Blickpunkt Schule 1 2026
hphv intern
im Pädagogischen Ausschuss (PA) des hphv aktiv tätig und immer herzlich willkommen bei allen Sitzungen des ge schäftsführenden Vorstandes und des Landesvorstandes, wenn es ihre Zeit erlaubt. Bestmögliche Bildung in einem differenzierten Schulwesen In ihrem Grußwort betonte Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing die besondere »Größe« der Philologinnen und Philologen: »Wir fördern die Bildung junger Menschen, wir eröffnen Horizon te, wir vermitteln Wissen, geben Orientierung, Halt und Zu versicht. Wir versuchen, die Schülerinnen und Schüler auf ein selbstbestimmtes Leben in gesellschaftlicher Verantwor tung vorzubereiten.« Gymnasiale Bildung sei dabei mehr als anspruchsvoller Unterricht. Sie sei ein Versprechen für Fach lichkeit, die prägt – Persönlichkeit, die wächst – Bildung, die trägt – musisch, künstlerisch, sprachlich, naturwissen schaftlich, gesellschaftswissenschaftlich, so Lin-Klitzing. Das Ziel muss sein, bestmögliche Bildung für Schülerinnen und Schüler in einem differenzierten Schulwesen mit der Schulartsäule Gymnasium und starken weiterführenden Schularten neben dem Gymnasium zu gewährleisten. Lin-Klitzing konstatiert: »Das will auch die Bevölke rung!« Dies bestätigt die im Auftrag des Deutschen Philo logenverbands durchgeführte repräsentative forsa-Um frage ‘Meinungen zum Gymnasium’ vom 1. bis 6. Oktober 2025: Das Gymnasium soll das Herzstück unseres Bil dungssystems bleiben. 92 Prozent lehnen seine Abschaf fung ab. 71 Prozent befürworten das mehrgliedrige Schul system. Die Mehrheit (59 Prozent) will eine schulartspezi fische Lehrkräfteausbildung – weil nur so Kinder und Jugendliche ihren Fähigkeiten entsprechend bestmöglich gefördert werden können. Die forsa-Umfrage zeigt darüber hinaus: Die große Mehrheit der Deutschen wünscht sich für ihre Kinder leis
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» v.l.n.r.: Annabel Fee, Thorsten Rohde, Volker Weigand, Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing und Carsten Franz
tungsorientierte Übergangsentscheidungen von der Grundschule auf die weiterführenden Schulen. Auf die Fra ge, ob die Wahl der weiterführenden Schule ausschließlich vom Elternwillen abhängen solle, sprechen sich mehr als neun von zehn (92 Prozent) der Befragten dagegen aus. Neben den Wünschen der Eltern sollten auch die Leistun gen der Schülerinnen und Schüler sowie die fachliche Einschätzung der Lehrkräfte berücksichtigt werden. Das bedeutet: Der Elternwille steht bei den Bürgerinnen und Bürgern nicht über dem Leistungsgedanken. Doch ohne starke Lehrkräfte gebe es keine starken Schulen, kein starkes Gymnasium, das Schülerinnen und Schüler zu hohen Leistungen motiviere, formuliert Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing sehr deutlich. Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen, pädagogische Freiheit, gesell schaftliche Anerkennung – und junge Lehrkräfte brauchen vor allem einen guten und ausreichend langen Vorberei tungsdienst! Vertrauen ist das Fundament jeder pädagogischen Be ziehung – und auch jeder dienstrechtlichen. Lehrkräfte sind in der Regel Beamtinnen und Beamte. Sie haben sich
SCHULE 1|2026
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