Profil 5/2026
PROFIL // Aktuell
Lehrkräfte werden weiterhin als Beamte eingestellt Deutscher Philologenverband sieht sich in seiner Argumentation bestätigt
Der Petitionsausschuss folgte jetzt dem Antragsteller und berücksich tigte gleichermaßen den großen Widerstand, der dem Bildungsminis terium in den vorausgegangenen Anhörungen im Herbst 2025 ent gegenschlug. In dem Beschluss heißt es dazu: „Der Ausschuss stellt fest, dass sowohl im Rahmen der Verbändean hörung als auch durch die große Zustimmung zur ö ff entlichen Petiti on ein sehr großer Widerstand gegen die geplante Maßnahme deutlich geworden ist. Im Ergebnis führten die Auswertung der Anhö rung und die Berücksichtigung der vorgebrachten Argumente dazu, dass die vorgesehenen Reduzierun gen in den Fächern Geschichte, aber auch Religion, Philosophie sowie der zweiten Fremdsprache nicht vorgenommen wurden. Der Landtag stimmte dem Petenten in seiner Beratung am 25. Februar 2026 zu, dass gerade in einer Zeit multipler Krisen – von internationa len Kon fl ikten über wirtschaftliche Unsicherheiten bis hin zu gesell schaftlicher Polarisierung – die gesellschaftlichen Fächer unverzicht bar sind. Sie vermitteln historisches Wissen, politisches Verständnis und ökonomische Grundkenntnisse, die junge Menschen befähigen, aktuelle Entwicklungen einzuordnen, verant wortungsbewusst zu handeln und auf gesellschaftlich herausfordernde Zeiten zu reagieren. Dem Petenten dankt der Ausschuss für sein Enga gement und wichtige Impulse.“ Fazit: Ein Sieg der Vernunft und eine gute Entscheidung für die Bildung junger Menschen in der Oberstufe! Der Deutsche Philologenverband dankt dem schleswig-holsteinischen Gesetzgeber für seine Haltung und dankt besonders herzlich dem Kolle gen Benjamin Obermann in Heide.
von Victoria Hildebrand
Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing und BMK-Präsidentin Anna Stolz
und Walter Tetzloff D as war ein erfreu lich klares Ergeb nis. Am 26. März ent schied die Bildungs ministerkonfernz unter ihrer neuen Präsidentin Anna Stolz (Bayern) mit überwältigender Mehrheit: Die Länder werden am Beamten status festhalten! Das heißt, sie werden nicht dem Vorschlag des Freistaates Sach sen und seines Kul tusministers Clement folgen, künftige Lehr kräfte nur noch im Angestelltenstatus zu beschäftigen. Mit einer deutlichen Anerkennung für den vernünftigen Beschluss dankten der Beamtenbund und der Deutsche Philologenverband Anna Stolz für ihre konsequente Haltung und ihre klare Argu mentation in dieser Sache. Die Argumente des DPhV für den Beam tenstatus sind seit langem bekannt und
Foto: BMK
betreffen sowohl die verfassungsrecht liche Seite (Schul pflicht und Streik- verbot) als auch die finanzpolitische Seite (Schon um die Jahr hundertwende war die damalige schles wig-holsteinische Regierungschefin Simonis aus Kosten gründen von ihrer Entbeamtungspolitik wieder abgerückt).
Es darf daran erinnert werden, dass Lehr kräfte hoheitsrecht liche Aufgaben für den Staat wahrneh men, etwa dadurch, dass sie durch die Abnahme des Abiturs über Lebenschancen mitentscheiden, was nicht nur den Beam
tenstatus für Lehr kräfte rechtfertigt, sondern geradezu notwendig macht.
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