Bildung aktuell 1/2025
Zeitschrift des Philologenverbandes Nordrhein-Westfalen
1/2025 Ausgabe Februar · 77. Jahrgang · 7108
Bildung aktuell
Wir machen Schule www.phv-nrw.de
Hörtipp Podcast über Leistung in der Schule
Pädagogik & Hochschul Verlag · Graf-Adolf-Straße 84 · 40210 Düsseldorf · Foto: Olaf Steinacker
>> Diese Veränderungen erfordern mehr Zeit zur Vorbereitung Leitartikel von Sabine Mistler >> Wie geht es Lehrkräften? Vermessung der schulischen Realität Eine Zusammenfassung unserer jüngsten Umfrage >> Die Unterrichtsstatistik aus Perspektive der
Gesamt- und Sekundarschulen Ein Rück- und Ausblick von Julia Nelleßen
Editorial
von Lars Strotmann >> Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Medien E-Mail: larsstrotmann@yahoo.de
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Leserinnen und Leser,
ließen sich (was es nicht besser macht) beliebig fortsetzen. Es ist nicht übertrieben, derartige Vorstöße als weitreichenden bildungspoliti schen Offenbarungseid zu charakterisieren. Weiterhin sollen die Schulen als Korrektivin stanz der Folgen des Agierens oder eben der weitgehenden Untätigkeit anderer sozialer Systeme fungieren. Es liegt auf der Hand, dass diese Verantwortungszuschreibung bzw. Problemverlagerung die Grenzen des Zumut baren schon lange überschritten hat. Apropos zumutbar: Der Leitartikel unserer Landesvorsitzenden Sabine Mistler wirft ei nen genaueren Blick auf die geplanten Neue rungen rund um das Abitur sowie deren Hin tergründe und potenzielle Kollateralschäden. Wir wünschen Ihnen einen guten Start ins zweite Halbjahr sowie eine anregende und abwechslungsreiche Lektüre! Ihr Lars Strotmann und die Redaktion (die die Kollegin Verena Stamm als neuestes Mitglied herzlich willkommen heißt).
was ist eigentlich aus dem altehrwürdigen ‘Aufstieg durch Bildung’ geworden? Dass er in Wahlkämpfen ein Comeback feiert, ist ge genwärtig nicht erkennbar. Gerade in einer Gesellschaft, in der Vielfalt zum absoluten Wert an sich gesetzt wurde, möchte man doch meinen, dass schon aus reinem Eigenin teresse ein besonderer Fokus auf ein hoch leistungsfähiges Schulsystem gelegt wird, das es jedem Individuum ermöglichen sollte, sei ne Talente und Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln. Nach Lage der zeitgeistigen Dinge war es nur noch eine Frage der Zeit, bis der ‘Aufstieg durch Bildung’ und der Wert bzw. Stellenwert von Bildung insgesamt öffentlich infrage ge stellt wird: Wozu noch Wert auf eine korrekte Rechtschreibung legen, wenn dies die Auto korrektur erledigen kann? Wozu noch eine (zweite) Fremdsprache erlernen, wenn Über setzungsprogramme in Echtzeit die Arbeit übernehmen können? Diese Gedankenspiele
INHALT
Editorial >> Editorial von Lars Strotmann
PhV-Akademie >> Die PhV-Akademie - Kompetenz und Qualität in der Lehrkräftefortbildung Ihr Partner für professionelle Fortbildung Interna >> Zwischen Rechtsrahmen und schulischer Realität
>> 02
Aktuell >> Problematische Begriffe gestrichen Leitartikel >> Diese Veränderungen erfordern mehr Zeit zur Veränderung Thema >> Vermessung der schulischen Realität Schule & Beruf >> »Scheitern ist durchaus ein wichtiger Aspekt« Was macht Leistung in der Schule aus?
>> 18/19
>> 03
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>> 04-06
>> Ein überfälliger Schritt – und ein Erfolg für den PhV NRW >> PhV-NRW-Bezirk Neuss Stärke durch Engagement
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>> 07-10
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>> PhV-NRW-Bezirk Münster Gelungene Kombination aus Bildung und Geselligkeit >> 23 >> Das ‘soziale’ Hormon Oxytocin im Lehrerberufsalltag >> 24 Recht >> Das Gesetz zur Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag SBGG im schulischen Kontext >> 26/27
>> 11/12
>> Mehrsprachigkeit an Schulen neu denken? Stellungnahme des PhV NRW zum Antrag der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag >> 13-15 >> Die Unterrichtsstatistik aus Perspektive der Gesamt- und Sekundarschulen >> 16/17
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Aktuell
Problematische Begriffe gestrichen
Wichtige Kritikpunkte des PhV zum Entwurf der ‘Richtlinien - Bildungs- und Erziehungsgrundsätze für die allgemeinbildenden Schulen’ wurden in die Endfassung aufgenommen.
von Michael Horstmann >> Referent des PhV NRW für Bildungsfragen E-Mail: horstmann-michael@t-online.de
Im August 2023 wurde der Entwurf für die neuen Richtlinien veröffent licht. In einer ausführlichen Stellung nahme haben wir wesentliche Punkte kritisiert und Verbesserungsvorschlä ge gemacht, über die Sie auch in der Ausgabe 6/2023 lesen konnten. Nach fast 1,5 Jahren liegt nun die Endfas sung vor. Aufgrund unserer Hinweise sind problematische Begriffe gestri chen, Absätze neu formuliert und er gänzt sowie ein einordnendes Vor wort vorangestellt worden. Zwei kurze Beispiele: Der aus unserer Sicht unpassende Begriff der ‘Verein heitlichung’ schulischer Bildung di rekt am Anfang wurde gestrichen. Dort heißt es nun (S. 6): »Richtlinien bilden neben Rahmenvorgaben sowie Lehr- und Kernlehrplänen die landes
eigenen inhaltlichen Grundlagen zur Steuerung, Sicherung und Ver gleichbarkeit schulischer Bildung in Nordrhein-Westfalen.« Das völlig verfehlte Kapitel 3.2. ‘Or ganisationsformen des Lehrens und Lernens’, in dem fast ausschließlich vom Ganztag die Rede war, wurde um einen langen Abschnitt ergänzt, in dem nun auch die von uns gefor derten, wesentlichen Unterrichts- prinzipien genannt werden. Zwar ist die Gesamtkonzeption ge blieben, also einheitliche Richtlinien für alle Schulformen und Schulstu fen, aber durch die differenzierten Ergänzungen und Änderungen können wir mit dieser Fassung der neuen Richtlinien gut leben.
