Blickpunkt Schule 1 2026
kurse, die Vermittlung der verbundenen Handschrift sowie Angebote zum Abbau von Defiziten im Bereich Mathema tik. Im Hinblick auf den Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI) rief er dazu auf, die Zukunft mit KI zu gestalten und nicht gegen sie, betonte jedoch zugleich die Notwendig keit, auch die damit verbundenen Gefahren klar zu adres sieren. Die Initiative Hessens zum Umgang mit Smartphones sei begrüßt worden; zugleich bleibe Medienbildung eine zentrale Aufgabe, bei der das HMKB mit zahlreichen Part nern kooperiere. Zur beruflichen Orientierung hob Schwarz hervor, dass es vielfältige berufliche Perspektiven auch ohne Abitur gebe und die duale Bildung der akademischen Ausbildung gleichwertig sei. In Bezug auf die Aufklärung von Schüle rinnen und Schülern sowie ihrer Eltern habe sich die Zu
sammenarbeit mit Kooperationspartnern aus der Wirt schaft als besonders hilfreich erwiesen. In der sich anschließenden Aussprache nutzte eine Reihe von Delegierten die Gelegenheit, Fragen unter anderem zur Reduzierung der Klassen- und Kursgrößen, zur Besoldung, zur Fortbildung außerhalb der Unterrichtszeit sowie zur Ausweitung der frühkindlichen Bildung zu stellen. Anknüp fend an die von der Vertreterversammlung verabschiedete Resolution wurde zudem die Forderung thematisiert, der Grundschulempfehlung beim Übergang von Klasse 4 ins Gymnasium stärkeres Gewicht zu verleihen. Kultusminister Schwarz zeigte hierfür Verständnis, verwies jedoch zugleich auf die im Koalitionsvertrag vereinbarten Regelungen.
hphv intern
Björn Bock | Angelika Kiene-Bock | Dr. Iris Schröder-Maiwald
Die auf der Vertreterversammlung beschlossene Resolution
Foto: chaylek|AdobeStock
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Übergang von Klasse 4 zu Klasse 5 Vorrang der Grundschulempfehlung D er Hessische Philologenverband fordert den Vorrang/die Verbind
mit der neuen und anspruchsvollen Lernsituation im Gymnasialbereich überfordert sind. Die Folge ist Frustra tion und vor allem die Zunahme von vielfältigen Überforderungen im Un terricht und im Schulalltag. Jedes Kind optimal – im Rahmen seiner eigenen Möglichkeiten – zu be gleiten und vor allem zu fördern und zu fordern ist eine zentrale Aufgabe unserer pädagogischen Arbeit als Lehrkräfte und der der hessischen Schulen. Daher ist es wichtig, allen Kindern in einem ihren individuellen Kompetenzen entsprechenden Lern setting die besten Lernmöglichkeiten zu bieten.
Wir sind der Auffassung, dass jedes Kind die Chance erhalten soll und muss, sich im Laufe seiner Entwick lung seinen Begabungen gemäß ge fördert, aber vor Überforderung ge schützt werden sollte. Dafür stehen wir als hphv! Aber nicht jede Schülerin oder jeder Schüler ist mit Eintritt in den Jahrgang 5 bereits dazu in der Lage, den gymnasialen Bildungsgang er folgreich zu durchlaufen. Die An schlussfähigkeit des begabungsori entiert gegliederten Schulwesens in Hessen ermöglicht das Erreichen höherer Abschlüsse auf vielfältige Weise.
lichkeit der Grundschulempfehlung beim Übergang von der vierten zur fünften Jahrgangsstufe. Seit einigen Jahren besuchen im mer mehr Schülerinnen und Schüler die fünfte Jahrgangsstufe an hessi schen Gymnasien. Die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler eines Jahrganges besucht aufgrund des Elternwunsches und un abhängig von der Empfehlung der Grundschule den gymnasialen Bil dungsgang. Dies führt zu einer erhöhten Anzahl von Schülerinnen und Schülern, die
SCHULE 1|2026
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