Profil 7-8/2026
PROFIL // Titel
Eine Ho ff nung vermittelte Conrad Clemens den Anwesenden – wenn auch in einem fragwürdigen Zusam menhang. Der prognostizierte demo gra fi sche Einbruch in den 2030er Jah ren werde zu einem Lehrerüberhang in Sachsen führen, der dann neue Gestaltungsmöglichkeiten erö ff ne. Jedenfalls wolle er „die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen“. Dieses Versprechen lässt Zweifel auf kommen, plant das Kultusministeri um doch im Zuge des prognostizier ten Schülerrückgangs bis 2040 den Abbau von 4.600 Lehrerstellen. mutbarer Zustände aus der Schulpra xis und zahlreichen Detailfragen kon frontiert, die ihn sichtbar forderten – insbesondere dann, wenn es um kon krete Regelungen zum Abitur ging. Die anwesenden Philologen kritisier ten die fehlende Anrechnung des zusätzlichen Arbeitsaufwands für die Vorbereitung und Durchführung mündlicher Prüfungen, die gestriche nen Stunden für schulbezogene Auf gaben, die umfangreichen Abordnun gen sowie die mangelnde fi nanzielle Wertschätzung von Oberstufen- und Fachberatern. Anschaulich wurde geschildert, welche Mehrbelastungen durch häu fi ge Lehrplanänderungen, eine missglückte Digitalisierung und die zunehmend heterogene Schüler schaft entstehen. Gefordert wurden Planungssicherheit und Verlässlich keit, insbesondere bei der Organisati on der gymnasialen Oberstufe. Eine Frage aus dem Plenum konnte aus Zeitgründen schließlich nicht mehr gestellt werden. Angesichts der zahlreichen geschilderten Miss stände wirkte sie inzwischen beinahe unangemessen: „Welche Maßnah men haben Sie geplant, damit Sach sen seine Spitzenposition bei Bil dungsrankings behält?“ Clemens wurde aus dem Plenum zeitweise mit Schilderungen unzu
Nach der Mittagspause wurde der Phi lologentag mit dem internen Teil, der Mitgliederversammlung, fortgesetzt. In seinem Tätigkeitsbericht dankte der PVS-Vorsitzende Thomas Langer allen aktiven Mitgliedern für ihr En- gagement, insbesondere dem bishe rigen Landesvorstand. Er würdigte die erfolgreiche Arbeit in den Regio nen und den Einsatz der Regionalvor stände, mahnte aber zugleich an, künftig noch stärker darum zu wer ben, insbesondere junge Lehrkräfte für den Verband zu gewinnen und den Mitgliederrückgang aufzuhalten. Die Mitgliederwerbung soll deshalb weiter intensiviert werden. Dabei unterstützt uns unser neuer Partner Swiss Life. Positiv bewertete Langer die ö ff entli che Wahrnehmung des Philologen verbands bei seinem Kernthema, der Qualität des sächsischen Abiturs. Bei diesem Thema ist der Verband häu fi g der erste Ansprechpartner für Medi envertreter. Hier gelten wir als Exper ten. Unterstützt wird unsere Arbeit pro fessionell durch den DPhV, seine Bundesvorsitzende und die exzellen te Geschäftsstelle in Berlin. Ein be- sonderes Dankeschön sprach Langer schließlich Katrin Lippmann für ihre engagierte, sorgfältige und stets ver lässliche Arbeit in der PVS-Geschäfts stelle aus. Anschließend wurde der Landesvor stand neu gewählt. Thomas Langer bleibt Landesvorsit zender, Jens Rieth sein Stellvertreter und Franziska Heinert Schatzmeis terin. Das Referat Bildungspolitik wird weiterhin von Hubertus Kaiser gelei tet. Für Beamten-, Berufs- und Tarif politik sind künftig Niels Döring und Markus Gretzschel zuständig. Markus Gretzschel bleibt außerdem Koor dinator für die Personalratsarbeit.
17 PROFIL // 7-8/2026 hohen Mehrbelastungen der Gymna siallehrkräfte endlich reduziert wer den. Dr. Teresa Eichelmann leitet weiter hin das Referat Frauen. Thomas Fritzsche trat aus Altersgründen nicht erneut an. Neu in den Landesvor stand gewählt wurde Jessica Kanitz. Sie übernimmt das neu gescha ff ene Referat Lehrerausbildung und Kom munikation. Marius Fritzsche wurde als neuer Vorsitzender der Jungphilo logen in den Landesvorstand gewählt. Ste ff en Pabst gehört dem Gremium weiterhin als gewählter Seniorenbeauftragter an. Qua Amt gehören außerdem die Regionalvor sitzenden von Chemnitz und Leipzig, Cornelia Krauße und Andreas Vogel, dem Landesvorstand an. Komplet tiert wird das Gremium durch unsere Ehrenvorsitzende Gudrun Schreiner. Nach der Wahl diskutierten und beschlossen die anwesenden Philolo gen die eingereichten Anträge. Sie bilden gewissermaßen die Hausauf gaben des Landesvorstands bis zum nächsten Philologentag in zwei Jah ren. So wird sich der Vorstand dafür einsetzen, dass die Verbeamtung der sächsischen Lehrkräfte fortgeführt wird, die Schulsozialarbeit in die SOGYA aufgenommen wird und mul tiprofessionelle Teams die Lehrkräfte unterstützen. Außerdem setzt sich der PVS für eine einheitliche Kom munikations- und Lernplattform ein, die den derzeitigen Wirrwarr aus Schulportal, LernSax und Co. ersetzt. Ebenso sollen zeitgemäße Regelun gen zur Leistungsermittlung in Zeiten künstlicher Intelligenz entwickelt, Konzepte des digitalen Selbstlernens überprüft und die Vielzahl schu lischer Wettbewerbe evaluiert wer den. Darüber hinaus wird sich der PVS gegen die Erhöhung der P fl icht stundenzahl für Referendare einset zen und nicht zuletzt dafür kämpfen, dass die nachgewiesenermaßen
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