Profil 9/2026
PROFIL // Begegnungen
„Ich komme wieder mit meinen Eltern“
fendem Bildmaterial sichtbar und nachfühlbar gemacht, und der Beginn der alternativen Umweltbe wegung kann ebenso nachvoll zogen werden wie Migration und Ansätze zur Integration. Mit Freude nimmt der Deutsche Philologenverband jetzt wahr, dass die Stiftung Haus der Geschichte nunmehr ihre museumspädago- gische Zusammenarbeit mit uns Pädagogen institutionalisiert. Dies geschieht über eine Kooperation mit dem Verband der Geschichts lehrer Deutschlands (VGD). Dazu darf man Niko Lamprecht vom VGD zitieren: „Qualitativ hochwertiger Geschichtsunterricht fi ndet nicht nur im Klassenraum statt, sondern auch bei Exkursionen zu … außer schulischen Lernorten wie dem Haus der Geschichte in Bonn, dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig sowie dem Tränenpalast und dem
Museum in der Kulturbrauerei in Berlin.“ Prof. Dr. Harald Biermann, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte, ergänzt: „Der Besuch unserer Ausstellungen ist für viele Kinder und Jugendliche eine erste Begegnung mit der Zeitgeschichte. Unter dem Leitgedanken Du bist Teil der Geschichte erfahren sie, wie eng die jüngste Vergangenheit mit ihren eigenen Lebensrealitä ten verbunden ist. Das selbststän dige Entdecken in unseren Aus stellungen fördert historische Kompetenzen und lädt dazu ein, Geschichte zu hinterfragen und einzuordnen.“ Ja, und über die Rückmeldungen nach den oben erwähnten Klassen besuchen darf man sich denn auch freuen: „Unser (mehrstündiger, W. T.) Besuch war viel zu kurz!“
regierung unter Kanzler Helmut Kohl an die Bonner Bevölkerung gesehen werden, die 1999 endgültig auf die Funktionen des Regierungs- und Parlamentssitzes ihrer Stadt verzichten mussten. Übergreifendes Thema des Hauses ist die Begegnung mit der deut schen Geschichte von 1945 bis in die Gegenwart. Dieses Thema ist Gegenstand der Dauerausstellung des Museums. Die Faszination des Ausstellungs konzeptes ergibt sich aus dem Miteinander von Text und Bild, von Zeitzeugenaussagen und Gegen ständen. Man kann den Dienst-Mer cedes des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer ebenso bewun dern wie man sich mit der Popmusik der ersten beiden bundesdeutschen Jahrzehnte vertraut machen kann: Ein Druck auf eine der Tasten der musealen Musicbox, und es ertönt die Stimme von Peter Kraus: „Sugar, Sugar Baby“. Die deutsche Teilung wird mit anschaulichem und ergrei
„So anschaulich kann man die Folgen der Hitler-Diktatur und des SED-Regimes im Unterricht gar nicht vermitteln …“
Foto: Haus der Geschichte
Gut besuchte Eingangshalle
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