Profil 7-8/2026
Foto: Langer
Grußwort der Bundesvorsitzenden des Deutschen Philologenverbandes, Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, für den Sächsischen Philologentag Alle blicken nach Kanada
Was die Bildungspolitik für uns noch viel nötiger in den Blick nehmen muss
„Sehr geehrter Herr Staatsminister Clemens, sehr geehrter Herr Referatsleiter, lieber Herr Dr. Heinrich, sehr geehrter Herr Wils, lieber Herr Dr. Xylander, lieber Michael Jung, René Michel und Dirk Baumbach, vor allem aber liebe sächsische Philologen, Kollegen und Kolleginnen, Mitglieder des Vorstands, lieber Vorsitzender Thomas Langer A lle blicken derzeit nach Kanada, hier insbesonde re nach Alberta, die Bildungsminister reisen regelmäßig dorthin, so wie damals nach Finn land, und blicken auf deren beeindruckende Leistungs daten und dortige Erfolgsmodelle, um sie für uns zu übernehmen – wenngleich man nüchtern konstatieren muss: Die gymnasialen deutschen Schülerleistungs daten sind im Vergleich mit Kanada nicht schlechter,
sondern besser! (Ich werde als Beleg noch auf einige Zahlen, Daten, Fakten hinweisen.) Der Blick über den Tellerrand ist nie schädlich, sondern hilft – noch wichtiger ist jedoch der klare Blick auf die eigenen Voraussetzungen für gute Bildung. Denn gute Bildung entsteht nicht durch kurzfristige Reformideen oder strukturelle Experimente. Sie entsteht dort, wo auf der Basis unserer Verfassung Verlässlichkeit, klare Ziele und echte Zusammenarbeit die Grundlage für schulische Arbeit bilden. Lassen Sie mich deshalb entlang dieser drei Erwartun gen sprechen, die wir als Philologenverband an die
sächsische Bildungspolitik richten: Zuverlässigkeit – Zielorientierung – Zusammenarbeit.
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