INFO
Link und QR-Code zur Endfassung der neuen Richtlinien: https://www.schulentwicklung.nrw.de/ lehrplaene/upload/RiLi2024/RiLi_allgb_ Schulen_2024_10_04.pdf
Link und QR-Code zu unserer Stellungnahme zum ursprünglichen Entwurf:
https://phv-nrw.de/2023/10/12/neue-richtlinien/
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Leitartikel
von Sabine Mistler >> Landesvorsitzende
E-Mail: info@phv-nrw.de
Diese Veränderungen erfordern mehr Zeit zur Vorbereitung
Die bevorstehende Reform der gymnasialen Oberstufe ist groß und komplex, aber derzeit noch nicht rund.
nicht ohne angemessene Kompensationen erhöhen. Besonders in diesen Punkten sehen wir derzeit noch viele Probleme mit vielen offenen Fragen.
as im Mai 2024 vom Landeskabinett be schlossene Eckpunktepapier zur Reform der gymnasialen Oberstufe hat eine breite Dis
kussion in den Schulen des Landes ausgelöst. Es ist der Wunsch vieler Beteiligter, das neue Konzept als modern und zukunftsweisend anzunehmen, doch die vielen Expertinnen und Experten an unseren Schulen sehen erhebliche Herausforderungen und Risiken. Es ist uns wichtig, dass diese Reform zum Erfolg wird. Sie sollte aber auch unseren bildungspolitischen Vorstellun gen und den Anforderungen an ein zukunftsfähiges Abi tur entsprechen. Es ist für uns essenziell, dass angedach te Innovationen erprobt und auf ihre Zukunftswirksam keit hin überprüft sein müssen, bevor sie umgesetzt werden. Weder die Schülerinnen und Schüler noch die Lehrkräfte dürfen als Versuchskaninchen für Verände rungen dienen – das kennen wir schon, und das brau chen gerade wir in Nordrhein-Westfalen nicht mehr. Mit der geplanten Weiterentwicklung der gymnasialen Oberstufe muss aus Sicht des PhV eine Qualitätssiche rung, wenn nicht sogar -steigerung, einhergehen, sie muss organisatorisch machbar sein, und darf die Belas tungen der Lehrkräfte und der Schülerinnen und Schüler
Anspruch an die Qualität des Abiturs
»Das fünfte Prüfungsfach soll dabei nicht als zusätzliche Belastung verstanden werden, sondern als Möglichkeit, das fachliche und methodische Spektrum besser an den individuellen Interessen und Begabungen der Schülerin nen und Schüler auszurichten und so im Hinblick auf den Prüfungserfolg auch Kompensationsmöglichkeiten zu schaffen.« So steht es wörtlich im Eckpunktepapier. Damit könnte aus unserer Sicht eine Absenkung der Anforderungen angestrebt werden. Denn ein fünftes Fach bedeutet zwangsläufig eine Aus weitung des Anteils der dezentralen Prüfungen im Abi tur. Ein erklärtes Ziel der Reform, die Vergleichbarkeit der Prüfungen auf Bundesebene, wird damit per se nicht erreicht. Auch mit der von uns schon länger geforderten Vergleichbarkeit der Abiprüfungen zwischen den Schul formen Gesamtschule und Gymnasium wird es so nichts werden. Viele Lehrerinnen und Lehrer an Gesamtschu
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Leitartikel
Die Reform der Oberstufe in Kürze ■ Das Eckpunktepapier sieht eine fünfte Abiturprüfung vor, die als Präsentationsprüfung oder als besondere Lernleistung absolviert werden kann. ■ Für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtende Projektkurse sollen auf die Abiturprüfung im 5. Fach vorbereiten. ■ Für Leistungsüberprüfungen sollen in allen schriftlichen Kursen ab der Einführungsphase Klausuren teilweise durch Präsentationsprüfungen, vergleichbar mit den jetzigen Kommunikationsprüfungen in modernen Fremdsprachen, ersetzt werden. Link zum Eckpunktepapier:
INFO
https://www.schulministerium.nrw/system/files/media/ document/file/eckpunktepapier_weiterentwicklung_ gymnasiale_oberstufe_gost_240529.pdf
len wünschen sich eine bessere Qualität und einen höheren Anspruch, damit eine tatsächliche Vergleich barkeit der Abiturabschlüsse auch im Sinne der Schüle rinnen und Schüler geschaffen wird. Rückmeldungen der Hochschulen zu fehlendem Kennt nis- und Leistungsstand unserer Abiturientinnen und Abiturienten und die hohen Abbrecherquoten (nicht nur im Lehramtsstudium) sind deutliche Hinweise darauf, dass es mit einem Kernziel gymnasialer Bildung, nämlich der Studierfähigkeit, derzeit bereits nicht weit her ist. Eine Trennung von Form und Inhalt, wie sie bei Präsenta tionsprüfungen im 5. Fach zu befürchten ist, halten wir für nicht angemessen. Ein Prüfungsteil, der sich schwer punktmäßig auf Präsentation und Reflexion beschränkt, ist für uns nicht akzeptabel. Eine Abiturprüfung muss durchweg eng mit Fachlichkeit verknüpft sein. Aus diesem Grund plädieren wir für eine durchgängige Kopplung des 5. Fachs an einen Grundkurs und für eine Prüfung im 5. Fach, deren Prüfungskommission mit Fachlehrerinnen und Fachlehrern besetzt ist. Im Eckpunktepapier heißt es: »Beide Prüfungsformate [Präsentationsprüfung und besondere Lernleistung; Anm. d. Verf.] erhöhen zugleich die Möglichkeiten, auch digital gestützt verstärkt kollaborative, kreative und kommunikative Kompetenzen sowie kritisches Denken (4K-Modell) im Rahmen der Abiturprüfung unter Beweis stellen zu können. Hierbei werden die Möglichkeiten der Digitalisierung und der generativen Assistenzsysteme der Künstlichen Intelligenz (KI) gezielt als zusätzliche Chan cen für die Ausgestaltung dieses neuen Abiturprüfungs formats gesehen.« Damit steht die Reflexionsfähigkeit
über den eigenen Lern- und Arbeitsprozess im Fokus, aus unserer Sicht bedarf es einer Anknüpfung an fachliche Inhalte und ihres fundierten Verständnisses, sonst resul tiert aus diesem Ansatz reine Beliebigkeit. Unterstützt wird dies auch durch den Deutschen Hochschulverband. Zudem dürfte sich die aus der Stärkung alternativer Prü fungsformate ergebende Reduzierung der Schriftlichkeit ebenfalls zu einer Aufweichung der Leistungsanforde rungen und Vergleichbarkeit der Ergebnisse führen. Die angedachten Projektkurse sind nicht vergleichbar mit den derzeit bekannten freiwilligen Kursen, durch die Schulen durchaus hervorragende Profilierungen und Profilbildungen erreichen. > tung. Der Start sollte verschoben oder die Reform schrittweise eingeführt werden. ■ Die neuen Prüfungsformate und die verpflichtenden Projektkurse sollten vorab erprobt, und evaluiert werden. ■ Bei der fünften Abiturprüfung sollte man daher eine weitere Option ermöglichen, also neben einer Präsen tationsprüfung und einer besonderen Lernleistung eine weitere mündliche Fachprüfung wie im vierten Fach. ■ Die Projektkurse sollten daher nicht für alle Schüle rinnen und Schüler verpflichtend sein. Das fünfte Abiturfach sollte stattdessen an einen Grundkurs angebunden sein. ■ Alternative Prüfungsformate sollten grundsätzlich nur in einem sehr reduzierten Umfang die bewährten Klausurformate ersetzen. Vorschläge des PhV ■ Die Reform erfordert mehr Zeit der Vorberei-
