Das Gymnasium in Rheinland-Pfalz 2025-1A
Personalratswahlen 2025
Der Philologenverband: Interessenvertretung auch für Tarifbeschäftigte
von Dr. Thomas Knoblauch und Wolfgang Arneth I n den bildungspolitischen Zielsetzungen gibt es zwischen ver beamteten und tarifbeschäftigten Lehrkräften sicherlich keine Unterschiede, so dass alle diesbezüglichen Forderungen des Philologenverbandes auch die Tarifbeschäftigten betreffen. Was den berufspolitischen Bereich angeht, so gewährleistet der Philologenverband hier zusätzlich die Vertretung der Anliegen ta rifbeschäftigter Lehrkräfte durch die Mitgliedschaft im dbb beam tenbund und tarifunion. Der dbb beamtenbund und tarifunion ist eine Gewerkschaft, die sinnvolle Reformbestrebungen im öffentlichen Dienst initiieren und unterstützen, aber auch bewährte Einrichtungen bewahren und gegen Angriffe des Arbeitgebers verteidigen kann. Der dbb beamtenbund und tarifunion stellt eigene Tarifforderungen auf und führt Tarifverhandlungen mit den öffentlichen Arbeitgebern. Vertretung durch den dbb beamtenbund und tarifunion Die Rechtsreferenten des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz beraten auch in Fragen des Tarifrechts. Die Rechtsschutzabteilun gen des dbb beamtenbundes und tarifunion, die Dienstleistungs zentren, sind darauf eingerichtet, auch die Interessen der Tarif beschäftigten gegebenenfalls vor Gericht zu vertreten. Neben Lehrkräften werden an den Schulen auch die technischen Schulassistenten , die pädagogischen Fachkräfte und das nicht pädagogische Personal an den Studienseminaren, Kollegs und Schulen in Landesträgerschaft nach TV-L beschäftigt und ver gütet. Wir setzen uns für die Anliegen aller Tarifbeschäftigten an den Schulen ein Alle tariflich neu eingestellten Lehrkräfte werden zunächst einmal als Berufsanfänger angesehen und müssen in Stufe 1 eingestuft werden, sofern keine einschlägige Berufserfahrung oder förder liche Zeiten vorliegen. Das Referendariat wird zumindest teil weise als Berufserfahrung anerkannt (sechs Monate). Angesichts der Tatsache, dass Studienreferendare in den Bundesländern ver stärkt zu eigenverantwortlichem Unterricht herangezogen werden,
fordern wir, die Zeit des Refe rendariats in vollem Umfang als Erfahrungszeit anzuer kennen und künftig Bewerbe rinnen und Bewerber mit 2. Staatsexamen grundsätzlich in Stufe 2 einzuordnen.
Ich wähle den Philologenverband, weil …
… er für qualitativ gute gymnasiale Bildung eintritt.
In finanzieller Hinsicht war neben den Tariferhöhungen der vergangenen Jahre ins besondere die Einführung der 6. Erfahrungsstufe auch für die Entgeltgruppen 9 bis 15 seit dem 1. Januar 2018 ein großer Verhandlungserfolg der Arbeit nehmerseite in den Tarifverhandlungen. Auch haben wir uns über die Bezirkspersonalräte erfolgreich für den Abschluss einer Dienstvereinbarung über die Grundsätze einer Anerkennung förderlicher Zeiten eingesetzt, die 2024 unterzeich net wurde. Der Philologenverband setzt sich im Rahmen seiner Mitgliedschaft im dbb beamtenbund und tarifunion auch weiterhin für Verbes serungen bei der Bezahlung ein. Unsere Forderungen für tarifbeschäftigte Lehrkräfte im Überblick Volle Anerkennung des Referendariats als einschlägige Berufserfahrung Stufengleiche → → Annette Münzenmaier, Evangelisches Trifels-Gymnasium, Annweiler
Höhergruppierung bei Beförderungen Generelle Anhebung des Entgeltniveaus (lineare Tariferhöhung) Möglichkeit der Alters teilzeit für tarifbeschäf tigte Lehrkräfte auf tarifvertraglicher Basis
Ich wähle den Philologenverband, weil …
→
… Schüler es verdienen, nicht zum Objekt päda gogischer Experimente zu werden.
→
Jörn Priemer, Otto-Hahn-Gymnasium, Landau
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Das Gymnasium in Rheinland-Pfalz · Heft 2025-1A
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