Profil 12/2025

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Einkommensrunde 2025/2026

Lineare Erhöhung steht im Vordergrund Im Interview mit der Rheinpfalz spricht dbb-Chef Geyer über die anstehende Einkommensrunde mit den Ländern und kritisiert die Bayerische Landesregierung scharf. D ie Forderungen werden wider spiegeln, dass die Einkommen im ö ff entlichen Dienst immer

kommt: Dem ö ff entlichen Dienst fehlen schon heute 600 000 Be schäftigte. Geyer weiter: „Es gibt Überstunden ohne Ende. Nach wuchskräfte bekommen wir nur, wenn wir auch gut bezahlen. Wenn die Länder die Erhöhung für die Beamten tatsächlich verschieben wollen, wird das auf jeden Fall auf unseren Widerstand stoßen.“ Auch der Bürokratieabbau war Gegenstand des Interviews. Der dbb unterstütze Karsten Wildber ger, den neuen Bundesminister für Digitalisierung und Staatsmoder nisierung, in seinem Tun: „Auch wir wollen weniger Bürokratie. Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes leiden unter zu viel Büro kratie.“ Die vereinbarten Maßnah men des sogenannten Entlastungs kabinetts reichen allerdings nicht aus. „Die Bundesregierung kann nur einen Teil der Maßnahmen al leine umsetzen. Vieles davon muss vor Ort in den Kommunen oder in den Ländern umgesetzt werden.“ Die Beschäftigten müssen daher in die Entscheidungen eingebunden und umfassend fortgebildet wer den.  Beschäftigte wollen weniger Bürokratie

noch hinter denen in der Privatwirt schaft herhinken“, erklärte der dbb Bundesvorsitzende Volker Geyer be reits im Vorfeld der Bundestarifkom mission (BTK) im Interview mit der Rheinpfalz vom 14. November 2025. „Die Länder stehen in Konkurrenz mit dem Bund und den Kommunen, die besser zahlen. Außerdem haben auch die Beschäftigten bei den Län dern steigende Lebenshaltungskos ten.“ Der ö ff entliche Dienst biete zwar sichere Arbeitsplätze, aber „ein sicherer Arbeitsplatz zahlt weder die Miete noch die Stromrechnung“. Mit Bund und Kommunen wurde Anfang des Jahres eine Erhöhung der Ein kommen um insgesamt 5,8 Prozent vereinbart. Das habe bei den Kolle ginnen und Kollegen der Länder natürlich Erwartungen geweckt, so Geyer. „Unsere Regionalkonferenzen haben gezeigt, dass diesmal das Ein kommen im Vordergrund steht – ins besondere in Form einer linearen Er höhung.“

Foto: © Andreas Pein

dbb-Chef Volker Geyer

schen Landesregierung. Der Frei staat hatte zuvor angekündigt, das Tarifergebnis erst sechs Monate später auf die Beamten zu übertra gen. „Bayern sendet damit das komplett falsche Signal. Laut unse rer Bürgerbefragung sagen 73 Pro zent der Menschen, der Staat sei nicht mehr handlungsfähig. Da kann ich doch nicht hergehen und noch vor Beginn der Tarifverhand lungen so ein negatives Signal in die Beamtenschaft senden.“ Hinzu

Fehlsignal aus Bayern

Geyer sprach in dem Interview mah nende Worte in Richtung der Bayeri

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