Das Gymnasium in Rheinland-Pfalz 2025-1A

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Die Jungen Philologen: Für eine starke Zukunft des Gymnasiallehramts

fachliches und pädagogisches Wissen – Wissen, das nur durch ein anspruchsvolles Studium und gezielte Ausbildung erworben werden kann. Dies ist kein Selbstzweck, sondern unverzichtbar, um den An forderungen des Berufs gerecht zu werden und die Zukunft unserer Schüler zu sichern. Eine Senkung der Anforderungen mag kurzfristig helfen, wird langfristig jedoch verheerende Auswirkungen haben. Wir fordern von der Politik endlich nachhaltige Lösungen gegen den Lehrermangel, anstatt fauler Kompromisse, die die Bildungsland schaft verwässern. Für eine starke Bildung braucht es bestens quali fizierte Lehrkräfte – und darauf bestehen wir. Eine fundierte Lehrer ausbildung ist für uns Junge Philologen nicht verhandelbar. Deshalb kämpfen wir für eine schulartbezogene Ausbildung in zwei Fächern. Die Festlegung auf die Schulart von Beginn an ist für uns ebenso es senziell wie die Gewichtung der Fachwissenschaften – nur so sind künftige Lehrkräfte optimal auf ihre Aufgaben vorbereitet. Wir fordern Chancengleichheit bei der Bewerbung um Planstellen – und das muss sich auch in den Beurteilungen an den Studiensemi naren zeigen. Unsere Forderung ist klar: eine faire und einheitliche Beurteilungspraxis, damit alle angehenden Lehrkräfte dieselben Chancen auf Planstellen haben. Darüber hinaus fordern wir eine angemessene Bezahlung für Lehrkräfte auch über die Sommer ferien hinweg. In Rheinland-Pfalz werden Gymnasialreferendare Mitte Juli entlassen und erst zu Schuljahresbeginn im August wie der eingestellt – eine unverantwortliche Praxis, die junge Lehr kräfte ohne Lohn dastehen lässt, während Kosten weiterlaufen. Gleiche Chancen bei der Bewerbung – Wir dulden keine Ungerechtigkeiten!

von Christian Hennemann Vorsitzender der Jungen Philologen

W ir Jungen Philologen vertreten unbeirrbar die Interessen junger Lehrkräfte an Gymnasien, Kollegs und Integrier ten Gesamtschulen. Unser Ziel ist klar: bessere Arbeits bedingungen für angehende und neue Lehrkräfte und eine nach haltige Stärkung der Lehrerausbildung. Dabei kämpfen wir für den Erhalt des gegliederten Schulsystems und gegen die Einführung einer »Schule für alle«, die die Vielfalt der Schularten in Gefahr bringt. Wir setzen uns dafür ein, dass Schüler flexible Bildungs wege erhalten – und dass die Qualität der Bildung nicht auf dem Altar der Vereinheitlichung geopfert wird. Für eine qualifizierte und verbesserte Lehrerausbildung – Keine faulen Kompromisse im Gymnasiallehramt! Wir Jungen Philologen stehen entschlossen für eine hochwertige und anspruchsvolle Ausbildung im Lehramt. In einigen Bundeslän dern werden aus reiner Not Gymnasiallehrkräfte ohne Abitur und Studium eingesetzt – ein klarer Angriff auf die Qualität unserer Schulen! Der Lehrermangel darf nicht als Ausrede dienen, die Stan dards in der Lehrerausbildung zu senken und so die Bildung von Mor gen aufs Spiel zu setzen. Das Gymnasiallehramt erfordert fundiertes

Ich wähle den Philologenverband, weil …

Ich wähle den Philologenverband, weil …

Ich wähle den Philologenverband, weil …

… ich für ein Gymnasium mit Zukunft und nicht für eine vermeintliche »Schule der Zukunft« bin.

… er sich kompetent für die Belange der Lehrkräfte einsetzt und jederzeit wertvolle Unterstützung bietet.

… mir Bildung wichtig ist.

Ralph Bohl, Hans-Purrmann-Gymnasium, Speyer

Martin Thomas, Käthe-Kollwitz-Gymnasium, Neustadt an der Weinstraße

José-Juan Adrio-Herranz, Eduard-Spranger-Gymnasium, Landau

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Das Gymnasium in Rheinland-Pfalz · Heft 2025-1A

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