Das Gymnasium in Rheinland-Pfalz 2025-1A
Personalratswahlen 2025
Gegen die Entwertung der Lehrer bildung und des Referendariats!
ten des Lernens sind nach dem Neurowissenschaftler Manfred Spitzer Emotion und Motivation: Das leisten Menschen, technische Geräte unterstützen dabei. Der Lehrberuf ist nach wie vor ein wunderbarer, aber die Vorzüge der Vergangenheit – Flexibilität, Vereinbarkeit von Familie und Beruf – sind nicht mehr nur auf diesen beschränkt. Hier haben die Wirtschaft und der öffentliche Dienst sich weiterentwickelt und nachgelegt. Außerdem rächt sich das jahrzehntelange »Lehrer Bashing« seitens gewisser Teile der Politik. Das gymnasiale Ein stiegsamt A13 ist überholt, insbesondere wenn Grundschullehr kräfte gleich besoldet werden, obwohl zwischen Ausbildung und Arbeitsbelastung im Alltag ein klarer Unterschied besteht. Drin gend notwendig ist also die Eingangsbesoldung der Gymnasial lehrkräfte nach A14. Unser Land verliert Lehramtsstudenten sowie Studienassessorin nen und -assessoren, insbesondere in den Mangelfächern, massiv an die Nachbarbundesländer. Das liegt einerseits an der gerings ten Einstiegsbesoldung, andererseits an zu wenigen Vorabzusagen auf Planstellen im Referendariat. Hier fordern wir konkrete Schritte seitens der Politik ein. An der Lehrerbildung entscheidet sich die Zukunft unseres Berufs standes, darum gehört sie zu den wichtigsten Anliegen und Ar beitsfeldern unseres Verbandes. Bei dem auf 18 Monate verkürzten Vorbereitungsdienst (VD-Gym) haben wir als PhV zwar immer wie-
von Robert Tophofen Stellvertretender Landesvorsitzender
D ie Einstellungszahlen in den gymnasialen Studienseminaren in Rheinland-Pfalz sind seit drei Jahren deutlich rückläufig. Referendariatsplätze bleiben unbesetzt aufgrund mangeln der Bewerbung. Viele Bundesländer reagieren auf diese Entwick lung, indem sie vor die Klassen jeden stellen, der sich das zutraut; allein in Berlin haben wir in Kollegien einen Anteil von vierzig bis fünfzig Prozent an Personal ohne Lehramtsstudium. Von diesen Missständen sind wir in Rheinland-Pfalz noch entfernt, aber die Politik auch hierzulande hat die Weichen falsch gestellt. Die vom Bildungsministerium propagierte »Schule der Zukunft«, in welcher mehrere Klassen in Großraumbüros beaufsichtigt wer den und die Schülerinnen und Schüler allein oder in Kleingruppen Arbeitsaufträge am Tablet abarbeiten, kann nicht die Lösung sein. Ein einzelner Lehrer, der dann als »Lernbegleiter« von Kind zu Kind wandert, entspricht nicht unserer Vorstellung von Erziehung, Anleitung und Unterrichten. Nicht erst seit der Hattie-Studie weiß die ganze Welt, dass es auf den Lehrer ankommt. Die Determinan
Ich wähle den Philologenverband, weil …
… das Gymnasium und seine Lehrkräfte bei der GEW »hinten runterfallen«. Ich möchte keine Einheits schule und für meinen Ein satz in der Oberstufe nicht mit
Ich wähle den Philologenverband, weil …
… wir gemeinsam mehr für gymnasiale Bildung in Rheinland-Pfalz erreichen können!
Ich wähle den Philologenverband, weil …
Vorhaltestunden und gleichem Gehalt wie eine Grundschullehrkraft abgestraft und demotiviert werden. Roswitha Ströbele, Gymnasium im Schulzentrum Paul-von-Denis, Schifferstadt
… wir unbedingt eine Vertretung benötigen, die für die Interessen der Gymnasiallehrer eintritt. Dies hat der PhV bisher sehr
Kristina Friebis-Kau, Emanuel-Felke-Gymnasium, Bad Sobernheim
gut gemacht. Peter Hust, Alfred-Grosser-Gymnasium, Bad Bergzabern
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Das Gymnasium in Rheinland-Pfalz · Heft 2025-1A
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