Profil 4/2026

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PROFIL // DPhV-Standpunkte

Deutsches Schulbarometer belegt:

Jedes vierte Kind psychisch belastet

DPhV fordert flächendeckend psychologisch geschulte Fachkräfte und Schulsozialarbeit auch für Gymnasien

Die Ergebnisse der Schülerinnen- und Schülerbefragung des Deutschen Schul barometers der

kräften würdigen: Die von den Ler nenden wahrgenommene kon struktive Unterstützung durch ihre Lehrkräfte ist der mit Abstand stärkste positive Ein fl ussfaktor auf das schulische Wohlbe fi nden – er allein erklärt über 40 Prozent der messbaren Unterschiede. Je wert schätzender und unterstützender Lehrkräfte wahrgenommen wer den, desto besser geht es den jungen Menschen. „Feedback, individuelle Hilfestellungen, emotio nale Begleitung und die Scha ff ung eines positiven Klassenklimas sind Kernbestandteile professionellen Unterrichtens von gut aus- und fortgebildeten Lehrkräften“, so DPhV-Bundesvorsitzende Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing. Die Studie gibt ihr Recht: Guter Unterricht, der Lernleistungen fördert und das Wohlbe fi nden stärkt, beinhaltet kei nen Widerspruch, sondern beides gehört zusammen, bedarf aber aktuell und strukturell mehr Res sourcen. Solche strukturellen Baustellen zeigt das aktuelle Schulbarometer

9 PROFIL // 4/2026 Als erfreulich sieht der DPhV, dass Eltern von Kindern an Gymnasien  auf. Diese dürfen von der Politik nicht länger ignoriert werden. So o ff enbart sich eine erhebliche Ver sorgungslücke: Nur an etwa drei Viertel aller Schulen sind Angebote der Schulsozialarbeit und Schulpsy chologie vorhanden – der tatsäch liche Bedarf wird von Schulleitungen auf das Doppelte geschätzt. Der DPhV fordert daher fl ächendeckend psychologisch geschultes Fachper sonal an jeder Schule. Lin-Klitzing: „An jede Schule gehört ein Schulpsy chologe! Psychisch belastete Schüle rinnen und Schüler brauchen professionelle Unterstützung und Lehrkräfte brauchen verlässliche Partner aus der Schulsozialarbeit. Damit Lehrkräfte weiterhin quali tativ hochwertigen Unterricht geben können, fordern wir erneut eine Absenkung des Stundendeputats, insbesondere für ältere Kolleginnen und Kollegen, sowie ein sofortiges Ende der in immer mehr Ländern praktizierten Streichung von Alters ermäßigungen!“

Pressemitteilung vom 18. März

Robert Bosch Stif tung liefern einen

ernüchternden Befund: 25 Prozent der Kinder und Jugendlichen zeigen psychische Au ff älligkeiten – ein leichter, aber signi fi kanter Anstieg gegenüber dem Vorjahr (21 Prozent) und erstmaliger Anstieg seit der Pandemie. Dass diese Bilanz nicht isoliert steht, belegt ein Blick auf die Schulbarometer-Lehrkräfte-Befra gung des vergangenen Sommers: Fast ein Drittel der Lehrerinnen und Lehrer berichtete ebenso von regel mäßiger Erschöpfung – psychische Belastung betri ff t somit beide Seiten im Klassenzimmer und ist ein schwerwiegendes aktuelles Problem. Vor diesem Hintergrund liefert die Studie auch ausdrücklich ermuti gende Befunde, die den Kern gym nasialer Professionalität bestätigen und den täglichen Einsatz von Lehr

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