INFO
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Leitartikel
Das organisatorische Großprojekt stellt Schulen vor große Herausforderungen
zeitigen Kenntnisstand keine angemessene Kompensa tion vor. Wenn diese wie gewünscht mit KI und über 4 K umgesetzt werden sollen, dann muss dieser Einführung in jedem Fall eine Pilotierung mit anschließender Eva luation vorangehen. Wenn das finale digitale Produkt für das 5. Fach im Zeit raum der Vorabiturklausuren erstellt werden soll, dann dürften sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte einer enormen Zusatzbelastung ausge setzt sein. Daher erscheint es überlegenswert, eine zeitli che Entkopplung vorzunehmen. Dies wird sich in Nord rhein-Westfalen allerdings nicht so einfach umsetzen lassen, wegen der enormen Termindichte nach dem Halbjahreswechsel, besonders nach den Osterferien. Wir werden weiterhin den intensiven Austausch mit dem MSB suchen. Insgesamt wollen wir ein behutsames Vorgehen im Zu sammenhang mit dieser so wichtigen Reform erreichen. Aus unserer Sicht sind daher Pilotierungen der neuen Formate unabdingbar. Es gibt unter diesen Gesichtspunkten realistische Mög lichkeiten, die Fundamente des Eckpunktepapiers um zusetzen, ohne ein so hohes Risiko für die Qualität des Abiturs, die Arbeitsfähigkeit der Schulen und die Situati on der Schülerinnen und Schüler einzugehen. Ausstehend ist noch die offizielle Verbändebeteiligung zum Entwurf der APO-GOSt. Unsere grundsätzliche Haltung zur Reform haben wir in einer ersten Stellung nahme formuliert, die dem MSB bereits vorliegt und auf der Website des PhV zu finden ist: Fazit
Das Einrichten der Projektkurse stellt Schulen vor enorme Herausforderungen – man denke an den Aufwand, weite re schulinterne Curricula zu erarbeiten. Die Lehrkräfte Ausstattung an den Schulen ist sehr unterschiedlich, sich daraus ergebende Unterschiede in der Vielfalt der Ange bote dürfen nicht zu Konkurrenzsituationen unter den Gymnasien und Gesamtschulen führen. Große und kleine Systeme dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, Oberstufenzentren sind für uns keine Option. Es wird durch die Prüfungen im 5. Abiturfach zusätzlich Unterricht ausfallen (müssen), was sowohl Abiturientin nen und Abiturienten als auch Schülerinnen und Schüler der Sek-I betreffen wird. Somit bleibt noch weniger Zeit für Unterricht und die Vermittlung von Fachlichkeit. Für die Abiturientinnen und Abiturienten dürfte dies beson ders schwerwiegend sein, da sich der Zeitraum der Q2.2 weiter verkürzen wird. Eine Umsetzung der Reform ab 2026 verlangt bereits 2024/25 Vorbereitungen, für die zurzeit noch präzise Rahmenbedingungen fehlen. Darüber hinaus ist ab Frühjahr 2026 eine Beratung der Schülerinnen und Schüler erforderlich, für die es ohne rechtliche Grund- lage, die APO-GOSt, keine Basis gibt. Es fehlen weiter hin inhaltliche Grundlagen, die Kernlehrpläne in vielen Fächern sowie deren Implementierung.
Be-/Überlastung der Lehrkräfte sowie der Schülerinnen und Schüler
Durch die Erweiterung der Abiturprüfung um ein 5. Prü fungsfach als Präsentationsprüfung, wird im Rahmen des ohnehin kurzen Prüfungszeitraumes mit gleichzeitiger ZP 10 zusätzlich (Zeit-)Druck auf die Kollegien ausgeübt. Präsentationsprüfungen, vergleichbar mit Kommunikati onsprüfungen, führen zu einem erheblichen Mehrauf wand für die Lehrkräfte. Dieser sieht nach unserem der
https://phv-nrw.de/2024/06/03/stellung nahme-zum-entwurf-des-eckpunktepa piers-fuer-die-weiterentwicklung-der- gymnasialen-oberstufe-in-nordrhein- westfalen-auf-grundlage-der-verbaende- gespraeche-des-jahres-2023/
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Thema
Foto: AdobeStock
Der Philologenverband NRW führte eine Umfrage zur Belastung der Lehrerinnen und Lehrer durch.
Vermessung der schulischen Realität
Mehr als 3.100 Lehrerinnen und Lehrer haben sich an unserer jüngsten Umfrage beteiligt – so viele wie noch nie. Die Er gebnisse zeigen, wie groß die Belastun gen auch an unseren Schulformen tat sächlich sind, die Unterschiede zwischen Gymnasien und Gesamtschulen sind ge ring. In Presseberichten kündigt das Schulministerium »weitere Maßnahmen zur Entlastung« an.
arf’s ein bisschen mehr sein? Wenn es nach den Lehrerinnen und Lehrern im Land geht, ganz gewiss nicht. Es reicht! Das ist das Ergeb
nis einer Umfrage unter Lehrkräften, die der PhV rund um den Jahreswechsel auf den Weg gebracht hat. 3.105 Leh rerinnen und Lehrer haben sich daran zwischen 4. De zember 2024 und 6. Januar 2025 beteiligt. Die Ergebnis
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Thema
Wie stehen Sie zu der von der Rechtsprechung geforderten Erfassung Ihrer Arbeitszeit?
Was sind die größten Belastungsfaktoren?
Gymnasien
Gesamtschulen
Headline über der Pressemitteilung, die der Verband im Januar an die Redaktionen verschickt hat (Reaktionen siehe Info-Box). Fast Dreiviertel der teilnehmenden Lehrerinnen und Leh rer (71 %) hat laut Umfrage schon einmal darüber nachge dacht, die Brocken hinzuwerfen. Allein im vorigen Jahr haben nach Angaben des NRW-Schulministeriums 684 Lehrerinnen und Lehrer es nicht beim Nachdenken belassen, sondern den Schuldienst verlassen (393 Tarif beschäftigte; 291 verbeamtete Lehrkräfte). 2023 haben sogar 930 Lehrkräfte gekündigt.
se zeigen klar, an welchen Stellen es im Lehrbetrieb brennt – und das an allen vom PhV vertretenen Schul- formen. Zu große Klassen, zu viele Zusatzaufgaben, entgrenzte Arbeitszeiten, zu heterogene Schülerschaften und die allgegenwärtige Bürokratie auf der einen Seite; fehlende Unterstützung, zu wenig Entlastungen und geringe ge sellschaftliche und politische Wertschätzung auf der an deren Seite. Dazwischen verzweifelnde Lehrerinnen und Lehrer, die mit sich und den Umständen ringen. »Von Optimismus keine Spur: Lehrkräfte am Limit« stand als
Wie hoch ist Ihre tatsächliche Arbeitszeit (je Woche in Vollzeit)?
