Profil 4/2026
PROFIL // Titel
die NRW-Philologen durch die DPhV-Vorsitzende Prof. Dr. Susan- ne Lin-Klitzing, die in mehreren Talks und Podiumsdiskussionen gefragt war, so auch in der Ge sprächsrunde „Kollegien im Wandel stärken“, moderiert von Dr. Jan Martin Wiarda. Er begrüßte neben unserer Bundes vorsitzenden den Leiter des Städti schen Gymnasiums Thusneldastraße Köln, André Szymkowiak, den als DPhV-Kooperationspartner bekann ten Vertreter der Heraeus-Stiftung, Martin Fugmann, und den Lehrer der erwähnten Kölner Schule, Chris tian Stork. Es ging unter anderem um die Möglichkeiten und Grenzen der Tätigkeiten von Schulleiterinnen und Schulleitern. Wichtig, ja unbe dingt notwendig ist nach den Erfah rungen von André Szymkowiak, ein Digitalisierungsprozess an der Schule, bei dem das Kollegium nicht nur mitgenommen wird. Es müsse den Prozess im Einzelnen auch tra
Foto: Eduversum
Gabriela Kasigkeit zusammen mit Juli Reiher, BookTokerin und Merle Lotter von der Universität Köln im Gespräch mit Nele Kister von Eduversum.
gen. Dies gelinge nicht ohne o ff ene und kritische Kommunikation. Mar tin Fugmann betonte dabei das Spannungsfeld von Stabilität und notwendiger Transformation. Susanne Lin-Klitzing, die die Frage des Moderators bejahte, ob auch sie gern Schulleiterin wäre, betonte die sehr komplexe Aufgaben- und Verantwortungspalette moderner Schulleitungen und das hohe Arbeitsvolumen. Sie sprach sich klar für Fortbildungen aus, die die Schulleiterinnen und Schulleiter für die Veränderungsprozesse befähig ten, die ohne Zweifel auf sie zukä men oder in denen sie sich jetzt schon befänden. Eine deutliche Position nahm die Vorsitzende ein, als es um das Berufsbild und das Selbstverständnis deutscher Schul leiterinnen und -leiter ging. Sie dürf ten sich nicht allein als Manager verstehen, sondern müssten ihre eigenen pädagogischen Erfahrun gen auch zur Grundlage ihrer Lei tungstätigkeit machen. Das bedeutet ein klares Plädoyer für Schulleiter,
die zuvor als Lehrkräfte tätig waren.
Zu einer Begegnung des Vorstands des Deutschen Lehrerverbands, also der DPhV-Dachorganisation, mit dem Vorstand der Didacta kam es ebenfalls im Messegelände. Unter der Leitung des DL-Vorsitzen den Stephan Düll und organisiert von dessen Geschäftsführerin Anne Schirrmacher tagte der DL Vorstand und trat gleichzeitig in einen Dialog mit den Didacta-Ver antwortlichen Dr. Hans-Joachim Prinz und Stephan Scharnagl ein. „Mehr Zeit für das, was wirklich zählt“ – Mit diesem Slogan warb die Firma Seven Education im Rahmen einer Podiumsdiskussion für digita len Einsatz und KI in der Schule. Werbeträchtig ergänzte sie: „Mit unseren digitalen Lösungen laufen Sie dem Tag nicht mehr hinterher. Sie gestalten ihn.“ Unter der Mode ration von Anja Backhaus vom Westdeutschen Rundfunk hoben der Vertreter von Seven Education
Foto: Kasigkeit
Susanne Lin-Klitzing im Interview mit dem Deutschlandfunk
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