Gymnasium Baden-Württemberg 7-8/2025
Aktuelles aus dem Hauptpersonalrat Gymnasien
Aktuelles aus dem HPR asB
Schulkonto zur Abwicklung von Außer unterrichtlichen Veranstaltungen L eider gibt es zu diesem Thema noch nichts Neues zu be richten, da dem Hauptpersonalrat keine anderen Informationen bekannt sind, als die, die vor mehre ren Monaten an die Schulen gelangt sind. Nach dem dort beschriebenen Modell sollte es möglich sein, bei bestimmten Banken und Sparkassen kosten lose Treuhandkonten für den Zweck einzurichten. Leider klappt dies bis heute nicht überall. Der Hauptpersonalrat Gymnasien bleibt am Thema dran. Güteverhandlungen zur Klärung der Beteiligungsrechte bei den Vorgaben zum Fernunterricht und bei der Nutzung der Lernplattformen itslearning und Moodle M ittlerweile hat die Güteverhandlung zur Klärung der Beteiligungs rechte bei den Vorgaben zum Fernunterricht stattgefunden. Es kann leider noch kein Ergebnis verkündet werden, da noch Abstim mungen zwischen dem Kultusministerium und dem Hauptpersonalrat über einen in der Güteverhandlung gemachten Vorschlag erfolgen müssen. In der nächsten Ausgabe von Gymnasium Baden-Württem berg kann dann gesagt werden, ob es zu einer Hauptverhandlung kommen wird, oder ob man sich anders einigen kann. Hinsichtlich der Klärung des Beteili
Was hat eigentlich Priorität? I mmer häufiger erreichen uns derzeit Klagen von Lehrbeauftragten einzel ner Schulen, dass ihre Schulleitung sie für das kommende Schuljahr nicht mehr im benötigten Umfang an das Seminar freigeben will. Aus Sicht der Schule ist diese Haltung durchaus nachvollziehbar – möchte man die in der Regel hoch qualifizierten Kollegin nen und Kollegen lieber für den eige nen Bedarf einsetzen, als sie ans Se minar auszuleihen. Aus Sicht des Se minars ist das allerdings fatal – fehlt der eingeplante Lehrbeauftragte, kann im Extremfall kein neuer Kurs angeboten werden und die Referenda re müssen an benachbarte Seminare abgegeben werden. Früher war die Sache klar, da hatte das Regierungspräsidium sowohl die Verantwortung für das Lehrpersonal der Seminare als auch für die Unter richtsversorgung (an den Gymnasien). Bei Bedarf wurden innerhalb der Be hörde systemisch ausgewogene Lö sungen gesucht. Seit Einführung des Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Ba den-Württemberg (ZSL) ist nun die Landesoberbehörde ZSL für das Lehr personal an den Seminaren und nach wie vor die Landesoberbehörde Regie rungspräsidium für die Unterrichtsver sorgung an den Schulen zuständig. Beide Behörden haben zwangsläufig unterschiedliche Interessen und wol len für ihre Zuständigkeit eine optima le Lösung, was in der Praxis leider oft auf dem Rücken der Lehrbeauftragten ausgetragen wird. Diese können den Ansprüchen von Schule und Seminar kaum gerecht werden. Hier wäre drin gend ein klärendes Signal der dienst- und fachaufsichtsführenden Behörde notwendig. Wenn der Ausbildung zu künftiger Lehrergenerationen nicht oberste Priorität eingeräumt wird – wird sich der Lehrermangel in Zukunft drastisch verschärften. Das trifft im Endeffekt dann alle Kolleginnen und Kollegen. Michael Belz
Bilder [2]: AdobeStock
gungsrechts bei den Lernplattformen ist nun endlich eine Güteverhandlung für Ende Juli terminiert. Im nächsten Heft werden wir dann konkreter berichten können, welches Ergebnis diese Ver handlung erbracht hat.
Initiativantrag des HPR Gymnasien zur Erfassung der Lehrkräftearbeitszeit im Rahmen des Gesundheitsschutzes W ie erwartet, ist der Initiativantrag des Hauptpersonal rats Gymnasien erst einmal negativ beschieden worden. Das Kultusministerium argumentiert, dass der Hauptpersonalrat zu diesem Thema gar keinen Initiativ antrag stellen könne, da es kein Beteiligungsrecht sieht. Der Hauptpersonalrat Gymnasien möchte dies so nicht stehen lassen und argumentiert mit Urteilen des Euro päischen Gerichtshofes (Verweis auf Europäische Ar
beitsschutzrichtlinie) und des Bundesarbeitsgerich tes, die trotz fehlender bundesdeutscher bzw. lan desrechtlicher Regelungen zur Arbeitszeiterfassung eine wohlwollende Betrachtungsweise und Umsetzung empfehlen. Der Hauptpersonalrat bleibt am Thema dran.
Jörg Sobora
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