Würden Sie den Beruf des Lehrers / der Lehrerin noch einmal ergreifen?
Sind Sie im Allgemeinen zufrieden mit Ihrem Beruf
Zufriedenheit im Job (weniger zufrieden / gar nicht zufrieden)
Zwischen 41 und 50 Stunden Mehr als 50 Stunden Mehr als 60 Stunden bis 41 Stunden
Zufrieden Weniger zufrieden Sehr zufrieden Gar nicht zufrieden
Ja Nein
Gymnasien Gesamtschulen
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Thema
Unterschiede zwischen Gymnasien und Gesamtschulen
INFO
Zwar lassen sich aufgrund der unter schiedlich großen Zahl von Teilneh menden (siehe Info-Box) die Schulfor men nicht 1:1 miteinander vergleichen, dennoch lohnt ein Blick auf die Unter schiede zwischen Gymnasien und Ge samtschulen. So werden beispielswei se die Belastungsfaktoren unter schiedlich bewertet. In Gymnasien wird die Korrekturbelastung etwa an vierter Stelle genannt, an Gesamt schulen landet sie auf Platz 9. Dort sind es die vielen nichtpädagogischen Zusatzaufgaben, die an erster Stelle der Belastungsfaktoren benannt wer den; die Gymnasiallehrerinnen und -lehrer sehen sich vor allem durch große Klassen belastet. Inklusion wird wenig überraschend vor allem an Gesamtschulen als Belas tungsfaktor genannt, am Gymnasium bemängeln Lehrkräfte hingegen feh lende Unterrichtszeit für die Vermitt lung der Fachinhalte. Überbordende Bürokratie wird an beiden Schulfor men kritisiert, sie landet auf Platz 3 der ärgsten Belastungsfaktoren.
Bei der zeitlichen Belastung sind die Unterschiede zwischen Gymnasium und Gesamtschule verschwindend ge ring: Wer in Vollzeit unterrichtet, kommt hüben wie drüben meist auf 41 bis 50 Wochenstunden, mehr als 50 Stunden arbeiten 38% der Befragten (Gy) bzw. 39%; auf mehr als 60 Stun den kommen je 8% der Befragten. Um so erstaunlicher sind die Unterschiede bei der Frage nach Arbeitszeiterfas sung, wie von der Rechtsprechung ge fordert. 65% der befragten Gymnasial lehrkräfte wünschen sich diese Erfas sung, 15% sagen nein, egal ist es einem Viertel der Teilnehmenden. An Ge samtschulen wünschen sich nur 57% die Messung Ihrer Arbeitszeiten, nein sagt jede/r Fünfte/r (21%). Am deutlichsten werden die Unter schiede zwischen Schulformen bei der Frage nach der Berufszufriedenheit. Die Frage »Sind Sie im Allgemeinen zufrieden mit Ihrem Job?« verneinen 51 % der befragten Lehrkräfte an Ge samtschulen (gar nicht zufrieden/we niger zufrieden), am Gymnasium sind
es dagegen nur 39 %. Eine knappe Mehrheit der Leh
rerinnen und Lehrer am Gymnasium (52 %) würde den Lehrberuf ein zwei tes Mal ergreifen, an Gesamtschulen winken dabei 57 % der Befragten ab. Über 70 % der Lehrerinnen und Lehrer sowohl an Gymnasien als auch an Gesamtschulen haben schon einmal ernsthaft darüber nachgedacht, den Job an den Nagel zu hängen. »Die Lage an den Gesamtschulen ist eine ganz spezielle«, sagt PhV-Vorsit zende Sabine Mistler. »Einerseits spürt diese Schulform den Lehrkräftemangel ganz besonders deutlich, unsere Kolle ginnen und Kollegen benötigen des halb schnell die dringend gebotene Unterstützung.« Auf der anderen Seite sorgten sich viele Lehrerinnen und Lehrer um die Qualität der schulischen Ausbildung. »Sie wollen für sich und die Schülerinnen und Schüler ein hochwertiges und vor allem vergleich bares Abitur. Das gilt für die Bundes länder, aber auch für die Schulformen untereinander.«
Lange Arbeitszeiten und Mehrarbeit trüben die Stimmung in den Kollegien Einer der Hauptgründe für die schlechte Stimmung sind entgrenzte Arbeitszeiten. Fast alle Lehrerinnen und Leh
rer in Nordrhein-Westfalen überziehen regelmäßig ihre Wochenarbeitszeit. Zwischen 41 und 50 Stunden arbei ten 41 % der Befragten, auf mehr als 50 Stunden kom men 37 %, auf mehr als 60 Stunden je Woche 12 %. Nicht einmal jede zehnte verbeamtete Lehrkraft arbeitet nur die dienstrechtlich vorgesehenen Wochenarbeitszeit (9 %). Die Arbeitszeiten an Gesamtschulen und Gymna sien unterscheiden sich in dieser Frage kaum (siehe Info Box). Bei Teilzeitbeschäftigten sieht es ähnlich aus. Die Hälfte aller Lehrkräfte in einer 75 %-Stelle arbeitet regelmäßig bis zu 41 Wochenstunden, mehr als jede fünfte Lehrkraft in Teilzeit (21 %) kommt auf mehr als 50 Stunden je Wo che. Bei Lehrkräften mit einem Teilzeitanteil höher als 75 % verschwimmen die Grenzen zur Vollzeitstelle fast ganz. Viele Lehrkräfte versprechen sich Besserung mit Einfüh rung einer Arbeitszeiterfassung, wie sie von der Recht sprechung vorgesehen ist. Bislang scheitert die Umset zung allerdings an den fehlenden bundesgesetzlichen
Fühlen Sie sich als Lehrer / Lehrerin mit Ihren Belangen von der Landespolitik ernst genommen?
