Profil 5/2026

PROFIL // DPhV-Standpunkte

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sportlich, musikalisch, kulturell, interaktiv. Denn wer im Verein trainiert, im Gym an sich arbeitet oder mit der Band probt; wer beim Theaterprojekt mitwirkt, sich ehren amtlich engagiert oder an einem Umweltprojekt beteiligt – der hängt nicht permanent am Handy.“ Der DPhV unterstützt daher aus drücklich die von Bundesbildungs ministerin Karin Prien eingesetzte Expertenkommission. Lin-Klitzing: „Schutz und Befähigung müssen zusammen gedacht werden: Kinder und Jugendliche müssen vor Dauer Ablenkung, sozialem Druck und suchtähnlichem Nutzungsverhal- ten geschützt werden, brauchen zugleich aber Lern- und Bildungs erfahrungen für einen verantwor tungsvollen Umgang mit digitalen Medien“. Dazu gehört neben einer verbindlichen Verankerung von Medienerziehung in der Schule auch das P fl ichtfach Informatik. Eine gesetzliche Altersbeschrän- kung für Social Media und der Ver zicht auf Privathandys in der Schule kann Schülerinnen und Schüler wäh rend des Unterrichts wirksam vor digitaler Dauerablenkung schützen und damit die Schule in ihrer Bil dungsaufgabe stärken. Der DPhV fordert zudem strukturelle Eingri ff e in Plattformmechanismen. Lin-Klitzing: „Personalisierte Empfeh lungsalgorithmen fördern Abhängig keit, verkürzen Aufmerksamkeits spannen und begünstigen extreme Inhalte. Kinder dürfen digitalen Sucht spiralen nicht schutzlos ausgeliefert sein.“ Eine Begrenzung oder Deakti vierung solcher Algorithmen für Min derjährige ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung digitaler Selbstbestimmung. Politische Entscheidungen dazu soll ten jedoch unter Einbeziehung jugendlicher Peergroups, etwa von Schülervertretungen wie der Bundes schülerkonferenz, getro ff en werden.

Mit Blick auf digitale Klassenchats warnt der Verband vor einem blin den Fleck in der Debatte. Lin-Klitzing: „Zwar machen Messenger-Apps wie WhatsApp nicht so abhängig wie der plattformgenerierte Social-Media Konsum – und haben auch viele positive soziale Funktionen – , gleich wohl erö ff nen sie Raum für Ausgren zungen, Mobbing und damit psy chische Belastungen, die hier in geschlossenen Chatgruppen entste hen und nicht auf der ö ff entlichen Bühne.“ Diese digitalen Erfahrungen sind eng mit persönlichen Grund rechten verbunden. Mobbing im Klassenchat, Deepfakes oder unge fragte Bild- oder Tonaufnahmen berühren Fragen von Meinungsfrei heit, der Würde des Menschen und Verantwortung. Stiller Überwachung durch Lehrkräfte als Moderierende widerspricht der DSGVO, da per sonenbezogene Daten ohne Rechts grundlage verarbeitet würden – viele Länder verbieten dies. Auch eine gesetzliche P fl icht zu erwachsenen Moderierenden in Chatgruppen stößt rechtlich an Grenzen, weil Mes senger-Gruppen wie bei WhatsApp von privaten Nutzern selbst angelegt und verwaltet werden – ohne dass ein Betreiber verp fl ichtet werden könnte, eine Moderation in privater Kommunikation sicherzustellen. „Dies zeigt aus unserer Sicht auf, dass umfassende Medienerziehung und -bildung durch das Elternhaus, die Peergroup, die Schule unver zichtbar sind. Unser gemeinsamer Auftrag ist die Ermöglichung von Bil dung zur Mündigkeit der nachwach senden Generationen – nicht aber die totale digitale Durchdringung oder Kontrolle des (Schul-)Alltags. Umso notwendiger ist eine re fl ektier te gesamtgesellschaftliche Debatte zum Umgang mit digitaler Kommuni kation auch in der Erwachsenen welt,“ mahnt Lin-Klitzing. 

6 PROFIL // 5/2026 als Unterricht im Schulalltag. Alle Angebote gibt es unter www.jh-klassenfahrt.de. Das Service-Team berät gerne persönlich unter Tel. 0211 3026 3026 oder Mail an service@djh-rheinland.de. Lernen mit allen Sinnen – gemeinsam, praktisch, nachhaltig O b beim Floßbau, bei kooperati ven Challenges, beim Erkunden historischer Orte oder bei Natur erlebnissen: Auf Klassenfahrt lernen Schüler*innen mit Kopf, Herz und Hand. Die Programme der Jugend herbergen im Rheinland setzen auf methodische Vielfalt, viel Bewegung und bewusste Re fl exion. So wird aus Erlebtem nachhaltiges Lernen. Je nach Angebot stehen soziales Mit einander, Sport, Geschichte, Natur oder Persönlichkeitsentwicklung im Mittelpunkt. Gemeinsame Aktionen, spielerische Methoden und kreative Aufgaben bringen Abwechslung in den Tag und stärken zugleich die Klassengemeinschaft. Lernen wird so anschaulich, motivierend und bleibt weit länger im Gedächtnis

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