Blickpunkt Schule 4 2026

Bild: KI generiert

Titelthema

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Wozu noch Schule, wenn es KI gibt? Immer häufiger hört man von Schülern, die mit künstlicher In telligenz lernen – und zu starken Ergebnissen kommen. Doch die Entwicklung hat Schattenseiten. L inda Weise aus Bad Bentheim hat durchweg sehr gute Zensu ren. Die Elftklässlerin kümmert KI auf Fehler, um zu verstehen, wo sie ansetzen müsse. Zudem lasse sie In formationen mit KI prüfen, sodass sie die wichtigsten Lerninhalte mit Kar teikarten lernen könne. »Wenn man es richtig macht, wird KI zum richtigen Nachhilfelehrer«, sagt Weise. Die junge Frau weiß noch viel mehr über das Lernen mit KI, über gute denen von Linda Weise: Die KI simu lierte Prüfungen, korrigierte Texte und bewertete sie. Auch Jorias teilt sein Wissen in den sozialen Medien. Ist KI also in der Schule angekom men? So einfach ist das nicht. Denn die beiden Schüler und die Schülerin nutzten und nutzen die KI für die Schule, aber nicht in ihr. So wie un

zählige andere. Wir sprechen hier von einem Massenphänomen, auch wenn nicht alle derart versiert mit KI umge hen können wie Weise oder Jorias. Laut der Ende 2025 publizierten JIM-Studie geben 74 Prozent der Be fragten an, mittlerweile KI für die Hausaufgaben oder zum Lernen zu nutzen. Die Zahlen dürften mittler weile höher liegen. Das stößt nicht nur auf Gegenliebe. Im April dieses Jahres ließ der Deutsche Lehrerverband (DL) wissen, dass er Hausaufgaben durch KI bedroht sehe. Die Empfehlung, Schüler aus diesem Grund Hausauf gaben von Hand erstellen zu lassen, wie es der Vorsitzende Stefan Düll

sich aber nicht nur um ihre eigenen Bestnoten, sondern erklärt auf ihrem Instagram-Kanal mit mehr als 220000 Followern auch anderen, wie sie besser lernen können. Denn das, so sagt sie in einem Podcastgespräch, komme in der Schule zu kurz. Viele Schülerinnen und Schüler nutzen inzwischen künstliche Intelli genz, um sich auf ihre Prüfungen vor zubereiten. Der Workflow unterschei de sich dabei von Fach zu Fach, erklärt Weise auf Anfrage. Sie beginne aber meist mit einem ‘Priming-Test’, um herauszufinden, wo ihre Lücken lägen. Dann generiere sie Probeklausuren und analysiere ihre Antworten mittels

Prompts, passende Apps, spezifische Methoden. Sie ist damit nicht allein. Schon vor zwei Jahren berichteten Medien über einen Schüler aus Zürich, der bei einer der Prüfungen der Matura (Schweizer Abitur) die Best note erwarb, indem er mit ChatGPT trainierte. »Ich habe keines meiner Bücher ge lesen. Das hat alles die KI für mich ge macht«, erklärte der Schüler. Zwei Jahre später schwört auch der Schüler Alexander Jorias aus Südhessen auf KI. Er bestand das Abitur mit 900 von 900 Punkten, also der vollen Punkt zahl. Seine Strategien ähneln dabei

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