Glauben Sie, dass SuS hinreichend auf Studium oder Berufsleben vorbereitet werden? (Nein / weniger)
Nein Nicht immer Ja
Gymnasien Gesamtschulen
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Thema
Vorgaben. 64 % der Be fragten sind klar für die Erfassung, 20 % sind unentschieden, 16 % lehnen sie ab. Gefor dert wird von der Mehr heit der Befragten eine exakte Messung der realen Ist-Arbeitszeit, zu der Unterrichtszei ten ebenso gehören wie Vorbereitungen, Korrekturen, Elternge spräche und viele wei tere pädagogische und nichtpädagogische Aufgaben. Wie dieser Wunsch an Schule um setzbar ist, muss sich erst zeigen. Bislang gibt es dazu keinerlei über zeugende Konzepte.
den?«. Nicht einmal jede fünfte Lehrkraft (19 %) kann zu stimmen, 57 % stimmen weniger zu, 22 % sagen glatt nein. Von der Forderung nach kleineren Klassen – in der Kom mentarfunktion mit Abstand am meisten genannt – wür den somit vor allem Kinder und Jugendliche profitieren. Wie die Verantwortlichen im Ministerium und in den Be zirksregierungen mit den Umfrageergebnissen umge hen, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen. Von Medien um eine Stellungnahme zu der PhV Umfrage gebeten, kündigte Schulministerin Dorothee Feller »weitere Maßnahmen zur Entlastung« an, die sie in Kürze vorstellen werde. Dass ihren Worten auch Taten folgen sollten, zeigt diese Frage – oder besser: die Ant worten. Fühlen Sie sich als Lehrer/Lehrerin mit Ihren von der Landespolitik ernst genommen? 98 % der befragten sagen dazu ‘nein’ (64 %) oder ‘nicht immer’ (34 %). Olaf Steinacker Pressereferent 6. Januar 2025. Beteiligt haben sich 3.105 Lehrerinnen und Lehrer, die meisten von ihnen arbeiten an Gymnasien (2.658) und Gesamtschulen (302), an Weiterbildungskol legs sind 51 der Befragten beschäftigt, an anderen Schul formen 94. Die Mehrzahl der teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer ist zwischen 41 und 55 Jahren alt (53%), ein knappes Drittel (30%) ist bis 40 Jahre alt, 16% sind älter als 55 Jahre. Pressemitteilung und Gesamtergebnisse: https://phv-nrw.de/2025/01/10/umfrage-zur-persoenlichen- belastungssituation-von-lehrerinnen-und-lehrern/ Umfrage in den Medien: Zum Weiterlesen Zur Umfrage: Die Umfrage lief in der Zeit vom 4. Dezember 2024 bis einschließlich
Foto: wikipedia
Schulministerin Dorothee Feller kündigte nach der Umfrage des Philologen verbandes Nordrhein Westfalen »weitere Maß nahmen zur Entlastung« an.
INFO
Es gibt aber auch Bedenken bezüglich der Arbeitszeiter fassung seitens der Lehrkräfte. Jeweils 7 % der Teilneh menden befürchten mehr Kontrollen durch den Dienst herrn, weniger Flexibilität in der Gestaltung der pädago gischen Arbeitsabläufe oder eine unangemessene Ge wichtung von Tätigkeiten. Der letzte Punkt bezieht sich auf das Thema Faktorisierung von Arbeit – der pauscha len Zuweisung von Zeitbudgets für bestimmte berufliche Tätigkeiten.
Das Vertrauen in die Schul- und Bildungspolitik aller Parteien sinkt
Dass es vielen Lehrerinnen und Lehrern nicht nur um die eigene Gesundheit und das eigene Wohlbefinden geht, zeigen die Antworten auf folgende Frage: »Glauben Sie, dass Kinder und Jugendliche an unseren Schulen hinrei chend auf Studium oder Berufsleben vorbereitet wer
https://phv-nrw.de/presse/phv-in-den-medien/ LaiW-Studie (DPhV):
https://www.dphv.de/2020/03/05/ laiw-studie-lehrerarbeit-im-wandel/
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Schule & Beruf
»Scheitern ist durchaus ein wichtiger Aspekt.« Was macht Leistung in der Schule aus? Was bedeutet Leistung in der Schule? News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek diskutiert im Podcast ‘Schulschwatz! – Der Bildungstalk’ mit Sabine Mistler, Landesvorsitzende des Philologen- verbandes NRW, über Leistungsmessung, Scheitern als Lernerfahrung und die Balance zwischen Wettbewerb und sozialer Verantwortung. Ein tiefergehendes Gespräch, das Perspektiven auf das Schulsystem beleuchtet – mit Einblicken in die Lehrpraxis.
Mistler kritisiert die Abkehr vom Wettkampfcharakter zugunsten von Teamgeist und Engagement. Sie fragt: »Was ist mit den Kindern, die durchaus auch den Wettbewerb suchen und Leistung zeigen wollen? Es ist so, als würde ich einem Schüler im Mathematik oder Deutschunter richt verbieten, die richtige Lösung aufzuschreiben, weil er sich zurück nehmen soll.« Mistler plädiert für ei ne Balance zwischen Wettbewerb und sozialer Komponente – mit der Lehrkraft als entscheidender Schlüs selperson, die Respekt für individu elle Leistungen vermittelt. Sabine Mistler stellt in der Diskussi on das Scheitern als wichtigen As pekt dar, der ihrer Ansicht nach zum Leben dazu gehört. Er ist ein zen- traler Aspekt im Wettkampf. »Ich möchte das sehr deutlich unterstrei chen. Scheitern ist durchaus ein wichtiger Aspekt, der zum Leben ge hört. Es gibt diesen Spruch, hinfallen, Krone zurechtrücken, wieder aufste hen und weitermachen. Ich glaube, dass wir in unserem Leben am meis ten lernen, wenn wir die Erfahrung machen, mal auf die Nase zu fallen und wieder aufzustehen. Und viel stärker danach sind, wenn wir fest stellen, dass wir weiter Motivation haben, weiterzumachen und nicht aufzugeben.« Zudem erläutert die
PhV-NRW-Chefin Sabine Mistler im Gespräch mit dem News4teachers- Herausgeber Andrej Priboschek.
