Blickpunkt Schule 4 2025

weiteren Ständen konnten sich die Teilnehmenden über das Kinderhilfswerk UNICEF, das Freiwillige Soziale Schul jahr, das Violence Prevention Network, das Sara-Nuss baum-Zentrum sowie den Jugendmigrationsdienst (Cari tas und Internationaler Bund) informieren. Abschließend referierte der Sprachwissenschaftler Prof.

Titelthema

Dr. Roland Kaehlbrandt eindrucks voll über die Beziehungsfreundlich keit und zugleich Debattentaug lichkeit der deutschen Sprache. Am Beispiel alltäglicher Ge sprächssituationen zeigte Prof. Dr. Kaehlbrandt auf, wie bezie

»Was uns die Sprache schenkt, ist das eine. Was wir daraus in unserem Umgang miteinander machen, ist das andere.«

hungsförderlich sogenannte ‘kleine Partikel’ in unserer Sprache wirken können (»Wie heißt du denn?«) bezie hungsweise wie gelenkig und elastisch das Deutsche auf grund seines ‘Lego-Prinzips’ mitunter ist (‘senioren-leicht’, un-an-tast-bar). »Was uns die Sprache schenkt, ist das eine. Was wir da raus in unserem Umgang miteinander machen, ist das an dere.«, war die zentrale Botschaft seines Vortrags.

» Workshop des Sara-Nussbaum-Zentrums

Moldenhauer in ihrer Begrüßung der rund 65 Teilnehmerin nen und Teilnehmer. Diesem Anliegen verschrieb sich der vom ABZ organisier te Tag und schaffte verschiedenste Gelegenheiten zu Sen sibilisierung, Auseinandersetzung, Austausch und Infor mation. Verschiedene Workshops Es wurden vier Workshops angeboten. Jana Ziegler stellte das Fach ‘Soziales Lernen’ an der Schule Hegelsberg vor, Eveline Müller studierte mit den Teilnehmenden spieleri sche Sozialtrainings auf niedrigem Sprachniveau ein und Matthias Heinrich (Lions-Quest-Trainer) vermittelte in praktischen Übungen das Lebenskompetenzprogramm Li ons-Quest der Lions Stiftung Deutschland. In einem vier ten, von Emine Melan (Ehrenamtsbeauftragte am ABZ) geleiteten Workshop stellten Elena Padva und Jasmin Sin delar vom Sara-Nussbaum-Zentrum sowie Fatih Isik und Ugur Baykan vom Violence Prevention Network ihre jewei ligen Angebote vor und gaben methodisch vielfältig einen interaktiven Einblick in ihre Arbeit mit Schülerinnen und Schülern. Die Workshops wie auch die umrahmende Ausstellung verschiedener Organisationen und Initiativen verpflichte ten sich allesamt der Sensibilisierung für demokratische Werte, gegenseitiges Verständnis und Verständigung sowie dem Bewusstsein der eigenen Verantwortung. Zum Ab schluss der Veranstaltung gab es dafür sehr positives Feed back in anonymisierter Form: »Sie haben uns einen berei chernden Tag geschenkt – danke!«, war beispielsweise auf einer Karte zu lesen. Andere lobten den praxisorientierten Ansatz des Fachtages, der abstrakte Begriffe wie Respekt, Empathie, Ehrlichkeit und Verantwortlichkeit ‘wertvoll’ füllte und reflektierte und die Ergebnisse wiederum an schaulich mittels Graphic Recording protokollierte. Ansatzpunkte für die Vermittlung von Demokratie und Werteverständnis im ‘Bildungs- und Erziehungsplan’ (BEP) visualisierte Sonja Jansen , Multiplikatorin für den BEP. An

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» Interesse an den Informationsständen

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