Profil 5/2026
PROFIL // Gewerkschaften
DBB NRW: Modernisierungso ff ensive auf der Zielgeraden D ie Landesregierung Nordrhein-Westfalen treibt die Modernisierung des ö ff entlichen Dienstes mit einem umfassenden Maßnahmenpaket voran. In einem gemeinsamen Prozess mit den gewerk schaftlichen Spitzenverbänden wurden zentrale Reformvorhaben erarbeitet, die die Bereiche Arbeitszeit, Altersgeld, Jobrad, New Work und das Zulagenwesen betre ff en. Das vorgestellte Maßnah menpaket zentraler Eckpunkte mit neun konkreten Reformvorhaben bewertet Roland Staude, 1. Vor sitzender des DBB NRW: „Im Rahmen eines positi ven, kritischen Dialogs zwischen der Landesregie rung und den gewerkschaftlichen Spitzenverbän den haben wir einen guten Kompromiss gefunden, den ö ff entlichen Dienst des Landes Nordrhein Westfalen in die Zukunft zu führen, um im steten Wettbewerb um die besten Fachkräfte auch mit der Wirtschaft mithalten zu können.“ Die von der Landesregierung angekündigte Ein führung eines Lebensarbeitszeitkontos zur Ver
42 PROFIL / DBB-Seiten // 5/2026 Der Bundesvorsitzende des dbb, Volker Geyer, gratulierte Heiko Teggatz, der auch dbb-Vize ist, zur Wahl zum DPolG Bundesvorsitzenden: „Seit 2022 arbeiten wir in der dbb-Bun desleitung vertrauensvoll zusammen. Mit dir, lieber Heiko, bekommt die DPolG einen durchsetzungsstarken Experten an der Spitze, der die Sache der Polizistinnen und Polizisten überzeugend vertritt. Den dbb hast du dabei an deiner Seite.“ Geyer würdigte in seiner Ansprache Rainer Wendt: „Wie kaum ein anderer Gewerkschafter hast du es verstanden, Politik und Ö ff entlichkeit das Wirken der Polizei zu erklären und, wenn nötig, auch mit pointierten Aussagen auf die Missstände im Bereich der inneren Sicherheit hinzuweisen. Lieber Rainer, für deinen unermüdlichen Einsatz sind dir alle Kolleginnen und Kollegen, ist dir der dbb zu Dank verp fl ichtet.“ DPolG: Heiko Teggatz ist neuer Bundesvorsitzender A uf dem 26. Bundeskongress der Deutschen Polizei gewerkschaft (DPolG) haben die Delegierten am 20. April 2026 in Berlin eine neue Bundesleitung gewählt. Heiko Teg gatz folgt als Bundesvorsitzender auf Rainer Wendt, der nach rund 19 Jahren an der Spitze der DPolG nicht erneut kan didiert hatte. Zu seinem 1. Stellvertreter wählten die Delegier ten Ralf Kusterer aus Baden ‑ Württemberg. Weitere stellver tretende Bundesvorsitzende sind Markus Sehn (Saarland), Thomas Jungfer (Hamburg), Thorsten Grimm (Bayern) sowie Olaf Sendel (Sachsen ‑ Anhalt). Manuel Ostermann ist neuer Bundesvorsitzender der DPolG Bundespolizei. In seiner Antrittsrede setzte der neue Bundesvorsitzende klare Schwerpunkte für die gewerkschaftliche Arbeit in den kommenden Jahren. Mit großer Sorge verwies er dabei auf die seit Jahren ansteigende Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte: „Menschen, die tagtäglich für unsere Sicherheit sorgen, geraten zunehmend selbst ins Visier von Gewalt. Die Lage für Einsatzkräfte ist hoch angespannt, vie lerorts sehen sie sich brutalen und teils lebensgefährlichen Angri ff en ausgesetzt. Besonders im Umfeld von Demonstra tionen nimmt die Gewaltbereitschaft deutlich zu. Gewalt gegen Einsatzkräfte ist inakzeptabel und darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben!“ Die neue DPolG-Bundesleitung: Markus Sehn (LV Saarland), Olaf Sendel (LV Sachsen-Anhalt), Thorsten Grimm (LV Bayern), Bundes vorsitzender Heiko Teggatz (BPolG), Ralf Kusterer (LV Baden-Würt temberg) und Thomas Jungfer (LV Hamburg) (von links).
Foto: © Marco Urban
besserung des Übergangs in den Ruhestand begrüßt der DBB NRW. „Damit wird eine seit Langem vom DBB NRW erhobene Forderung umge setzt. Zudem bringt das vor gestellte Modell endlich Bewe gung in die festgefahrene Arbeitszeitfrage. Dies ist ein erster notwendiger und wich tiger Schritt, wettbewerbsfähi
Roland Staude, Vorsitzender des DBB NRW
ge Arbeitszeiten für den ö ff entlichen Dienst in NRW zu erreichen“, so Staude. Weiter verbesser ten die Ausweitung der Arbeitszeitregelung sowie die Umsetzung von Co-Working- und Shared-Wor king-Angeboten im ö ff entlichen Dienst die Verein barkeit von Familie, Beruf und Karriere. „Durch die strukturelle Reform des Zulagen- und Ver gütungswesens werden zudem gefühlte und tat sächliche Ungerechtigkeiten reduziert und die Höhe der Zusatzbeträge im Rahmen einer Pau schalierung an die Ansprüche der Zeit angepasst. Das ist ein echter Beitrag zur Entbürokratisierung und Staatsmodernisierung.“
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