Profil 5/2026
PROFIL // aus den Ländern
PhV Hessen:
PhV Thüringen:
Mehr Geld für Landes beschäftigte: Zustimmung zum Tarifabschluss in Hessen Hessischer Philologenverband sieht das Ergebnis der Tarifverhandlungen positiv
Maßnahmenpaket nur teilweise geeignet „Das Maßnahmenpaket ist nur teilweise geeig net“, so Heike Schimke, Vorsitzende des TPhV, zu dem Paket des TMBWK zur Sicherung der Unter richtsversorgung, zur Entlastung von Lehrkräften und zur Weiterentwicklung der Schulen in Thürin gen. Zwar enthält das Paket nach Au ff assung der Thü ringer Philologen einige positive Maßnahmen, so etwa das Ansparkonto, das es Kolleginnen und Kollegen, die dazu bereit sind, ermöglicht, drei Jahre lang ihr Stundendeputat zu erhöhen. Auch die im Konzept vorgesehenen Entlastungsmaß nahmen und die Maßnahmen zur Gewinnung von Lehrernachwuchs sind zu begrüßen. Der TPhV lehnt jedoch die Reduzierung der Altersabminderung in der geplanten Form ent schieden ab. Das oft geäußerte Argument, die
Der Hessische Philologenverband begrüßt das Ergebnis der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Ö ff entlichen Dienst des Landes Hessen: Zum 1. Juli 2026 steigen
Pressemitteilung vom 30. März
die Löhne um 3,0 Prozent und zum 1. Oktober 2027 um weitere 2,8 Prozent.
Foto: hphv
„Angesichts der schwierigen Verhandlun gen aufgrund der Haushaltslage des Lan des Hessen ist das Ergebnis als ein guter Kompromiss und im Rahmen der Mög lichkeiten zu sehen“, ordnet Volker Wei gand die Inhalte des neuen Tarifvertra ges ein. „Ein besonderer Dank geht dabei auch an die über 1000 Teilnehme rinnen und Teilnehmer der dbb-Gewerk
bisherige Thüringer Regelung sei im Bundesvergleich viel günstiger, trägt nicht: Im Ver gleich zu anderen Bundeslän dern haben die nun betro ff e nen 55- bis 60-jährigen Thürin ger Lehrkräfte viele Jahre lang eine höhere Unterrichtsver p fl ichtung gehabt, die durch die Altersabminderung ohne hin nicht komplett ausgegli chen wurde.
Volker Weigand, Vorsitzender des hphv
Foto: Langer
schaften, die einen Tag vor der letzten Verhandlungs- runde ein deutliches Zeichen auf der Straße und bei der Abschlusskundgebung in Wiesbaden gesetzt haben“, so Weigand weiter. Weiterhin ist vereinbart worden, dass die Inhalte des Tarif vertrages zeitgleich und systemgerecht per Besoldungs gesetz auch auf die Beamtinnen und Beamten sowie auf die Versorgungsempfänger im Ruhestand übertragen werden sollen. Darüber hinaus bleibt das Landesticket Hessen für die Beschäftigten bis Ende 2028 erhalten. „Im Hinblick auf das noch ausstehende Urteil zur Verfassungsklage gegen das Land Hessen vor dem Bundesverfassungsgericht ist die angekündigte Übertragung ein wichtiges Zeichen“, richtet Weigand den Blick bereits auf die kommenden Monate. Nach dem Urteil des VGH Kassel im November 2021 und des BVerfG gegen das Land Berlin im November 2025 hat Innenminister Poseck bereits Anfang Februar 2026 erklärt, dass eine Reparatur mit dem Ziel einer verfassungskonfor men Besoldung der hessischen Beamtinnen und Beamten noch in diesem Jahr erfolgen soll.
Heike Schimke, Vorsitzende des Thüringer Philolo genverbandes
Unter den Betro ff enen sind auch Lehrkräfte, die nach der alten Regelung bereits eine Altersabmin derung erhalten, die ihnen nun wieder genom men wird. Die Thüringer Philologen lehnen eine Neurege lung der Altersabminderung nicht prinzipiell ab. Diese sollte aber im Zusammenhang mit anderen Arbeitszeitregelungen erarbeitet werden. Heike Schimke: „Es ist bedauerlich, dass das Ministeri um nicht unserem Vorschlag folgt, im Gegenzug beispielsweise allen Klassenlehrern eine echte Klassenleiterstunde zu geben.“
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