Profil 7-8/2026

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PROFIL // Titel

auch verbindlich zu verfolgen, damit Zielklarheit, Rol lenklarheit und Ressourcenklarheit besteht, so wie es auch die Ständige Wissenschaftliche Kommission für die datengestützte Steuerung des Schulwesens anmahnt. Für uns ist dabei die Förderung der Leistung und Leis tungsentwicklung von unseren Schülerinnen und Schü lern im Unterricht zentral. Und da blickt – wie gesagt – fast die gesamte reisende Bildungsministerkonferenz nach Kanada, insbesondere auf Alberta – wenngleich man mit nüchternem Blick feststellen muss: Die gym nasialen deutschen Leistungsdaten sind im Vergleich mit Kanada nicht schlechter, sondern besser! Und im innerdeutschen Vergleich zeigt sich immer wieder neu die Leistungsstärke der sächsischen Schülerinnen und Schüler. Der international-vergleichende nüchterne Blick zeigt: Die deutschen Gymnasiasten stehen besser da als häu fi g undi ff erenziert behauptet. In der letzten PISA-Studie erreichten sie in Mathematik durchschnittlich 546 Punkte (Kanada hingegen 497), in den Naturwissen schaften 570 Punkte (Kanada hingegen 515) und im Lesen 556 Punkte (Kanada hingegen 507) – und liegen damit jedes Mal über Kanada und dem Niveau der OECD-Spitzenländer Japan, Korea, Estland. – Einschrän kend ist zu diesen Zahlen zu sagen: Ich vergleiche hier die aus PISA vorliegenden Leistungsdaten der Gymna siasten mit den Leistungsdaten aller Schülerinnen und Schüler aus den anderen Ländern. Es ist aber gleich wohl wichtig, genau hinzuschauen und unterschiedli che Leistungsergebnisse zu berücksichtigen, insbeson dere dann, wenn es bildungspolitisch um unterschieds lose Maßnahmen für alle geht, die eben unterschiedslos nicht zielführend sein müssen. Denn so wie Alberta ein Bundesstaat in Kanada mit guten Schülerleistungsdaten ist, so sind Bayern und Sachsen zwei Bundesländer in Deutschland im IQB- Bildungstrend, die kontinuierlich vorne liegen – auch wenn es, und das kann man nicht leugnen, u.a. corona bedingt, Leistungsrückgänge auch hier gibt, die uns nicht ruhen lassen sollten. Es kommt also schon darauf an, genau und di ff erenziert zu schauen, um Stärken und Schwächen im jeweiligen Land und in der jewei ligen Schulart zu sehen, um allgemeine, aber auch spe zi fi sche Maßnahmen abzuleiten und im besten Falle auch die Stärken im jeweiligen Land zu stärken – und dazu gehören mit Sicherheit die sächsischen Lehrkräfte mit ihrer starken Motivation und Leistungsorientierung für ihre Schülerinnen und Schüler!

Conrad Clemens, sächsischer Kultusminister, mit Susanne Lin-Klitzing und Thomas Langer

Die Nutzung von Daten kann dabei ein wertvolles Instrument sein. Dem stimmen wir zu, sie war es auch immer schon, denn prinzipiell ist der Umgang mit Daten für Schulleitungen und Lehrkräfte ja nicht neu. Dazu möchte ich hier an dieser Stelle Professor Olaf Köller, den Co-Chef der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission, zitieren, mit dem, was er 2025 bei der Vorstellung des „Alberta-Konzepts“ „Bessere Bildung 2035“ zur datengestützten Schul- und Unterrichtsent wicklung, ausgerichtet von der Wübben-Stiftung, pro minent mit Ministerinnen und Staatssekretären und Wissenschaftlern besetzt, dafür ohne Lehrkräfte, Schulleitungen und Schülerinnen und Schüler, sagte: Daten können helfen, verursachen aber bei den Betrof fenen Stress. – Der Umgang mit diesem Befund ist nicht trivial – für uns nicht, für Sie nicht, Herr Minister, im Verein mit den anderen Bildungsministerinnen und -ministern, die sich entschlossen und gemeinsam wie selten, für die datengestützte Schulentwicklung „com mitted“ haben, wie man heute sagt. Olaf Köller führte dazu allerdings weiter aus: “ Ob Kinder lernen, entschei det der Unterricht, nicht die Daten. Die Beziehungen

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