Foto: Olaf Steinacker
Was bedeutet Leistung in der Schu le? Wie wird sie gemessen, bewertet und vermittelt? Und wird der Begriff der Leistung in der Gesellschaft und im Bildungswesen über- oder unter schätzt? Sabine Mistler gibt in die sem Gespräch tiefgehende Einbli cke in ihre Sichtweise, geprägt durch ihre Erfahrungen als Eng lisch- und Sportlehrerin: »Für mich zählt beides: Die Leis strengung eines Kindes, das sich mit großer Mühe und Energie zu einem passablen Ergebnis durchkämpft.« Sie betont die Bandbreite von Leis tung und schildert eindrückliche Er lebnisse aus ihrer Lehrpraxis. »Aber die Tränen in den Augen eines Mäd tung eines talentierten, geför derten Schülers, der eine Re kordzeit schafft, und die An
chens aus der neunten Klasse, die durchaus ein ganz gutes Gewicht hatte, als sie dann es geschafft hat, in den Handstand zu gehen und dort zu stehen, werde ich nie ver gessen.« Ein weiteres kontroverses Thema ist die Reform der Bundesjugendspiele. »Ich glaube, dass wir in unserem Leben am meisten lernen, wenn wir die Erfahrung machen, mal auf die Nase zu fallen.« “
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Schule & Beruf
Chefin des Philologenverbandes NRW, dass auch Teilerfolge wichtig sind und es nicht immer auf die gro ßen Ziele ankommt. Auch müsse man bedenken, dass Menschen unterschiedliche Stärken haben. Das Gespräch weitet sich auf die generelle Leistungsmessung in der Schule aus, etwa durch Noten, Port folios oder alternative Formen der Bewertung. Mistler betont: »Eine zu sehr auf der Strecke bleibt.« “ Note ist das Produkt vieler Faktoren. Sie sollte transparent sein und den Prozess widerspiegeln, den Schüler durchlaufen.« Auch diskutieren An drej Priboschek und Sabine Mistler über Noten als Instrument der Leis tungsmessung einer Lerngruppe zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dabei
Sabine Mistler betont die Bedeu tung differenzierter Übergangsmög lichkeiten an weiterführenden Schu len. »Wir sind schon der Meinung, dass hier mehr Möglichkeit gegeben sein müsste, auch vonseiten der auf nehmenden Schule, also hier der Gymnasien, ein bisschen auch auf den Aspekt der Leistung zu schauen und das natürlich auch vom Kind aus zu sehen.“ Gleichzeitig unterstreicht sie die Wichtigkeit von Durchlässig keit im System: »Dass also hier so
besonderes Beispiel für den Einfluss der Kompetenzorientierung. Wäh rend die kommunikativen Fähigkei ten heutiger Abiturient*innen he rausragend seien, habe das Wissen um Grammatik, Vokabular und Lite ratur nachgelassen. »Das schmerzt mich natürlich als Englischlehrerin«, gibt sie zu. [...] Am Ende steht die Frage danach, was Leistung am meisten fördert. Sabine Mistler ist überzeugt, dass beides wichtig ist: »Leistung ist ja eine Kombination aus Freude, Leis tungsbereitschaft, Anstrengungsbe reitschaft, Disziplin und Frustrations toleranz.« Sie lehnt Extreme ab und fordert eine Balance: »Es kommt auf die Kombination an«, betont sie. Leistung bestehe einerseits aus Lais sez-faire und andererseits aus intrin sischer Motivation. Diese Motivation müsse die Lehrkraft bei der Schüler schaft fördern und den Kindern und Jugendlichen ein Verständnis von Leistung mitgeben. Zuerst erschienen auf: news4teachers.de am 11. Januar 2025. Wir danken für die Genehmigung zum Abdruck. Der Text wurde redaktionell gekürzt.
»Wir bemängeln, dass die vertiefte Allgemeinbildung ein bisschen
wohl die Kinder, die an anderen Schulformen wirklich sich heraushe ben und herausragen, durchaus auch mal die Empfehlung zum Gym nasium erhalten. Und umgekehrt passiert es natürlich auch.« [...] […] War früher alles besser? Keines wegs. Andrej Priboschek erläutert, dass zu seiner Schulzeit zum Beispiel der Englischunterricht wenig auf All tagstauglichkeit, sondern eher auf die wissenschaftliche Analyse litera rischer Werke ausgerichtet gewesen sei. Heutzutage seien gymnasial aus gebildete Jugendliche international anschlussfähig und sprächen auch die zweite oder dritte Fremdsprache fließend. Im Bereich der Fremdspra chen sieht Sabine Mistler auch ein
wird auch über benotete unange kündigte Tests diskutiert, die in Nordrhein-Westfalen unzulässig sind (aber in Bayern zur Zeit hitzig diskutiert werden, News4teachers berichtete), sowie über die Frage, ob Leistung ohne den Einfluss von Sozi alstrukturen gemessen werden kann. Mistler sieht hier Defizite im aktuel len System und fordert mehr Aufklä rung der Eltern sowie die Stärkung von Grundschulempfehlungen.
Hier geht es zur Folge des Podcasts:
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https://www.news4teachers. de/2025/01/scheitern-ist durchaus-ein-wichtiger- aspekt-was-macht-leistung in-der-schule-aus-ein-talk mit-philologen-chefin- mistler/
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Schule & Beruf
Foto: AdobeStock
Mehrsprachigkeit an Schulen neu denken?
Stellungnahme des PhV NRW zum Antrag der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag
von Rabia Bayram-Zeriouh >> Vorsitzende PhV-Referat Diversität E-Mail: rabia.bayram@gmx.de
Die Förderung von Mehrsprachig keit an Schulen ist nicht nur ein bil dungspolitisches, sondern auch ein gesellschaftliches Anliegen von zentraler Bedeutung. Im Mai ver gangenen Jahres brachte die SPD Fraktion diesbezüglich einen Antrag mit dem Titel ‘Mehrsprachigkeit an Schulen neu denken – Bildung und mehr Chancengleichheit für Kinder mit internationaler Familienge schichte’ im Landtag ein, zu dem am 10. September 2024 diverse Exper tinnen und Experten sich in einer Anhörung äußern konnten. Auch die PhV-Vorsitzende Sabine Mistler war als Expertin eingeladen und konnte die Perspektive des Philolo genverbandes NRW und im Speziel len die des Referats Diversität darle gen. In ihren Ausführungen ging sie
sowohl auf die Potenziale von Mehr sprachigkeit als auch die Heraus- forderungen ein, die aus den Forde rungen der SPD resultieren würden. In der Plenarsitzung vom 30. Januar wurde der Antrag abgelehnt. Chancen und Potenziale von Mehrsprachigkeit Wie Sabine Mistler in der Sachver ständigenanhörung betonte, bietet Mehrsprachigkeit zahlreiche Vortei le: von der Entwicklung interkultu reller Kompetenz über den Abbau von Vorurteilen und Rassismus bis hin zur Förderung der Integration und gesellschaftlichen Teilhabe. Diese Aspekte gewinnen in einer globalisierten Welt zunehmend an Bedeutung.
