Profil 5/2026

PROFIL // Rezension

Wie ist die Menschheit früher nur ohne Smartphone ausgekommen? Jacob Weizman fordert „Smartphone aus, Leben an!“

38 PROFIL // 5/2026 Allerdings müssen Leserinnen und Leser hier keine selbstmitleidige schen zu kommunizieren oder kontemplativ in sich zu gehen. Weizman ist sicher nicht der erste und einzige, den diese Form von Medienkonsum beunruhigt, man denke hier nur an die große gegen wärtige Debatte um ein Handy- verbot in unseren Schulen. Was das Buch des jungen Autors be- sonders macht, ist zweierlei: Zum Einen die Eindringlichkeit, mit der Weizman sein Anliegen verfolgt, und diese Eindringlichkeit erklärt sich aus der eigenen Betro ff enheit, hatte ihn schließlich die eigene Abhängigkeit vorübergehend zu einem Handy-Junkie gemacht, den die eigene Überzeugung von der Notwendigkeit seiner ständigen Erreichbarkeit und dem Gefühl, ohne das kleine Gerät Wichtiges im Leben zu versäumen, schließlich ins Burn-out führte. Eine Buchrezension von Walter Tetzlo ff E in ungewöhnliches Buch ist das. Sowohl im Aufbau als auch im Stil. Jacob Weizman treibt die Sucht um. Die Sucht, die er in allen Altersstufen und Schich ten, besonders aber bei jungen Menschen ausmacht, die subjektive Abhängigkeit vom Smartphone. Sie beobachten wir im ö ff entlichen Raum und in unseren Schulen, wo alle pausenlos auf ihr Mobiltelefon starren, anstatt mit ihren Mitmen

Foto: MSB

Konsums und ihres Mangels an persönlichen Interaktionen. Isolation ist dabei nicht unbedingt ihr Problem, wohl aber eine sinn arme Ober fl ächlichkeit, aus der sie schließlich heraus wollen. Zweitens beschränkt sich Jacob Weizman nicht auf die Diagnose eines beunruhigenden gesellschaft lichen Problems, sondern zeigt Wege auf, wie aus Bildschirmzeit wieder echte Lebenszeit werden kann. Das zu lesen lohnt ebenso wie der im Buch enthaltene Selbsttest. Der Deutsche Philologenverband freut sich, Jacob Weizman Mitte November in Bonn im Rahmen unseres nächsten Gymnasialtages in einem Workshop zu erleben. Im Folgenden geben wir ihm und seiner Projektpartnerin Linda Schmiedel außerdem Gelegenheit, sein Anliegen im Rahmen eines kurzen Beitrags für PROFIL selbst vorzustellen. 

Eigentherapie befürchten. Weiz mans Anliegen ist ein gesellschaftli ches und nicht zuletzt ein pädagogi sches. Der Autor entgeht geschickt der Falle, nur pro domo zu schrei ben und seine eigene Fallstudie zu verfassen, indem er eine über schaubare Gruppe von Betro ff enen zu Wort kommen lässt. Diesen Gesprächspartnern wird die eigene Situation bewusst, d. h. sie zeigen sich in etlichen Fällen eher unglück lich angesichts ihres Smartphone

Infos

Das Buch von Jacob Weizman „Smartphone aus – Leben an" ist 2025 in Eschborn im Ambrosia Verlag erschienen. PROFIL verlost drei Exemplare. Zum Gewinnformular

gelangen Sie über den QR-Code oder unter www.dphv.de/verlosung. Bitte tragen Sie Ihre Daten und das Stichwort "Smartphone aus" ein! Teilnahmeschluss ist der 12. Juni 2026. Viel Glück!

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