Profil 4/2026

PROFIL // Termine

Wo sehen wir Gymnasium und Philologenverband im nächsten Jahrzehnt? Der Philologenverband Niedersachsen verabschiedet seine AGENDA 2035

36 PROFIL // 4/2026 Diese Forderung der engagierten Oldenburger Philologen verdient sich die Anerkennung weit über Niedersachsen hinaus. Kein Wun der, dass der Antrag einstimmig Der Philologentag möge beschlie ßen, dass der Philologenverband Niedersachsen eine Vision gymna sialer Bildung für das Jahr 2040 entwickelt, die den großen Heraus forderungen der Zeit (unter ande rem demographische Entwicklung, Digitalisierung, Zuwanderung) gerecht wird und die Schulform Gymnasium stärkt und zukunfts fähig macht. von Walter Tetzlo ff G anz ohne Visionen geht es nicht. Eine Zukunftsperspek tive braucht jeder, der sich ö ff entlich engagiert. Das wusste und weiß auch der Philologenver band Niedersachsen, der jetzt ge handelt hat. In Hannover ver abschiedete dieser Landesverband unter seinem Vorsitzenden Dr. Christoph Rabbow seine AGENDA 2035, ein „Bildungs- und berufspoli tisches Konzept“. Was ging diesem Konzept, das der Landespresse und den Kolleginnen und Kollegen innerhalb und außer halb Niedersachsens zeitgleich vor gestellt wurde, voraus? In erster Linie war es der Oldenburger Philo logenverein, von dem die Initiative ausging. Ihr Anliegen wurde dann 2024 auf dem Niedersächsischen Philologentag in Bremerhaven in Antragsform gegossen und lautete:

Foto: Michaela Reuther

v. l. Dr. Christoph Rabbow (Vorsitzender), Astrid Thielecke (2. Vorsitzende), Christiane Schenk-Tillmann (phv Oldenburg), Walter Tetzlo ff (PROFIL-Redaktionsleiter)

angenommen und dann ein Auftrag für den Landesvorstand wurde. Arbeitsgruppen tagten, 13 einzelne Papiere entstanden, Diskussions runden folgten. Schließlich war der Auftrag erfüllt, die Agenda war ver ö ff entlichungsreif. Nun liegt sie in einer ansprechend gemachten lesenswerten Broschüre vor. Zwei Blöcke bestimmen die Agenda:  Verantwortung für die Zukunft – Gymnasium 2030  Berufspolitik Die in diversen Einzelkategorien festgemachten Forderungen kön nen und sollen an dieser Stelle nicht im Detail aufgeführt werden. Die Lektüre des klugen umfangrei chen Papiers bleibt den interessier ten Philologinnen und Philologen nicht erspart. Hilfreich und nützlich sind aber besonders die Forderun gen am Schluss der Agenda, wo die Verbandspositionen übersichtlich und motiviert von schulpolitischer

Überzeugung und gewerkschaftli cher Fürsorge zusammengefasst werden. Es geht dabei um  Lehrerausbildung  Schulformen und Schulentwicklung  Inklusion  Integration und Migration  Digitalisierung und Künstliche Intelligenz  Demokratiebildung  Schulleitung  Beteiligung und Personalratsarbeit  Besoldung, Beihilfe und Versorgung  Arbeitsbedingungen und Entlastung  Attraktivität des Berufes Allen Landesverbänden geht die AGENDA der Niedersachsen zu. Der Deutsche Philologenverband dankt ihnen für die verdienstvolle Arbeit. 

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