Blickpunkt Schule 2 2026

Der Bezirksvorstand Marburg tagte D er Bezirksvorstand des hphv Marburg traf sich Anfang März zu seiner Vor standssitzung im Hessischen Hof in Kirchhain. Neben der Nachbereitung der Ver treterversammlung in Bad Soden standen ak tuelle Fragen aus der schulischen Praxis und aus der Verbandsarbeit im Mittelpunkt der Beratungen. Breiten Raum nahm dabei die Problematik der derzeit sehr langen Stellenbesetzungsver fahren für Funktions- und Schulleitungsstellen ein. Aus zahlreichen Schulen wird berichtet, dass nach Bewerbungsschluss oft viele Monate vergehen, bis eine Entscheidung getroffen wird. Für die betroffenen Schulen bedeutet dies lange Übergangsphasen mit kommissari schen Lösungen und zusätzlichen Belastungen für Kollegien und Schulleitungen. Der Bezirks vorstand Marburg sieht hier deutlichen Hand lungsbedarf und hat sich deshalb mit zwei Schreiben an den Landesvorstand gewandt. Darin wird unter anderem angeregt, sich für verbindliche Fristen in Stellenbesetzungsver fahren einzusetzen, um Entscheidungen künf tig deutlich schneller herbeizuführen. Im Zusammenhang mit diesen Verfahren wurde zudem eine weitere Frage aufgegriffen: Wie wird mit Qualifikationen umgegangen, die erst nach Ablauf der Bewerbungsfrist erworben oder nachgereicht werden? Aus Sicht des Be zirksvorstandes sollte der maßgebliche Quali fikationsstand grundsätzlich zum Zeitpunkt des Bewerbungsschlusses feststehen, um Transparenz und Chancengleichheit zu sichern und zusätzliche Verzögerungen zu vermeiden. Ein weiterer Punkt der Sitzung war die Situa tion der Personalräte. Besonders positiv wurde die zunehmende Vernetzung der Personalräte innerhalb des hphv hervorgehoben. Auch die Mitgliederentwicklung wurde dis kutiert. Gerade bei jungen Lehrkräften stoßen Ziele und Angebote des Philologenverbandes häufig auf großes Interesse. Gleichzeitig bleibt es eine Herausforderung, junge Kolleginnen und Kollegen dauerhaft für eine Mitgliedschaft und Mitarbeit im Verband zu gewinnen. Der Be zirksvorstand tauschte sich daher über Mög lichkeiten aus, die Präsenz des Verbandes an den Schulen weiter zu stärken und den Kontakt zu Referendaren und Berufsanfängern aus zubauen. Dr. Christina Roos | Vorsitzende des hphv-Bezirks Marburg

Die VV fest im Blick Bezirk Wiesbaden tagte/Bearbeitung von Anträgen zur Vertreterversammlung im Blickpunkt B ei wunderbar frühlingshaften Temperaturen tagten die Phi lologen des Bezirks Wiesbaden, der neben der hessischen Landeshauptstadt den schönen Rheingau und die Stadt so wie die Region um Rüsselsheim umfasst, an einem Mittwoch Ende Februar in ihrem Refugium, dem ‘Forsthaus Rheinblick’. Dieses ge mütliche Gasthaus, kurz vor dem Weindörfchen Frauenstein gele gen, hat neben einer schönen Terrasse und der rustikalen Einrich tung auch einen zuvorkommenden Gastgeber zu bieten. Im Mittelpunkt der Beratungen der elf anwesenden Philologinnen und Philologen stand zunächst die angespannte Situation im Ge samtpersonalrat Wiesbaden/Rheingau-Taunus. Infolge eines Ge richtsprozesses im Dezember wurde die Vorsitzende des Gremiums, Manon Tuckfeld (GEW), vorläufig aus ihrem Amt entfernt. Mittler weile verkündete das Gremium, sich aufgelöst und mehrheitlich für Neuwahlen votiert zu haben. Neben den Geschehnissen im Wiesbadener Gesamtpersonalrat stand die Formulierung erster Anträge für die kommende Vertreter versammlung Ende Oktober in Fulda an. Es kristallisierte sich rasch heraus, dass die Forderung nach einer Senkung der Pflichtstunden anzahl auf 24 analog zu Rheinland-Pfalz erhoben wird. Auch der Wunsch nach einer Abschaffung der Förderpläne beschäftigte die Anwesenden. Anschließend gab der Bezirksvorsitzende Lothar Wiesemann den Anwesenden einen Überblick über die Inhalte der letzten Sitzung des Landesvorstands. Im Rahmen dessen thematisierte er die Gründung des Personalräteausschusses, an dessen Spitze Christof Schneller (Offenbach) steht. Das unklare Meinungsbild, das auf der letzten Vertreterversammlung in Bad Soden in Bezug auf die Künst liche Intelligenz (KI) herrschte, wurde ebenso in den Blick genommen. Wiesemann warb zudem intensiv für die Teilnahme an der geplan ten Großdemonstration des dbb im Vorfeld der dritten Verhand lungsrunde für einen neuen Tarifvertrag am 25. März in Wiesbaden. Es sei sehr bedeutsam, dabei ein kraftvolles Zeichen zu setzen, um zu einem guten Verhandlungsergebnis beizutragen. In diesem Zu sammenhang machte der Vorsitzende auch auf die Ankündigung des hessischen Innenministers Poseck aufmerksam, in diesem Jahr endlich zu einer amtsangemessenen Besoldung kommen zu wollen. Nach getaner Arbeit erwartete die Anwesenden ein geschmack lich wie immer hervorragendes Abendessen. Mit intensiven Gesprä chen klang die erfolgreiche Versammlung in den Abendstunden aus. Lothar Wiesemann | Vorsitzender des hphv-Bezirks Wiesbaden

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Foto: privat

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