Profil 9/2026
PROFIL
PhV Berlin/Brandenburg:
werden und der Abiturpüfungszeit raum selbst, durch das zusätzli- che fünfte Fach, kompakter und anstrengender, zudem müssen neue Formate ausgearbeitet, erprobt und evaluiert werden.
Foto: PhV Berlin/Brandenburg
Jobst Werner geht von Bord Maßgebliche Leistungen in der Berliner Schulpolitik von Kathrin Wiencek und Ferdinand Horbat E in großer Berliner beendet mit 80 Jahren seine aktive Tätigkeit für den Philologenverband. Den Vertretern aller Landesverbände im Deutschen Philologenverband ist er bestens bekannt als mehr maliger ehemaliger Vorsitzender des Präsidiums der Vertreterver sammlung des DPhV und ehema liges Mitglied des Schlichtungs rates. Für den Philologenverband Berlin wirkte Jobst Werner über Jahrzehn te in verschiedenen Funktionen bei der Meinungsbildung des Verban des mit (Beisitzer, Schriftführer, stellv. Vorsitzender, Vors. der AG der Direktoren), nachdem er 1975 in den Verband eingetreten war. Von 1998 bis 2003 führte Dr. Wer ner den Verband als Vorsitzender. In dieser Zeit beschloss die Mitglie derversammlung im Jahre 2000 eine wesentliche Änderung der bisherigen Struktur durch Bildung von Regionalvertretern und Dele gierten, die nun zusammen den geschäftsführenden Vorstand wählen. Der ehemals Berliner Stadtstaatenverband war nach Wiedervereinigung zu einem fl ächenmäßig ausgedehnten Landesverband geworden. Als (ehemaliger) Schulaufsichts beamter und Schulleiter des Paul sengymnasiums in Berlin war er ein exzellenter Kenner des Dienst-
Vier Forderungen des Philologenverbandes
36 PROFIL // 9/2026 abgestimmte Kernlehrpläne (KLP) sollten spätestens zum Ende der Sommerferien bereit stehen, damit Schulen bzw. die Fachschaften die Arbeit auf- nehmen können. 1. Der PhV fordert einen vorüber gehenden Stopp weiterer tief greifender Reformen. Zumindest so lange, bis die Neugestaltung der Oberstufe an allen Sek-II Schulen erfolgreich umgesetzt und evaluiert worden ist. Wir wollen keinen Wandel blockie ren, sondern Veränderungen begleiten, die verantwortbar sind und im System Schule verarbeitet werden können. 2. Bis zur vollständigen Umsetzung der Reform benötigen Schulen und Kollegien mehr Zeit, um bei spielsweise neue Prüfungsfor mate vorbereiten und einüben zu können. Aus diesem Grund fordern wir das Schulministeri um auf, vorübergehend mindes tens einen zusätzlichen Tag je Schulhalbjahr für diese Zwecke zu ermöglichen. 3. Außerdem fordert der Philolo genverband, die Schüler-Lehrer Relation deutlich zu verringern. Dies würde dazu führen, dass die Gymnasien und Gesamt schulen mehr Lehrkräfte einstel len, fl exibler Kurse einrichten und entsprechend bessere Wahlangebote machen könnten. 4. Das Unterstützungsmaterial und
Dr. Jobst Werner
und Schulrechts und Ausbilder der Referendare. Für sie aber auch für die Kolleginnen und Kollegen hat er eine kurzgefasste und auf wich tige Punkte beschränkte Broschüre zum Schulrecht verfasst. Die aktu ellen schulrechtlichen Veränderun gen verö ff entlichte er regelmäßig in den Mitteilungen des Verban des. Den Landesverband vertrat er spä ter in der Rechtsschutzkommission des dbb berlin und tarifunion und führte auch den Vorsitz. Nach seiner Versetzung in den Ruhestand führte er bis jetzt den Arbeitskreis der Pensionäre, lud zu interessanten Veranstaltungen in Berlin und Brandenburg ein und vertrat sie im Landesvorstand, beim DPhV, beim dbb berlin und beim dbb Seniorenkongress. Auf der letzten Vorstandssitzung des Landesverbandes Berlin/ Brandenburg im Juli bat er den Vorstand ihn aus gesundheitlichen Gründen von seinen Aufgaben zu entbinden. Wir sagen Danke für über 50 Jahre Treue zum Verband und wünschen ihm für seinen weiteren Lebens weg viel Freude und Glück.
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