lehrernrw 6/2024
SCHULE & POLITIK
tenzen dann schlechter abschneiden, wenn die Eltern gering qualifiziert sind, wenn wenig Bücher zu Hause vorhanden sind und wenn im Elternhaus nicht deutsch gespro chen wird. Der Migrationsstatus an sich habe keinen signifikanten Effekt. Dies ziehe sich durch bis hin zur Arbeits marktintegration: Auch hier wirke sich ein Migrationshintergrund allein in keiner Weise negativ aus, sondern erst dann, wenn die Menschen mit Migrationshintergrund schlechtere Sprachkenntnisse aufweisen und geringer qualifiziert sind. Deshalb müsse der volle Fokus der Bildungspolitik darauf liegen, zielgerichtet die Kinder zu fördern, die aus bildungsfernen Haushalten stammen und die zu Hause nicht gut in der deutschen Sprache gefördert werden können, so Studienleiter und IW-Bildungsökonom Professor Dr. Axel Plünnecke. INSM-Geschäftsführer Thorsten Alsleben forderte eine deutliche Ausweitung des Startchancenprogramms für benachtei ligte Schülerinnen und Schüler.
Foto: AdobeStock/Bonsales
Gute Deutschkenntnisse sind der Schlüssel für Bildungs- und Arbeitsmarktchancen.
Mangelnde Deutschkenntnisse = mangelnde Bildungschancen N icht der Migrationshintergrund generell, aber fehlende Deutschkenntnisse und im Auftrag der Initiative Neue Soziale Markt wirtschaft (INSM) erstellt haben.
Bildungsferne der Eltern haben starke negati ve Auswirkungen auf die Bildungs- und spä teren Arbeitsmarktchancen von Zuwanderer kindern, so das Ergebnis des neuesten INSM Bildungsmonitors, den die Bildungsexperten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)
Fünfzehnjährige Kinder mit Migrations hintergrund weisen demnach im Durch schnitt geringere Kompetenzen im Lesen, in Mathematik und in den Naturwissenschaf ten auf. Die Analysen der IW-Bildungsexper ten zeigen, dass Kinder in den PISA-Kompe
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