Das Gymnasium in Rheinland-Pfalz 2025-1A
Personalratswahlen 2025
der kleine Verbesserungen bewirken können, aber einer struktu rellen Reform hat sich das Bildungsministerium (BM) bis dato ver schlossen. Wir fordern nach wie vor einen 24-monatigen Vorberei tungsdienst, denn im jetzigen VD-Gym ist die Ausbildung nach weniger als einem Jahr beendet; im dritten Halbjahr finden in der ersten Hälfte die Prüfungen statt, dann ist schon Schluss. Die 18 Monate Anleitung und Unterstützung stehen insofern nur »auf dem Papier«. Die Vereinheitlichung der Vorbereitungsdienste als ein Grund pfeiler der Reform hin zum VD-Gym ist ein Irrweg und überdies auch gescheitert. Eine Studie der Landesregierung, die so ge nannte »Imhof-Studie«, hat dies auch dokumentiert, aber darüber wird dann nicht gesprochen. Was etwa im Grundschulbereich funktioniert, klappt eben nicht im gymnasialen Arbeitsfeld – dafür hätte es aber auch keiner Studie bedurft. Das Land schreibt wieder den Quereinstieg ins gymnasiale Lehr amt aus, der übrigens 24 Monate dauert und ansonsten nahezu identisch ist mit dem Referendariat. Damit haben wir neben dem Seiteneinstieg ein weiteres Instrument zur Personalgewinnung, aber auch hier stehen die Bewerberinnen und Bewerber nicht Schlange. Seiten- und Quereinstieg können nicht die Lösung sein für eine mangelnde Attraktivität des Lehrberufs, welche die Politik zu verantworten hat. Wenn die Klassen nicht kleiner werden, wenn die Kolleginnen und Kollegen nicht von Bürokratie entlastet werden, damit sie sich auf die pädagogische Arbeit mit den Kindern und die Vermittlung von Fachinhalten konzentrieren können, dann werden die Eltern, die es
sich leisten können, ihre Kinder in Privatschulen geben – der Trend ist in den Ballungsräumen Deutschlands bereits in vollem Gange. Dann bekommen wir Verhältnisse wie in den USA oder auch in vie len anderen Staaten. Für uns Philologen braucht jedes Kind eine bestmöglich ausgebildete Lehrkraft und eine förderliche Lern umgebung, damit es seine Anlagen erweitern und weiterent wickeln kann. Bei diesem Prozess steht für uns eines außer Frage: Auf die Lehrkraft kommt es an! Daher fordert der Philologenverband: die Rückkehr zu 24 Monaten Vorbereitungsdienst keinen eigenverantwortlichen Unterricht in den ersten Monaten eine Stärkung der fachwissenschaftlichen Bildung das Herausnehmen des eigenverantwortlichen Unterrichts aus den Lehrerstundenzuweisungen an die Schulen mehr Entlastungsstunden für die Studienseminare und die Ausbildungsschulen reguläre Fachleitungsstellen statt Lehrbeauftragungen Anpassung der Reisekostensätze der Referendarinnen und Referendare an die der Fach- und Seminarleitungen bei gleichzeitiger Anhebung aller Sätze. → → → → → → → → → höhere Eingangsbesoldung frühere Planstellenzusagen
Ich wähle den Philologenverband, weil …
… dieser sich beharrlich für die Interessen und Sorgen von Gymnasial lehrkräften einsetzt.
Ich wähle den Philologenverband, weil …
… er der einzige Verband ist, der eine realistische Bildungspolitik verfolgt.
Ich wähle den Philologenverband, weil …
Felix Hansen, IGS Thaleischweiler-Fröschen
… er Dir weiterhilft.
Florian Kinder, IGS Deidesheim-Wachenheim
Joachim Morize, Kopernikus-Gymnasium, Wissen
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Das Gymnasium in Rheinland-Pfalz · Heft 2025-1A
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