Studien belegen, dass die Förderung der Herkunftssprachen auch den Er werb der deutschen Sprache unter stützt. Ein metasprachliches Bewusst sein, das durch Mehrsprachigkeit ge fördert wird, trägt entscheidend zur Verbesserung der allgemeinen Sprachkompetenz bei. Dies bietet nicht nur Vorteile im schulischen Kontext, sondern auch langfristig auf dem Arbeitsmarkt. Zudem stärken die Anerkennung und Förderung der Mehrsprachigkeit das Selbstbewusstsein und die Identität der Kinder und Jugendlichen. Eine wert schätzende Haltung gegenüber den sprachlichen und kulturellen Ressour cen der Schülerinnen und Schüler ist daher essenziell, um sie bestmöglich in ihrer Entwicklung zu unterstützen. >
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Forderungen der SPD und Kritikpunkte des Philologenverbandes
thoden zur Förderung der Mehr sprachigkeit als integraler Be standteil in der Lehramtsausbil dung. ■ individuelle Nachteilsausgleiche bei Abschlussprüfungen für Schü lerinnen und Schüler, die bislang nur eine kurze Kontaktzeit mit der deutschen Sprache hatten, wie zum Beispiel bei der ZP10. Neben der Tatsache, dass die meis ten Forderungen bezüglich der kon kreten Umsetzung sehr vage bleiben, ist das zentrale Problem der Mangel an Ressourcen, insbesondere an qualifizierten Lehrkräften. Das Studi enangebot für weitere Fremdspra chen müsste erweitert werden, und Anpassungen in der Lehrerausbil dung an Universitäten sowie an den Zentren für schulpraktische Lehrer ausbildung (ZfsL) wären notwendig. Diese konkreten Änderungen dürfen keinesfalls zu einer Verlängerung des Studiums oder der Ausbildungszeit führen. Gleichzeitig dürfen Ände rungen in der universitären Ausbil dung aus Sicht des PhV nicht zu ei ner qualitativen Absenkung der ver tieften Fachlichkeit der Studieren den führen. Mehr zusätzliche Fortbil dungsmöglichkeiten für Lehrerinnen und Lehrer nötig
Link zum SPD-Antrag
INFO
https://www.landtag.nrw.de/ portal/WWW/dokumenten archiv/Dokument/ MMD18-9158.pdf Link zur PhV Stellungnahme https://phv nrw.de/2024/09/03/ stellungnahme-des-philolo genverbandes-nordrhein westfalen-zum-antrag-der spd-antrag-mehrsprachig keit-an-schulen-neu- denken/
Im SPD-Antrag (siehe Info-Box) werden einige zentrale Forderungen gelistet, die trotz der lobenswerten Absicht, Mehrsprachigkeit zu för dern und gesellschaftlich zu veran kern, kritisch betrachtet werden müssen. ■ Stärkere Verzahnung von Regel unterricht und Herkunftssprachli chem Unterricht (HSU) von der Primarstufe bis zur Sekundarstu- fe II, unter anderem durch ge meinsames Lehren von HSU- und Regellehrkräften. ■ Ausbau flächendeckend bilingua ler Schulstandorte in häufig ge sprochenen Herkunftssprachen – zunächst in den fünf größten Städten in Nordrhein-Westfalen. ■ Angebot häufig gesprochener Herkunftssprachen als verset zungsrelevante Wahlpflichtfächer in der Sekundarstufe I; in der Sekundarstufe II als abitur- und fachabiturrelevante Fächer. ■ Einführung von Lehramtsausbil dungen für die Primarstufe sowie für die Sekundarstufe I und II in häufig gesprochenen Herkunfts sprachen an nordrhein-westfäli schen Universitäten. ■ Etablierung von interkultureller Pädagogik und Unterrichtsme Diese sind unter anderem:
schaffen werden, um auch diese auf die Förderung der Mehrsprachigkeit angemessen vorzubereiten. Wir halten dies zumindest in der derzeitigen Ver sorgungs- und Besetzungssituation für nicht realistisch. Der Herkunftssprachliche Unterricht (HSU) wird in Nordrhein-Westfalen be reits in dreißig Sprachen angeboten. Das Angebot nehmen in der Primar- und Sekundarstufe etwa 105.000 Schülerinnen und Schüler in Anspruch. Nordrhein-Westfalen ist dabei Vorrei ter im Vergleich zu anderen Bundes ländern. Aus Sicht des PhV müssten diese bereits bestehenden Angebote stärker beworben und die Informatio nen in verschiedenen Sprachen zu gänglich gemacht werden. Damit könnte auch außerhalb des Regelun terrichts ein wesentlicher Beitrag zur Verbreitung und Weiterentwicklung der Mehrsprachigkeit geleistet werden.
Zudem müssten zusätzliche Fortbil dungsangebote für auszubildende sowie für ausgebildete Lehrkräfte ge
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Versetzungsrelevante Wahlpflicht fächer in der Sekundarstufe I sowie abitur- und fachabiturrelevante Fä cher in häufig gesprochenen Her kunftssprachen erfordern entspre chende Lehrpläne und ausgebildete Lehrkräfte. Eine dauerhafte Konti nuität der Angebote im Wahlpflicht bereich, aber auch die daraus resul tierende Versetzungsrelevanz des HSU, halten wir für unrealistisch und unpraktikabel. Der Ausbau von bilingualen Schul standorten und bilingualem Unter richt ist ebenfalls nicht ohne weite res möglich, da es an Lehrplänen und qualifizierten Lehrkräften fehlt. Gleichzeitig beobachten wir in den Schulen ein stark schwankendes und schwer vorherzusehendes Belegver halten der Schülerinnen und Schüler in bilingual angebotenen Fächern. Die Tendenz ist bei nicht wenigen Fächern gar rücklaufig. In Englisch
ist die Varianz aufgrund der großen Zahlen immerhin noch planbar. Un serer Meinung nach kann es sich da her nicht um ein grundsätzlich breit aufgestelltes und flächendeckendes, sondern nur um ein standortbezoge nes Angebot an die Schülerinnen und Schüler handeln. Zusammenfassend erkennt der Phi lologenverband NRW die vielfälti gen Potenziale der Mehrsprachig keit und die Notwendigkeit ihrer Förderung grundsätzlich an. Die Forderung von Mehrsprachigkeit stärkt gleichzeitig die Forderung von Deutsch als Bildungssprache und damit auch den Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler. Der ganzheitliche Ansatz und eine stär kere Verzahnung von Regelunter richt und Herkunftssprachlichem Das Fazit aus Sicht des Philologenverbandes
Unterricht sind zu begrüßen, sollten aber nicht durch verpflichtende Mo dule gekennzeichnet sein. Zudem ist eine individuelle Bedarfsanalyse jeder Schule und Kommune not wendig, da die Bedarfe in Nord rhein-Westfalen stark variieren. Vor allem aber muss klar sein, dass zu mindest derzeit die notwendigen Ressourcen für eine konkrete Um setzung fehlen und die Forderun gen auf die Realität in den Schulen nicht übertragbar sind. Ähnlich wie bei der Inklusion darf die Förderung der Mehrsprachigkeit keinem bloßen Aktionismus zum Opfer fallen, sondern muss mit allen am Schulleben Beteiligten konkret zu Ende gedacht werden. Vor allem müssen aber – wie an vielen anderen Stellen bereits gefordert – mehr Stel len für Lehrkräfte geschaffen und der Lehrberuf insgesamt wieder at traktiver gemacht werden.
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Was die Besorgnis erregenden Ergebnisse des Unterrichtsausfalls an den integrierten Schulsys temen betrifft, so dürften die Herausforderungen für das Ministerium immens sein.
