Das Gymnasium in Rheinland-Pfalz 2025-1A
Personalratswahlen 2025
gen notwendig und nicht nur, wie bisher, der Ersatz derjeni gen, die aus dem Dienst ausscheiden. Wir machen hier weiter hin Druck und klären als Verband immer wieder auch die Presse über das wenig aussagekräftige Jonglieren des Minis teriums mit Einstellungszahlen auf. Für die zunehmende Aufgabenfülle brauchen Schulen und Studienseminare dringend mehr Anrechnungs-, Entlastungs- und Freistellungsstunden! Die A15-Stellen sind mengenmäßig unangetastet geblieben. Für eine vollständige Entlastung bei der Wartung der digitalen Geräte und Netzwerke benötigen wir an jeder weiterführenden Schule eine feste Stelle. Mehr Zeit brauchen wir auch im Gymnasialreferendariat: Die Vielzahl an Themen hat in den letzten Jahren erheblich zugenom men. Gekürzt wurde 2013 ausschließlich das Gymnasialreferenda riat, während andere Lehrämter bei ihrem immer schon 18-mona tigen Vorbereitungsdienst blieben. In äußerst intensiven Gesprächen haben wir das Ministerium immer wieder auf die Un terschiede zwischen den Schularten und die Notwendigkeit eines längeren Gymnasialreferendariats hingewiesen; eine Verkürzung auf 18 Monate war immer schon unter besonderen Voraussetzun gen und auf Antrag möglich, aber eben nicht verpflichtend. Für angehende Lehrkräfte böte die Wahl zwischen 18 und 24 Monaten Vorbereitungsdienst so wie früher die Chance, in Ruhe und sicher in den Beruf starten zu können. Im Unterricht bemerken wir es immer wieder: Uns fehlt die Zeit für gymnasiale Inhalte . Als Grundlage benötigen wir das Rüstzeug, welches Kinder aus dem Elternhaus, der Kita, dem Kindergarten und der Grundschule mitbringen. In gewissem Umfang können wir selbstverständlich Versäumtes ausgleichen und müssen natürlich daran arbeiten, die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten wachzuhalten. Was uns derzeit aber zunehmend vor unlösbare Aufgaben stellt, ist, dass grundlegende Kompetenzen im Lesen, Schreiben, Rechnen, aber auch im Sozialverhalten fehlen, die wir in diesem Umfang nicht mehr nachträglich vermitteln können. Kernstück unserer Arbeit: Zusammenarbeit mit dem Ministerium bei Regelungen im Schulbereich Das eigentliche Kernstück der Arbeit des Hauptpersonalrates ist die argumentative Auseinandersetzung mit dem Ministerium bei all gemeinen Regelungen im Schulbereich. Hier kann der Hauptper sonalrat für die Kolleginnen und Kollegen vor Ort am meisten errei chen, wenn er direkt in den Entstehungsprozess eines Entwurfs einbezogen wird. Dann nämlich ist noch nichts »zementiert«, und wir können das Ministerium durch sachliche Argumente aus unserer eigenen schulischen Alltagserfahrung heraus überzeugen. In den letzten Jahren haben wir als Hauptpersonalrat Gymnasien und Kollegs Stellung zu folgenden Themen genommen: (LVO = Landesverordnung; VV = Verwaltungsvorschrift) → →
Einstellung in den rheinland-pfälzischen Schuldienst, Auswahlkriterien und Vertretungskorridor Lehramtsanwärter-Höchstzahlverordnungen (halbjährliche Stellungnahme): Wir haben erfolgreich gegen Beschränkungen und Wartezeiten bei der Zulassung zum Referendariat gekämpft. VV Pädagogische Zu Ich wähle den Philologenverband, weil …
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satzausbildung für Lehr kräfte im Seiteneinstieg Lehrkräfte-Seiten- einstiegsverordnung Zweite und Dritte LVO zur
… der Philologenver- band gute Rahmen- bedingungen für unsere Gymnasien und IGSen erkämpft, damit wir für
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Änderung laufbahn-, ausbildungs- und prü fungsrechtlicher Vor schriften für Lehrämter LVO zur Durchführung des Lehrkräfteberufsqualifikationsfeststellungsgesetzes RLP Erste LVO zur Änderung der Schullaufbahnverordnung Frauen-Mentoring-Konzept für den Schulbereich in Rheinland-Pfalz Dritte Änderung der LVO über den gleichzeitigen Erwerb der deutschen allgemeinen Hochschulreife und des französischen Baccalauréat (»AbiBac«) Diverse Änderungen bei der Abiturprüfungsordnung, Abitur Nichtschüler-Prüfungsordnung und Übergeordneten Schul ordnung Änderung der LVO über die gymnasiale Oberstufe (Mainzer Studienstufe), der VV »Durchführung der Landesverordnung über die gymnasiale Oberstufe (Mainzer Studienstufe)« und der VV »Bilinguale Züge an Gymnasien« PL-Katalog (halbjährliche Stellungnahme) Lehrpläne Sekundarstufe I: Ethik, Deutsch, Englisch, Französisch, evangelische Religion Lehrpläne Sekundarstufe II: Biologie, Chemie, Physik, Erdkunde, Geschichte, Sozialkunde »Orientierungshilfe – Digitalinfrastruktur an Schulen 2019«, Neufassung 2023 Teilhabe erkrankter Schülerinnen und Schüler durch den Einsatz des Avatars Einführung von fobizz Ausstattungsempfehlungen in Bezug auf Digitalisierung von Schulen unsere Schüler gute Arbeit leisten können. Tanja Thul, Peter-Wust-Gymnasium, Wittlich
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Das Gymnasium in Rheinland-Pfalz · Heft 2025-1A
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