Profil 4/2026

PROFIL // Begegnungen

Weltverband Deutscher Auslandsschulen – WDA

A ls ich im Mai 2006 erstmals als Prüfungsbeauf tragter der Kultusministerkonferenz (KMK) die Schulen der Region Mexiko, Ecuador, Kolumbien und Venezuela anlässlich der Abiturprüfungen besuch te, traf ich den ersten Vorsitzenden des 2003 gegrün deten Weltverbands Deutscher Auslandsschulen (WDA), Jorge Pulido, in Mexiko-Stadt. Er war damals zudem der Vorsitzende der Deutschen Schule Alexander von Hum boldt mit Standorten in Lomas Verdes im Nordwesten und Xochimilco im Süden des historischen Zentrums. Die ursprüngliche Schule in Innenstadtlage war auf gegeben worden, um ihrer Klientel mit neuen Stand orten in der Megalopolis entgegenzukommen. Der Standort West in Herradura war im Aufbau. Im Dezem ber 2025 veranstaltete der WDA seine Amerika-Tagung an der Deutschen Schule Alexander von Humboldt Mexiko-Stadt.

rung, die Sicherung des hohen Niveaus und die lang fristige Entwicklung der Schulen ein. Die DAS sind herausragende Akteure der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP), kämpfen aber mit steigenden Kosten und Herausforderungen. Als Stimme der freien Schulträger der DAS arbeitet der WDA mit Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusam men, um stabile Rahmenbedingungen für die DAS zu sichern. Der Deutsche Philologenverband bringt sich aktiv in diesen Dialog ein. Dies geschieht auch im Rahmen der Allianz, ein vom WDA ins Leben gerufenes Netzwerk aus Lehrerverbänden und Vertretergremien der DAS. Die Allianz wurde im Februar 2023 gegründet, nach dem erhebliche Kürzungen durch die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen bekannt wurden. Seitdem fi n den regelmäßige Tre ff en statt, um Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsame Strategien zu ent wickeln. Im Juni 2023 entstand die Stellungnahme der Allianz, gefolgt von der Athener Erklärung im Juli. Der WDA koordiniert den fortlaufenden Austausch und die Abstimmungen innerhalb der Allianz, zuletzt während der Bildungsmesse didacta im Februar 2025. Die Alli anz wurde ebenfalls bei der Erstellung des Masterplans 2024 für die Deutschen Auslands- und Partnerschulen des Auswärtigen Amtes für die Entwicklung des Aus landsschulwesens einbezogen. Der Austausch zwischen WDA und DPhV besteht seit mehreren Jahren. Beide Gesprächspartner haben sich bei ihrem Tre ff en am 21. März 2025 zur essenziellen Bedeutung des Deutschen Abiturs für die Deutschen Auslandsschulen ausgetauscht und die Bedeutung des Deutschen Abiturs unterstrichen. Der DPhV engagiert sich für Lehrerinnen und Lehrer, die sich für eine Aus landsschultätigkeit entscheiden. Ziel ist es, ihnen wäh rend der Vorbereitung, während des Auslandseinsatzes und nach der Rückkehr eine angemessene ideelle und materielle Unterstützung zu sichern. Dabei betont der DPhV, dass das System der Freistellung und Beur

Foto: Langer

Zunächst unter Beteiligung der Vor stände von sechzehn Deutschen Auslandsschulen (DAS) gegründet hat der WDA aktuell 157 Mitglieder und repräsentiert dabei 87 Prozent der 137 anerkannten DAS. Das derzeitige Motto „GEMEINSAM ZUKUNFT TRAGEN“ des WDA steht für einen weltweiten Verband, wel cher mit seinen Veranstaltungen Plattformen für Vernetzung und

Rolf Knieling, DPhV-Beauftragter für Deutsche Auslandsschulen

Weiterentwicklung scha ff t. So organisiert der Verband beispielsweise die jährliche WDA-Tagung in Berlin mit Mitgliederversammlung & politischem Symposium, regionale WDA-Foren der Mitgliedsschulen in Amerika, Europa, Afrika und Asien, das WDA-Management Forum als Fortbildungsveranstaltung für das gemein nützige Management von DAS im Rahmen der Didacta oder alle vier Jahre den Weltkongress Deutscher Aus landsschulen. Der Verband mit seiner Geschäftsstelle in Berlin vertritt die Interessen der DAS und setzt sich für die Finanzie

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