Das Gymnasium in Rheinland-Pfalz 2025-1A

Personalratswahlen 2025

Philologenverband

GEW

Der Philologenverband ist modern, schätzt das demokratische Gesellschaftssystem der Bundes republik und trauert nicht vermeintlich verpassten Chancen nach.

»Was damals diskutiert wurde, ist auch heute noch aktuell – zum Beispiel die Forderung nach der Einheitsschule. Nur in der DDR wurde diese Forde rung umgesetzt ... Dass man die Chance nicht genutzt hat, die Schulstruk tur der DDR zu übernehmen sowie die Lehr- und Lernkultur zu demokrati sieren, lässt sich vor allem machtpolitisch erklären – die DDR war einfach zu schwach, und das mehrgliedrige Schulsystem symbolisierte und unter mauerte den kultur- und bildungspolitischen Hegemonialanspruch West deutschlands. … Bürgerräte könnten diese Struktur aufbrechen … (Marianne Demmer, ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende der GEW, in: E & W 09/2021, Seite 20f.) »Werden Jugendliche erst einmal in eine niedrigere [sic!] Schulform ein geschult, kommen sie aus dieser nicht so leicht wieder heraus.« (E & W 02/2023, Seite 25)

Die verschiedenen Bildungswege verdienen gleichermaßen Respekt. Ihre Beschreibung sollte mit wohl abgewogenen Worten erfolgen.

Oberrat kommt von Oberstufe – Warum wir A14 voll verdient haben! von Thomas Schanz A 14 ist seit den sechziger Jahren Ergebnis von Gehaltseinstufungen, die allen Lehrergruppen zuteilwurden. Grund- und Hauptschullehrer wur den sukzessive von A10 nach A12, Realschullehrer von A12 nach A13 angehoben. Inzwischen verdienen in vielen Bundesländern Grundschullehrkräfte A13. Für Gymnasiallehrer muss daraus eine Einstufung in A14 zwingend folgen. Es gab einmal eine Zeit in Rheinland-Pfalz, da wurde als Ausgleich für die Höherstufung anderer Lehrämter A14 nach fünf Jahren Bewährung ver sprochen. Wir fordern eine Rückbesinnung: Der fachliche Aufwand in der Oberstufe und im Abitur muss sich lohnen und verdient bei wiederholter Be währung die automatische Beförderung nach A14. Dazu müssen Beförderungsmöglichkeiten in aus reichender Zahl zur Verfügung stehen. Der derzei tige Schlüssel von 1/13 wirkt frustrierend!

Assistenzen: Professionelle Betreuung von Technik, Netzwerken, Biblio theken und Materialsammlungen

von Thomas Schanz Vorsitzender des Bezirks Mainz

E ine permanente und zuverlässige professionelle Betreuung vor Ort ist not wendig, damit Lehrkräfte sich darauf verlassen können, dass Unterrichts materialien jederzeit zur Verfügung stehen, Technik und Netzwerke fehlerfrei auf Knopfdruck innerhalb von Sekunden einsatzbereit sind und keine Unter richtszeit mit technischen Problemen vergeudet wird. Tauchen Probleme auf, bedarf es schneller und unkomplizierter Abhilfe direkt vor Ort. Dadurch dienen Assistenzen auch der Entlastung von Lehrkräften und ermöglichen deren Kon zentration auf ihre pädagogische Kernaufgabe. Wir fordern: Gewinnung von qualifizierten Assistenzkräften für alle Schulstand orte durch Neudefinition und Aufwertung der Aufgabenfelder verbunden mit Eingruppierung in höhere Entgeltgruppen!

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Das Gymnasium in Rheinland-Pfalz · Heft 2025-1A

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