Profil 6/2026
PROFIL // Termine
Positionspapier des Berufspolitischen Ausschusses des Deutschen Philologenverbandes
Beschlossen auf der Erfurter Vorstandssitzung im Mai 2026
Quer- bzw. Seiteneinsteiger als Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer
34 PROFIL // 6/2026 tion dieser beiden Gruppen gemeinschaftlich adressiert. E s handelt sich um ein Positi onspapier zum Umgang in den Ländern mit Bewerbern mit Hochschulabschluss, die einen Vorbereitungsdienst absolvieren sowie um Personen, die direkt als Lehrkraft in den Schuldienst ein gestellt werden, deren pädagogi sche Quali fi kation parallel zum Be ruf erfolgt. Für sie gibt es in den Ländern leider keine einheitliche Bezeichnung. Häu fi g gebräuchlich sind: Quereinsteiger: Bewerber mit Hochschul abschluss absolvieren einen Vorbereitungsdienst. Seiteneinsteiger: Personen steigen direkt als Lehrkraft in den Schuldienst ein, meist ohne vorherige pädagogi sche Ausbildung oder Referenda riat. Die pädagogische Quali fi kati on erfolgt parallel zum Beruf. In diesem Papier wird die Quali fi ka
Vorwort
lung in den Schuldienst geben. Insbesondere im Gymnasialbereich ist deshalb eine unbefristete Einstel lung aufgrund des wissenschafts propädeutisch-pädagogischen Anspruchs ohne eine zweite Phase der Ausbildung mit dem 2. Staats examen als Abschluss nicht zu akzeptieren. Der Beruf der Gymna siallehrerinnen und Gymnasialleh rer darf nicht durch unzureichende Quer- bzw. Seiteneinsteigerpro gramme entquali fi ziert werden. Um zukünftig Fehlanreize zu ver meiden, dürfen die Quer- bzw. Seiteneinsteiger-programme nicht ausgeweitet werden und es müssen Maßnahmen ergri ff en werden, um den Umfang des Einsatzes von nicht grundständig ausgebildeten Lehrkräften zu verringern bzw. zu beseitigen. Forderungen des Deutschen Philologenverbandes Der Deutsche Philologenverband fordert die Kultusministerkon-
Der Beruf der Gymnasiallehrerin bzw. des Gymnasiallehrers ist durch eine fundierte fachliche und päda gogische Ausbildung mit einem 1. Staatsexamen bzw. einem Mas terabschluss und anschließendem 2. Staatsexamen gekennzeichnet. In einigen Bundesländern erfolgt die Deckung des Bedarfs an Lehr kräften allerdings zunehmend durch Quer- und Seiteneinsteiger, die über keinen hinreichenden universitären und pädagogischen Abschluss verfügen. Der Anteil an den Gesamteinstellungen variiert dabei sehr stark von Bundesland zu Bundesland. Nahezu alle Bundesländer bieten Quer- und Seiteneinsteigerpro gramme an, um nicht grundständig für den Lehrerberuf ausgebildete Bewerber zu quali fi zieren. Ohne eine solche Nachquali fi kation darf es nach Au ff assung des Deutschen Philologenverbandes keine Einstel
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