Profil 9/2026
PROFIL // Gewerkschaften
DPhV
DBB NRW Besoldungspaket für engagierte Lehrkräfte Die von der Landesregierung im Rahmen der Haushaltsgesetzgebung für 2027 kommuni zierte Anpassung der Besoldung für Schullei tungen und Lehrkräfte in Nordrhein-West falen findet die Zustimmung des DBB NRW Beamtenbund und Tarifunion. Roland Stau de, 1. Vorsitzender des DBB NRW, am 15. Juli 2026: „Das Besoldungspaket für Schulleitun gen und Fachleitungen in der Lehrerausbil dung zeigt, dass die Landesregierung die Not wendigkeit motivierter Lehrkräfte für gute Bildung in allen Schulformen erkannt hat. Die leistungsorientierte Ausrichtung des Zu- lagen- und Vergütungswesens für zusätzli ches Engagement und die Übernahme von Verantwortung und Zusatzaufgaben durch das Lehrpersonal ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einer modernen und gerechten Besoldungsstruktur.“ Das Land stellt vier Mil lionen Euro zusätzlich bereit, um die Besol dung von Rektoren, Konrektoren und von Fachleitungen in der Lehrkräfteausbildung anzuheben und die Stellenanzahl von Kon
Digitale Ausstattung der Schulen erfordert Mindeststandards
Gymnasien sind auf einen möglichen erneuten Distanz unterricht deutlich besser vorbereitet als andere Schul- formen. Das zeigen Erhebungen, die nach der Corona- pandemie erstmals systematisch untersucht hatten, wie vorbereitet sich Schulleitungen sowie Schülerinnen und Schüler auf künftigen Distanzunterricht
fühlen. Der Deutsche Philologenver band wertet die Ergebnisse als Beleg für den Weitblick und das Engagement der Gymnasiallehrkräfte. Er fordert, die begonnene Modernisierung der digita len Infrastruktur an allen Schulen kon sequent mit verbindlichen Standards fortzusetzen, damit auch künftig alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von Schulform und familiären Ressour cen bestmöglich auf digitale Lernsze narien vorbereitet sind.
Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des DPhV
44 PROFIL / DBB-Seiten // 9/2026 der OECD-Durchschnitt, in dem sich 36 Prozent der Jugendlichen unzureichend vorbereitet fühlten. Aus Sicht der Schulleitungen fiel das Bild noch positiver aus: Bun desweit sahen lediglich 6,5 Prozent von ihnen ihre Schule nicht ausreichend auf künftigen Distanzunterricht vor bereitet – ein Vertrauensbeweis in die geleistete Aufbau arbeit. „Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Unsere Gymna sien haben aus den Erfahrungen der Pandemie gelernt und ihre Hausaufgaben gemacht“, erklärte die DPhV Bundesvorsitzende Susanne Lin-Klitzing am 8. Juli 2026. „Das ist zuallererst ein Verdienst der Gymnasiallehrkräf te, die mit großem persönlichem Einsatz digitale Unter richtsformate in ihren Schulalltag integriert haben. Diese Leistung verdient Anerkennung – und sie zeigt, was mög lich ist, wenn Engagement auf funktionierende Struktu ren trifft.“ Konkret fühlten sich nur 24 Prozent der Gym nasiastinnen und Gymnasiasten nicht oder nur wenig auf einen künftigen Distanzunterricht vorbereitet – bei Schü lerinnen und Schülern anderer Schulformen lag dieser Anteil mit 35 Prozent deutlich höher, im Durchschnitt aller 15-Jährigen bei 30 Prozent. Auch im internationalen Vergleich schnitt Deutschland insgesamt besser ab als
rektoren an den Grund-, Haupt-, Real- und Förder schulen bedarfsgerecht zu erhöhen. Staude: „Zusam men mit der bereits ein gespurten A 13-Eingrup pierung von Lehrkräften an Grundschulen und in der Sekundarstufe I hat die Landesregierung ein gutes Paket für eine Attraktivierung des öffent lichen Dienstes geschnürt,
Roland Staude, Vorsitzender des DBB NRW
um die Zahl der bisher 20 000 unbesetzten Stellen wirksam reduzieren zu können. Aus unserer Sicht sollte der Fokus jedoch prioritär auf die anstehende Besoldungsstruktur reform gelegt werden, um den öffentlichen Dienst als Ganzes in die Zeit zu stellen. Das ist für uns ein steter Prozess, an dem wir konstruktiv mitwirken werden.“
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