lehrernrw 4/2025

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Viele Jüdinnen und Juden werden in ih rem Lebensumfeld – auf der Straße, in der Schule oder im Internet – angegrif fen, bedroht und ausgegrenzt. Darum ist der Kampf gegen Antisemitismus eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Foto: AdobeStock/Yehuda

Antisemitismus konsequent entgegentreten – auch an Schulen

Der NRW-Landtag hat in seiner Sitzung am 10. Juli einen frakti onsübergreifenden Antrag zur Bekämpfung von Antisemitismus an nordrhein-westfälischen Schulen und zur bestmöglichen Unterstützung der Lehrkräfte bei dieser Aufgabe beschlossen.

 Jugendlichen und Beschäftigten, unabhän gig von Religion, Herkunft oder politischer Einstellung.«  Fortbildungseinrichtung für Lehrkräfte geplant Antisemitismus sei jedoch ein reales Pro blem, auch an Schulen. Das Land NRW un terstützt Schulen bereits mit konkreten Maßnahmen: neuen Unterrichtsmaterialien, Webinaren für Lehrkräfte und Handlungs empfehlungen. Auch zivilgesellschaftliche Initiativen bieten Begleitung, Fortbildung und Beratung an – und der Bedarf ist hoch. Mit dem Antrag wollen die demokratischen

»Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 verzeichnen Schulen ei nen deutlichen Anstieg an antisemitischen Äußerungen und Konflikten im Unterricht. Antisemitische Äußerungen dürfen weder ignoriert, noch relativiert werden. Schule ist nicht neutral, wenn es um Menschenrechte geht. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, Antisemitismus zu erkennen und ihm aktiv entgegenzutreten – im Unterricht, auf dem

Schulhof und im Lehrerzimmer. Dazu gehört auch, klar zu widersprechen, wenn das Exis tenzrecht Israels infrage gestellt oder jüdi sche Mitmenschen pauschal verurteilt wer den«, erklären die schulpolitischen Spreche rinnen der Landtagsfraktionen, Claudia Schlottmann (CDU), Dilek Engin (SPD), Lena Zingsheim-Zobel (Grüne) und Franziska Müller-Rech (FDP). Sie fordern: »Schulen müssen sichere Orte sein – für alle Kinder,

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