Profil 5/2026

PROFIL // aus den Ländern

PhV Bayern:

Foto: AdobeStock

bpv zur Verschärfung des Lehrkräftemangels: „Schulen müssen die Folgen ausbaden!“

Die bayerischen Schulen müssen trotz steigender Schülerzahlen ohne neue Stellen im öffentlichen Dienst im Jahr 2026 auskommen. Um die Unterrichtsversorgung im Schuljahr 2026/27 dennoch sicherzustellen, hat Kultusministerin Anna Stolz ein Maß nahmenpaket präsentiert. Dieses sieht unter anderem den verstärkten Einsatz bestehender Lehrkräfte sowie eine flexible Anpassung des Bedarfs an die örtlichen Gegebenheiten vor. Eins ist dabei unausweichlich: Den Schulen vor Ort kommt zum wiederholten Male eine wesentliche Rolle zu, die Unterrichtsversorgung so gut es geht sicherzustellen.

In der Verö ff ent lichung „Gesamtkon zept zur Unterrichts versorgung 2026/27” des Kultusministeri ums werden zwar transparent alle

ist völlig unver ständlich, warum dieses Jahr die Gleichung ,mehr Schüler brauchen mehr Lehrer‘ nicht eingehalten wird.” Auch im neuen Schuljahr müssen also die Schulen vor Ort nach

In Zeiten von viel zu viel „Gegen einander“ möchte der bpv daher ein Zeichen setzen: Mit dem Mit einander-Preis würdigt der Ver band besondere praktische Bei spiele für gelingende, kollegiale und konstruktive Zusammenarbeit an Schulen. Ausgezeichnet werden sowohl bereits etablierte Formen guter Kooperation als auch neue, im Schuljahr 2025/26 eingeführte Maßnahmen. Karl ist der Initiator dieses Preises. Er erklärt: „Gerade vor dem Hintergrund der ange spannten Personalsituation an Schulen gewinnt ein vertrauens- volles und lösungsorientiertes Miteinander zwischen Schulleitung, Personalvertretung und Kollegium weiter an Bedeutung. Ziel des Prei ses ist es, solche positiven Beispie le sichtbar zu machen und zu stär ken.“ Die Preisverleihung fand am Freitag, den 20. März, in München statt, die Gewinner wurden auf www.bpv.de verö ff entlicht. 

Pressemitteilung vom 18. März

Foto: Gawrisch

28 PROFIL // 5/2026 ratorium im Jahr 2026 aufrecht. Das fühlt sich stark so an, als ob die Schulen die Folgen der Einstel lungspolitik der letzten Jahre und der haushälterischen Zwänge aus baden müssen. Und das auf Kosten der Lernenden und Lehrkräfte. Es möglichen Maßnahmen dargestellt und nach ihren Vor- und Nachteilen bewertet. An Gymnasien und Beruf lichen Oberschulen wird aber wie der auf die „Absenkung von Bedar fen” bei Unterrichtsstunden und die „Nutzung des Bestandspotentials” an Lehrkräften zurückgegri ff en wer den. Der stellvertretende bpv-Vor sitzende Benedikt Karl meint dazu: „Wir haben an den Gymnasien und FOSBOS einen Zuwachs an Schüle rinnen und Schülern. Trotzdem hält die Staatsregierung das Stellenmo

Michael Schwä gerl, Vorsitzen der des bpv

Lösungen suchen und fl exibel agie ren. In dieser Situation kommt der Zusammenarbeit zwischen Schullei tung, Personalrat und Kollegium abermals eine wesentliche Rolle zu: Wer kann vielleicht noch eine zusätzliche Klasse übernehmen, ohne dass Härtefälle entstehen? Wie kann der Stundenplan mög lichst so gestaltet werden, dass alle Beteiligten gut lernen und lehren können? Wo können Entlastungen in bürokratischen Abläufen ge- scha ff en werden, damit mehr Zeit für Schülerinnen und Schüler bleibt?

Made with FlippingBook - Online catalogs