Das Gymnasium in Rheinland-Pfalz 2025-1A
Personalratswahlen 2025
konnte und kann der BPR im Rahmen der vertrauensvollen Zu sammenarbeit (§ 2 LPersVG) in Gesprächen mit der Dienststellen leitung oder deren Beauftragten (§ 97 Abs. 4, § 55 Abs. 2, § 67 Abs. 1 LPersVG) in allen Fragen tätig werden, welche die Bediens teten wesentlich tangieren, und sich um Problemlösungen im Inte resse der Bediensteten bemühen. Die pädagogischen Fachreferate an den drei Standorten der ADD sind einander gleichgeordnet, deshalb finden die Sitzungen des Bezirkspersonalrates wöchentlich im Wechsel in Trier, Neustadt an der Weinstraße und Koblenz statt. Hierbei gibt es gelegentlich schwierige Verhandlungen mit den Referatsleitungen, wenn ein heitliche Vorgehensweisen abzustimmen sind. Hierzu tragen auch die regelmäßigen Gespräche mit dem Leiter der Schulabteilung und mit dem ADD-Präsidenten bei. Das »Wächteramt«, eine der wichtigsten Aufgaben des BPRs (§ 68 LPersVG), bedeutet, dass dieser im Rahmen der Gesetze und Vorschriften auf die landesweite Gleichbehandlung der Bediens teten bei so wichtigen Maßnahmen wie beispielsweise Neueinstel lung nach der Landesliste, wo zunächst überprüft wird, ob Verset zungsanträge für die entsprechende Stelle, die Vorrang haben könnten, vorliegen, VSP-Einstellungsverfahren, A14-Beförderungs verfahren usw. zu achten hat. Bei der Festsetzung der Entgeltstufen bei tarifbeschäftigten Lehrkräften (TV-L; EntgO-L) ist der BPR mitbestimmungspflichtig. Bei der Festsetzung der Erfahrungs stufen bei Neueinstellungen im Beamtenbereich ist das nicht der Fall; allerdings ist uns per Gerichtsurteil im Dezember 2018 das Informationsrecht bei diesen Personalmaßnahmen zuerkannt worden. Aufgrund seines Wächteramtes nimmt der BPR an Auswahlgesprächen teil. Das Wächteramt und die Aufgabe, die Verpflichtungen zu erfüllen, die dem Personalrat gemäß § 69 LPersVG obliegen, führen dazu,
dass der Bezirkspersonalrat in vielerlei Hinsicht tätig werden kann, auch wenn keine förmliche Beteiligung vorgesehen ist. Hierfür be nötigt er die Informationen, Anregungen oder Beschwerden von Bediensteten oder eines Personalrats, die auf ein Problem oder Missstände aufmerksam machen. Darüber hinaus besteht für jede Kollegin und jeden Kollegen die Möglichkeit, sich zunächst an ein einzelnes BPR-Mitglied seines Vertrauens zu wenden. Alle Mitglieder der Fraktion des Philolo genverbandes bieten die Gewähr dafür, dass jedes Hilfeersuchen und jede Anfrage gewissenhaft und bestmöglich bearbeitet wird. Da der PhV die überwiegende Mehrheit der Mitglieder des BPRs Gymnasien und Kollegs stellt, ist es jeder Lehrkraft möglich, unter vielen Kolleginnen und Kollegen jeweils eine Auswahl zu treffen. Die Schulvertreterin bzw. der Schulvertreter, die Bezirksvorstände oder der Geschäftsführende Vorstand sind gerne bei der Auswahl eines solchen Mitgliedes der Stufenvertretung und bei der Kon taktaufnahme behilflich. Der BPR sucht auch von sich aus Kontakt zu den örtlichen Per sonalräten und Kollegien, um einerseits seine Arbeit (und die der ADD) transparent zu machen und um andererseits Informationen über Vorgänge und Meinungen an den einzelnen Schulen zu erhal ten. Hierzu organisiert der BPR regelmäßige regionale Treffen mit den ÖPRen. Bei von der ADD geplanten Personalmaßnahmen holt er die Stellungnahme der betroffenen örtlichen Personalräte ein. Aufgrund der Tatsache, dass ein politisches Ziel der Landesregie rung die »Selbstständigkeit der Schulen« ist, bekommt der BPR zusätzlich beratende Funktionen für die örtlichen Personalräte. Die Mitglieder des Philologenverbandes im Bezirkspersonalrat werden alles tun, zum Wohl der Kolleginnen und Kollegen die bis herige Qualität der Personalratsarbeit zu erhalten.
Ich wähle den Philologenverband, weil …
Ich wähle den Philologenverband, weil …
… er meine Interessen vertritt. Außerdem entsprechen die Vorstellungen, die der Philologenverband von Schule hat, meinen eigenen. Annett Kollwitz, Max-Planck-Gymnasium, Ludwigshafen
Ich wähle den Philologenverband, weil …
… Lernende und Lehrkräfte ohne diesen starken Verband den Kapriolen des Ministeriums wider standslos ausgeliefert sind.
… ich durch diesen starken Verband nachhaltige bildungspolitische Ziele bestens vertreten weiß.
Margarete Silter, IGS Neuwied
Thomas Kuster, Edith-Stein-Gymnasium, Speyer
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Das Gymnasium in Rheinland-Pfalz · Heft 2025-1A
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