Profil 5/2026
PROFIL // Gewerkschaften
dbb hamburg:
GdS:
Jobticket-Zuschuss für Beam tinnen und Beamte gefordert Die Hamburgische Bürgerschaft hat beschlossen, dass auch die Beamtinnen und Beamten der Hansestadt Ham burg den 25-Prozent-Zuschuss zum Deutschland-Ticket erhalten, wenn diese das Ticket als sogenanntes Jobticket über die FHH beziehen. Diese Regelung gilt ab dem 1. April 2026 analog zur erzielten Tarifeinigung im Rah men der kürzlich beendeten TV-L-Tarifrunde. Zu dieser Tarifeinigung gehört auch die Zulage für bestimmte bür gernahe Beschäftigungsgruppen der FHH (Hamburg-Zula ge). In diesem Zusammenhang hat die Bürgerschaft den Senat aufgefordert, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der den Tarifabschluss zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) systemge recht übernimmt und der auch den jüngsten Anforderun gen des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts aus dem September 2025 genügt. Thomas Treff, Vorsitzender dbb hamburg, sagte: „Ich freue mich sehr, dass die Bürgerschaft den Weg freige macht hat, dass der sogenannte Jobticket-Zuschuss
46 PROFIL / DBB-Seiten // 5/2026 Dienstbetrieb erforderlich ist, bleibe sie unverzichtbar. Gleichzeitig gebe es in der Sozialversicherung aber zahlreiche Tätigkeits felder, in denen Homeo ffi ce und mobiles Arbeiten längst praxiserprobt und leistungs fähig seien. Die GdS appelliert an die Arbeit geber, das Thema nicht als Kostenfrage, son dern als Chance zu begreifen – für zufriedene re Beschäftigte, geringere Pendelbelastung und eine zeitgemäße Arbeitskultur in der Sozialversicherung. Mehr Homeo ffi ce gegen steigende Tankkosten Angesichts der anhaltend hohen Kraftstoff preise fordert die Gewerkschaft der Sozial versicherung (GdS) die Arbeitgeber in der gesetzlichen Sozialversicherung auf, die Möglichkeiten von Homeoffice und mobilem Arbeiten konsequenter aus zubauen und den Beschäftig ten verstärkt anzubieten. Die steigenden Tankkosten belas ten insbesondere Pendlerin nen und Pendler im Sozialver sicherungsbereich spürbar. Viele Beschäftigte legen täg lich weite Strecken zu ihrem Arbeitsplatz zurück, obwohl ein erheblicher Teil ihrer Auf gaben problemlos von zu Hause erledigt werden könnte. Die GdS sieht die Arbeitgeber hier in der Verantwortung, vorhandene Spiel räume im Sinne der Beschäftigten besser zu nutzen. „Wer Fachkräfte halten und neue gewinnen will, darf nicht an alten Präsenzgewohnheiten festhalten, während die Spritpreise den Beschäftigten ein Loch ins Portemonnaie fressen. Homeo ffi ce und mobiles Arbeiten sind moderne Arbeitsinstrumente, die Arbeit geber dort einsetzen sollten, wo es machbar ist“, erklärt Maik Wagner, GdS-Bundesvorsit zender und dbb-Vize. Es gehe nicht darum, Präsenzarbeit grundsätzlich infrage zu stellen. Dort, wo persönliche Anwesenheit für den Maik Wagner, Bundesvor- sitzender der GdS
auch für die Beamtinnen und Beamten der FHH ab dem 1. April 2026 gilt. Das ist ein wichtiges Zeichen der Wertschät zung und Verlässlichkeit. Und unser Dank geht an die FHH, die rechtzeitig die notwendigen administrativen Vorberei tungen dafür getroffen hat. Wir begrü ßen auch, dass die Bürgerschaft den Senat ersucht hat, die übrigen Punkte aus der Tarifeinigung mit der TdL jetzt in einen Gesetzentwurf zu gießen und der
Thomas Tre ff , Vorsitzender des dbb hamburg
Bürgerschaft vorzulegen. Neben der Hamburg-Zulage und den linearen Anpassungen soll dabei auch die jüngste Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur amtsangemessenen Alimentation berücksichtigt werden.“ Für den dbb hamburg sei allerdings unklar, warum im Antrag nur von einer systemgerechten Übertragung des Tarifergebnisses die Rede ist. Tre ff : „Wir fordern, dass es auch eine zeitgleiche Übertragung gibt. Viele andere Bundesländer haben diese zeitgleiche Übertragung bereits erklärt, nur Bayern scheint einen anderen Weg zu gehen. Wir warnen davor, dass Hamburg diesen bayerischen Irrweg mitgeht.“
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