Profil 6/2026
PROFIL // Begegnungen
Foto: Kasigkeit
Der Geschäftsführende Vorstand des DPhV mit den Vertretern der Fachverbände am Runden Tisch
22 PROFIL // 5/2026 Nico Lamprecht vertritt die Ge- schichtslehrerinnen und -lehrer Peter Arnold stellte für die Deutsche Gesellschaft für Informatik heraus, dass dieses Fach Grundlagen und Transparenz in der digitalen Welt vermittle und dadurch zur Demo kratiebildung beitrage. Prof. Dr. Ruth Bieringer zeigte sich als Präsidentin der Gesellschaft Deutscher Chemiker besorgt über den Rückgang der Zahl der Chemie Leistungskurse. Auch daran könne man die Gefahr sehen, dass natur wissenschaftliches Denken abhan den komme. Clemens Höxter vom Fachverband für Kunstpädagogik, Hannover, stell te einen interessanten Ansatz seines Faches heraus, wenn er betonte, dass die Mehrdeutigkeit von Kunst werken als ein demokratischer Vor gang gesehen werden könne. Irina Lahr von der Vereinigung der Französischlehrkräfte in Thüringen sprach sich gegen die Beliebigkeit der Lehrplaninhalte ihres Faches aus und forderte eine Stärkung der echten französischen Literatur über Lehrbuchtexte hinaus.
Deutschlands. Er zeigt sich in hohem Maße besorgt über die Zunahme des Extremismus in Deutschland. Auch deshalb plädiert er für die Demokratieerziehung als Quer schnittsaufgabe. Lamprecht tritt entschieden dafür ein, Orte der Demokratie zu besuchen. Prof. Dr. Jürgen Oberschmidt sprach sich als Präsident des Bundes- verbandes Musikunterricht für Mehrdeutigkeit in Interpretationen musikalischer Werke aus. Martin Pfeifenberger leitet die AG Evangelische Erziehung in Deutsch land und sieht ein Nebeneinander von Religionsunterricht und Demo kratiebildung. Konkret erwähnt er Fortbildungen zur Arbeit und zum Auftreten von In fl uencern. Prof. Dr. Erich Runge von der Deut schen Physikalischen Gesellschaft hebt die Vorbildwirkung von Persön lichkeiten wie Unternehmern her vor. Der Umgang mit Fakten müsse zielgerichtet trainiert werden. Die Künstliche Intelligenz sei zwar einer seits fortschrittlich, stelle aber ande rerseits auch eine Gefahr für die Demokratie dar.
Marco Schepers ist Bundesvorsit zender des Fachverbandes Philoso phie und Lehrer an einem Gymnasi um in Mainz. Er betont eine starke Stellung und eine besondere Verant wortung der gesellschaftswissen schaftlichen Fächer und damit auch seines Faches Philosophie bei der Vermittlung demokratischer Werte. Monika Schneider vertritt die katho lischen Religionslehrerinnen und -lehrer an Gymnasien. Sie sieht einen Rückgang des politischen Engagements von Schülerinnen und Schülern. Sie spricht sich für Übungsräume aus, in denen Kon- fl ikte moderiert werden müssen. Dr. Katja Sommer erwähnt als Vor sitzende des Altphilologenverban des die historisch interessante Mög lichkeit, die Stabilität von Verfassun gen in antiken Texten zu diskutieren. Aus der Begegnung des Deutschen Philologenverbandes mit den Fach verbänden erwuchs der gemein same Entschluss, zur nächsten Bildungsministerkonferenz eine
entsprechende gemeinsame Presseerklärung abzugeben.
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