Blickpunkt Schule 2 2026
Frühjahrstagung der Jungen Philologen M it Spannung erwarteten die 22 Vertreterinnen und Vertre ter der Jungen Philologen aus
hphv unterwegs
ganz Deutschland die erste Bundessit zung unter dem neuen Vorstand vom 4. bis 7. März 2026 in Magdeburg, dem auch Dennis Hütter aus Hessen ange hört. Traditionsgemäß begann man mit den Länderberichten; dabei waren die wichtigsten und (leider) häufig auch wiederkehrenden Themen: Die (außerunterrichtliche) Belas tung der Lehrkräfte nimmt in allen Bundesländern zu – ein Ausgleich ist nicht in Sicht. Bildung kostet Geld, und die Zuständigen agieren nach dem Motto ‘Streich – Strich – gestrichen!’, sprich: Es gibt kein Problem, sei es auch noch so komplex, auf das die Antwort nicht der Rotstift ist. Lichtblicke gab es aus Mecklen burg-Vorpommern: Dort soll es bald so sein, dass eine 5 im Hauptfach automatisch zur Nicht versetzung führt. Vielleicht eine erste, wenn auch zarte, Rück- besinnung auf den Leistungsge danken? Die Zeit wird es zeigen. Nach einem kurzen Grußwort von Thomas Gaube (Landesvorsitzender des PhV Sachsen-Anhalt) und an schließender Darstellung der wich tigsten Bildungsthemen im Lande war die Zeit für den ersten Fortbildungs slot gekommen. Die Neurowissen schaftlerin Nine Kompier (M. Sc.), Projektkoordinatorin der Forschungs gruppe Soziale Neurowissenschaften (Max-Planck-Gesellschaft), war zu gegen, um Edu:Social School vor zustellen. Ein Schwerpunkt dabei ist die Arbeit an der inneren Resilienz, an sozialen Kompetenzen und am Wohl befinden; dies wird über Online Übungen und Coaching erreicht. Wer sich genauer informieren möchte, → → → → A13 für alle heißt häufig: A14 für niemanden mehr!
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Foto: privat
n Der Bundesvorstand [links Dennis Hütter] mit dem Staatssekretär für Bildung in Sachen Anhalt, Jürgen Böhm [Mitte]
kann dies hier tun: https:// www.edusocial-project.de/ school/ . Am Abend ge sellte sich Staatssekretär
vermittelt werden. Auch müsse ein gewisser ‘Mindset des Gelingens’ um sich greifen; nicht ein »Wie-werden wir-die-los?« , sondern ein »Wie- können-wir-die-optimal-fördern?« soll die Triebfeder des pädagogischen Handelns sein. Hilfsstrukturen müss ten flächendeckend im Gymnasium Einzug halten – des Weiteren müss ten auch die Sekundarschulen als echte Alternative gestärkt werden. Diese dürften eben keine Verwahr anstalten sein, sondern müssten richtig begleiten und fördern können. Man könne nicht die Augen davor ver schließen, dass man viele Empfind lichkeiten im System habe: Alle sehen das eigene Kind immer und aus schließlich am Gymnasium. Die Kin der der anderen dürften indes gerne an andere Schulen gehen. Das Gym nasium müsse darauf reagieren und sich an die Realitäten anpassen – allein über Selektion ginge das nicht; die individuelle Förderung der Kinder müsse im Vordergrund stehen. Die
Jürgen Böhm zu den Tagenden, der sich, selbst ehemaliger Lehrer, Schul leiter und Lehrervertreter, als sehr nahbar und offen für die Themen der JuPhi zeigte. Am zweiten Tag der Arbeitssitzung durften wir Bildungsminister Jan Riedel (CDU) begrüßen. Dieser begrüßte zunächst alle Teilnehmer nochmals herzlich in Magdeburg. In seinen Aus führungen legte er einen Schwer punkt auf die Frage, was ein beson ders gutes Bildungssystem eigentlich ausmacht. Eine erste Antwort darauf sei Kontinuität. Vor diesem Hinter grund sei eben auch die Demokratie erziehung ein besonders wichtiges Thema. Diese Erziehung dürfe aber nicht als theoretische Idee verstan den werden, sondern müsse über ein gelebtes Miteinander und direkte Partizipation als Praxis in der Schule
SCHULE 2|2026
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