Profil 6/2026
PROFIL // Aktuell
Drei zukünftige Gesprächspartner für DPhV und Landesverbände In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Brandenburg wurden neue Kultusminister ernannt
von Walter Tetzloff
ter) erwarb. Als Mitglied des Aus schusses für Bildung und Kultus im Freistaat hat sie sich schulpolitische Kompetenz erworben, die ihr im neuen Regierungsamt in Mainz sicherlich nützlich sein wird. Eine Regierungsumbildung hat es in Brandenburg gegeben. Der langjäh rige Ministerpräsident Woidke (SPD) sah keine Grundlage mehr für eine Zusammenarbeit mit der zerstritte nen Linken und beendete deshalb die Koalition mit diesen in Potsdam. Neuer Koalitionspartner wurde die CDU, die dann auch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport erhielt. Minister wurde Gordon Ho ff mann (47), ein ausgebildeter Erzie her, der umfangreiche Kenntnisse in der Sozialpädagogik hat und über dies über Parlamentserfahrung in Wittenberge und Potsdam verfügt. In der Landtagsfraktion war Ho ff mann mehr als ein Jahrzehnt Spre cher für Bildungspolitik. Der Deutsche Philologenverband gratuliert der neuen Ministerin in Mainz und ihren beiden neuen Kol legen in Stuttgart und Potsdam und freut sich auf einen konstruktiven Dialog.
50jährige stammt von der Insel Rei chenau. Er pro fi lierte sich bisher als Bundestagsabgeordneter primär in der Klimapolitik, beide Eltern waren allerdings Lehrkräfte am Gymnasi um. Die Einarbeitung in das neue Amt wird für den gelernten Juristen Jung eine Herausforderung sein, aber keine unüberwindliche. Er lässt sich zitieren mit dem Satz: „Schule ist nicht der Ort für Kulturkämpfe, sondern der Ort für Wissensvermitt lung und Herzensbildung“. In Rheinland-Pfalz gewann die CDU jüngst die Landtagswahl. Der neue Ministerpräsident Gordon Schnieder bildete ein Kabinett aus Union und Sozialdemokraten, wobei aber die CDU mit Erfolg das Kultusministeri um für sich reklamierte. Zur Über raschung vieler in Mainz fi el dies an eine bayerische Politikerin, die drei zehn Jahre lang Mitglied des dorti gen Landtags und überdies in der oberbayerischen Kommunalpolitik fest verankert war, die CSU-Politike rin Dr. Ute Eiling-Hütig. Ursprünglich allerdings stammt diese aus West falen, wo die Münsterländerin einen Magisterabschluss in Geschichte und Archäologie (Universität Müns
16 PROFIL // 6/2026 präsident angekündigt hatte, mit Cem Özdemir den neuen Regie rungschef zu stellen. Dieser ent schied sich, die im Südwesten ins gesamt erfolgreiche Koalition mit der CDU fortzusetzen. Da diese aber den Grünen an Wählerstimmen sehr nah und an Mandaten sogar gleich kam, konnten die Christdemokraten auf eine stärkere Präsenz im Landes kabinett pochen. Ein Ergebnis der Koalitionsverhandlungen: Die bishe rige Kultusministerin Teresa Schop per (Bündnis 90/Die Grünen) verlor dieses Amt, wurde stattdessen Mi nisterin für Landesentwicklung und Wohnen, und an ihre Stelle im Kul tusbereich tritt Andreas Jung. Der Zur Verbandsarbeit gehören seit jeher der Dialog und die kritische Begleitung der Bildungs- und Kultusminister in den 16 Bundes ländern. Obwohl diese primär Ansprechpartner der Landesver bände sind, sind die intensiven persönlichen Begegnungen der DPhV-Führung gemeinsam mit den jeweiligen PhV-Landesvorsit zenden mit den Regierenden in den Ländern und Stadtstaaten unentbehrlich und von letzteren auch immer wieder gewünscht. I n drei Ländern hat es kürzlich ei nen Regierungswechsel gegeben. In Baden-Württemberg gelang es den regierenden Bündnis-Grünen knapp, ihre Vorrangstellung zu hal ten und, nachdem Winfried Kretsch mann seinen Rückzug als Minister
Foto: CDURLP
Gordon Ho ff man, neuer Bildungsminister in Brandenburg Foto: CDU Brandenburg/Babic
Andreas Jung, neuer Kultusminister von Baden-Württemberg Foto: Weißbrod
Dr. Ute Eiling-Hütig, neue Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz
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