaft kämpfen wir da für, dass Gymnasiallehrkräfte im Vergleich zu anderen Lehr ämtern nicht länger schlechtergestellt werden: Es ist ein offe nes Geheimnis, dass man mit A12 an der Grundschule bei gleichem zeitlichem Einsatz mehr verdienen kann als mit A 13 Z am Gymnasium. Wir sprechen als einzige diese unlieb same Wahrheit aus und kämpfen für gerechte Bezahlung für Gymnasiallehrkräfte, aber auch insgesamt ein stabiles Besol dungssystem, das auch andere Berufsgruppen wie Polizei, amtliche Ingenieure und weitere im Blick behält. Die Anzahl der Referendariatsplätze ist lange Zeit gestiegen, was auch unserem intensiven Druck und dem Einsatz für den Ausbau bestehender Studienseminare und der Einrichtung zu sätzlicher Seminarstandorte in Altenkirchen, Daun und Landau zu verdanken war: Es geht nicht an, dass junge Men schen erst ein bis mehrere Semester warten müssen, bis sie ihre Ausbildung abschließen können. Sehr genau beobachten wir die Entwicklung der Bewerberzahlen für das Referendariat und stehen den Seminaren mit Rat und Tat zur Seite. Wir fordern mehr Planstellen , denn qualifizierte Vertretungs lehrkräfte lassen sich nicht länger mit PES abspeisen. Auch an den Studienseminaren benötigen wir echte A15-Fach leiterstellen statt bloßer Lehrbeauftragungen ohne die ent sprechende Gehaltsgruppe. Das rheinland-pfälzische Altersteilzeitmodell für Lehrkräfte wurde zunächst bis Ende 2026 verlängert. Als Philologenver band setzen wir uns sowohl über den dbb als auch über den Hauptpersonalrat für eine weitere Verlängerung ein. Daneben fordern wir die Rückgabe der Altersermäßigung (eine Stunde Ermäßigung ab 55 Jahren, zwei Stunden ab 58 und drei Stun- → → → → → → →
den Ermäßigung ab 63), die vor einigen Jahren zur Finanzie rung der Altersteilzeit abgeschafft wurde. Es hat ein bisschen gedauert, aber nun ist sie da: die Möglich keit eines digitalen Dienstgerätes . Jetzt gilt es, für die An schlussfinanzierung zu sorgen, damit die Geräte bei Bedarf repariert bzw. ersetzt werden können. Wir setzen uns außer dem für die Beibehaltung der steuerlichen Absetzbarkeit für diejenigen ein, die lieber mit ihrem eigenen Gerät arbeiten.
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»Mehr Zeit für Qualität«
In der Broschüre »Arbeitszeit« des Philologenverbandes haben wir wichtige Errungenschaften dargelegt, unter anderem praktikable Entlastungsmöglichkeiten bei den Abiturprüfungen, die wir als
Philologenverband durchset zen konnten: So werden zum Beispiel Korrekturtage im Rahmen der schriftlichen und Dreier- bis Viererblöcke bei den mündlichen Abiturprü fungen gewährt. Auch als Hauptpersonalrat haben wir ausführlich von unserem Ini tiativrecht (s. unten) Ge
Ich wähle den Philologenverband, weil …
… er die einzig wahre Interessenvertretung ist.
Holger Wendler, Karolinengymnasium, Frankenthal
brauch gemacht und Verbes serungen eingefordert und teilweise durchgesetzt. An unserem großen Ziel »Mehr Zeit für Qualität« wollen wir weiterarbeiten: Wir setzen uns ein für eine spürbare Entlastung für gymnasiale Lehrkräfte und Schulleitungen Kein Einheitsdeputat: Die besonderen Anforderungen am Gymnasium müssen berücksichtigt werden! Das Gymnasialdeputat muss abgesenkt werden – auf jeden Fall auf den Status quo ante von 23 Stunden! Beteiligung des Personalrats bei der Arbeitszeiterfassung: Notfalls werden wir dies gerichtlich durchsetzen. Abschaffung der Vorhaltestunde in Jahrgang 13: Mit der Forderung der KMK nach einheitlichen Prüfungen im Abitur wird der rheinland-pfälzische Sonderweg des vorgezogenen Abiturs ohnehin obsolet. Kleinere Klassen und bessere Ausstattung der Oberstufe: Kurse mit weit über zwanzig, immer wieder auch dreißig und mehr Schülerinnen und Schülern führen das MSS-System ad absurdum! → → → → →
Für die dringend notwendigen kleineren Klassen und Kurse an den weiterführenden Schulen sind deutlich mehr Einstellun-
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Das Gymnasium in Rheinland-Pfalz · Heft 2025-1A
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