Profil 12/2025
PROFIL // Begegnungen
Ansprüche an die schulische Arbeit stellen und diese auch aktiv einbrin gen. Die Schule legt großen Wert auf ein vielfältiges und attraktives au ßerunterrichtliches Angebot, da dieser Bereich im Schulalltag in den USA eine besondere Rolle spielt und viele High Schools in Boston und Umgebung hier sehr stark auf gestellt sind. Um Schülerinnen und Schülern ein ebenso bereicherndes Erlebnis zu bieten, investiert die Schule bewusst in ein breites Spek trum an Aktivitäten. Dazu gehören unter anderem Sportprogramme, musikalische Schwerpunkte wie Musicalproduktionen, integrierter Instrumentalunterricht sowie weite re Angebote, die das Schulleben vielfältiger und lebendiger machen. Die freundliche Atmosphäre der Schule zeigt sich unmittelbar in den Gesprächen mit der Schulleitung. Funda Suzan, Tina Haarbusch und Jan Christoph Hadenfeldt bringen alle umfangreiche internationale Berufs- und Lebenserfahrung aus Deutschland, den USA und weiteren Ländern mit, und man spürt bei ih nen den leidenschaftlichen Einsatz für die fächerübergreifenden Ziele, die diese Schule seit einem Viertel jahrhundert verfolgt. Dass die Schule ihre pädagogischen Konzepte mit viel Engagement lebt, zeigte sich am Tag unseres Besu ches besonders deutlich. So hat die Schule beispielsweise den soge nannten Unity Day gefeiert, an dem Schülerinnen und Schüler mit unter schiedlichsten Projekten auf kreati ve und schulweite Weise auf das Thema Bullying und Mobbing auf merksam machten. Der Deutsche Philologenverband wünscht der German International School in Boston weiterhin Glück und Erfolg bei ihrem transatlanti schen Konzept.
Foto: Kobs
Die Schulleiterin mit Pro fi l-Redaktionsleiter Walter Tetzlo ff
30 PROFIL // 12/2025 Ein Augenmerk sollte man auf den unterschiedlichen Unterricht in den Fächern Deutsch und Englisch rich ten. Während die Deutschstunden, in denen auch immer Deutsch ge sprochen wird, besonders in der Oberstufe doch sehr dem in der Nationen an, die sich für unser bilin guales Bildungsangebot interessie ren. Die deutsche Bildung wird von diesen Personengruppen also glei chermaßen geschätzt. Deutsch ist die Unterrichtssprache, und so manche außerschulische Aktivität, die zum Schulleben gehört, erinnert an Vorhaben und Rituale, wie sie aus der Heimat bekannt sind. Im 11. Jahrgang gibt es eine zweiwöchige Studienfahrt und ein Jahr später einen gemeinsamen Hauptstadtbesuch, hier also nach Washington, D. C. Für jüngere Schü lerinnen und Schüler sind die Wan derungen in den landschaftlich so bezaubernden Staaten Maine und New Hampshire eine anstrengende, aber auch vergnügliche Unterneh mung, die über die Naturbegegnung einen willkommenen Ausgleich zum theoretischen Unterrichtssto ff dar stellt.
Bundesrepublik ähneln und erfreuli cherweise auch die Beschäftigung mit deutschen Klassikern ein schließt, ist der Englischunterricht, der ausnahmslos von amerika nischen Lehrkräften erteilt wird, etwas mehr auf praktische Sprach vermittlung und Sprachp fl ege aus gerichtet. Ein großer Teil der Elternschaft ist in Bildung, Wissenschaft und For schung tätig, unter anderem an re nommierten Institutionen wie der Harvard Universität oder dem MIT. Vor diesem Hintergrund ist es ver ständlich, dass viele Eltern hohe
Foto: Kobs
Becher mit Zeichnung von Schülerin (Krokodil mit deutschem ‘Danke’ im Maul), Elternpräsent
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