Die Unterrichtsstatistik aus Perspektive der Gesamt- und Sekundarschulen Die detaillierte Unterrichtsstatistik für das Schuljahr 2023/24 liegt vor: Welche Schritte werden nun hinsichtlich des erhöhten Unterrichtsausfalls an Gesamt- und Sekundarschulen ergriffen?
von Julia Nelleßen >> Vorsitzende PhV-Referat Philologinnen und Philologen an Gesamtschulen E-Mail: julianellessen@gmx.de
Im Dezember veröffentlichte das MSB erstmals nach einer pandemiebeding ten Unterbrechung die detaillierte Unterrichtsstatistik für das Schuljahr 2023/24. Schulministerin Dorothee Feller betonte, dass man größtmögli che Transparenz zum erteilten und ausgefallenen Unterricht schaffen wolle. Das Ergebnis sei Ansporn und Herausforderung zugleich. Man wer de das Handlungskonzept Unter richtsversorgung weiter konsequent umsetzen und die Schulen eng be gleiten und unterstützen. Allgemeine und gesamt- bzw. sekundarschulspezifische Ergebnisse Was die Besorgnis erregenden Ergeb nisse des Unterrichtsausfalls an den in tegrierten Schulsystemen betrifft, so dürften die Herausforderungen für das Ministerium immens sein. Wir Lehr kräfte dieser von Unterrichtsausfall be sonders betroffenen Schulen erwarten, dass der Ansporn des MSB groß genug sein wird, um Abhilfe zu schaffen. Die
rund 4400 öffentlichen Schulen aller Schulformen meldeten einen planmä ßig oder in besonderer Form erteilten Unterricht von durchschnittlich 83,7 %. Gemäß Stundenplan unterrichtet wur den 77,5 %. Der ersatzlos ausgefallene Unterricht beträgt 4,8 %. An den Gesamtschulen wurde jedoch nur zu 73,4 % Unterricht gemäß Stun denplan erteilt (Sek.I: 73,1 %) und 7 % (Sek.I: 7,8 %) des Unterrichts sind er satzlos ausgefallen. An den Sekundar schulen wurden 73,3 % des Unterrichts gemäß Stundenplan erteilt und 5,3% sind ersatzlos ausgefallen. In keiner an deren Schulform des Landes sind die Ergebnisse des ersatzlosen Unter richtsausfalls so hoch wie in der Ge samtschule (gesamt: 7 %, Sek.I: 7,8 %).
sentiert das MSB 10 Kategorien. Sechs Kategorien wurden dabei mit blauen Pfeilen markiert. Das Ministe rium antizipiert bei diesen sechs Kate gorien, dass es sich hierbei um von der Schulöffentlichkeit im Wesentli chen anerkannte bzw. gebilligte Gründe wie Brauchtumstage, Eltern- und Schülersprechtage sowie Fortbil dungstage für das gesamte Lehrer kollegium handele. Die mit Abstand häufigste Ursache für den Unter richtsausfall, die Erkrankung einer Lehrkraft, ist hingegen nicht mit ei nem blauen Pfeil markiert. Wenn man den Ausführungen des MSB folgt, so ist wohl demnach die Erkrankung ei ner Lehrkraft kein von der Schulöf fentlichkeit gebilligter Grund! Hohe Zahl an erkrankten Lehrkräften, vor allem an Gesamt- und Sekundarschulen Ein Drittel des gesamten Unterrichts ausfalls im Schuljahr 2023/24 sei auf die Erkrankung von Lehrkräften zu
Detailerhebung: Gründe für den Unterrichtsausfall und deren Häufigkeit
Hinsichtlich der Hauptursachen von ersatzlosem Unterrichtsausfall prä
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rückzuführen. Der Gesundheitsbe richt der Landesregierung für das Jahr 2023 (veröffentlicht am 15. Juli 2024/ die Quelle wurde vom Landtag noch nicht ins Online-Archiv gestellt) ver deutlicht, dass die krankheitsbeding ten Fehlzeiten der Lehrkräfte (8,57 %) von den durchschnittlichen Fehlzei ten (8,09 %) aller übrigen Landesbe schäftigten abweichen. Gesamt- und Sekundarschullehrkräfte belegen hin sichtlich der krankheitsbedingten Fehlzeiten mit 9,51 % sogar den zwei ten Platz hinter den Hauptschulen. Warum unsere integrierten Systeme krank machen Die Lehrkräfte und das gesamte schulische Personal der Gesamt- und Sekundarschulen werden mit einer stetig wachsenden Aufgabenfülle konfrontiert, die sich auch aus der äu ßerst heterogenen und zunehmend leistungsschwachen Schülerschaft ergibt. Die integrierten Systeme müs sen zusehends häufiger soziokulturel le Defizite der Kinder und Jugendli chen aus bildungsfernen, teils sogar bildungsfeindlichen Elternhäusern, die häufig nicht oder nur rudimentär die deutsche Sprache sprechen, mit immer weniger grundständig ausge bildetem Personal kompensieren. In klusion und Integration sind in unse
ren chronisch unterbesetzten Schu len nicht erfolgreich zu leisten. Der in der Statistik aufgeführte ‘Un terricht in besonderer Form’, der an Gesamtschulen (Sek.I) 7,5 % und Se kundarschulen 9 % einnimmt, belegt, dass Projekttage/Projektunterricht sowie Schülerbetriebspraktika und Betriebserkundungen immer mehr Raum in unserem schulischen Alltag einnehmen. Die Lehrkraft wird hier zum multiprofessionellen Alltagshel fer und Berufsberater, ohne dafür ausgebildet zu sein. Der eigentliche Fachunterricht und die Förderung der Leistungsstärkeren verlieren somit zusehends ihren Stel lenwert, sodass an unseren Schulen kaum noch eine fundierte Vorberei tung unserer Schülerinnen und Schü ler auf die gymnasiale Oberstufe ge währleistet werden kann. Lehrkräfte an diesen Schulformen erleben eine permanente Entgrenzung ihrer Ar beitszeit, werden krank oder versu chen, sich in ‘die Teilzeit zu flüchten’. Gesamt- und Sekundarschulen brauchen dringend (personelle) Unterstützung Wir Philologinnen und Philologen an Gesamtschulen fordern, endlich Be dingungen zu schaffen, um dem ho
hen Anspruch an guten Unterricht ge recht werden und auch ein vergleich bares Abitur gewährleisten zu können. Wir brauchen auch an unseren Schul formen Alltagshelfende, flächende ckend Schulverwaltungsassistenten, Assistenten für die digitale Infrastruk tur sowie deutlich mehr Schulsozialar beiter und -psychologen, damit sich Lehrkräfte wieder mehr ihrem Kern geschäft widmen können. Die Bedarfserhöhung für die Ausbil dung und Unterstützung von Seiten einsteigenden, von MPT-Kräften, von als Vertretungslehrkräfte tätigen Stu dierenden und für die Weiterqualifi zierung der grundständig ausgebilde ten Lehrkräfte muss deutlich gestei gert werden. Bei der Einstellung nicht grundstän dig ausgebildeten Personals benöti gen unsere Schulen mehr Unterstüt zung durch die Bezirksregierungen. Nicht unsere Schulen, sondern die Bezirksregierungen sollten sich mit den umfangreichen Berufsbiografien der Seiteneinsteigenden befassen und ermitteln müssen, ob sie die not wendigen Qualifikationen zur Auf nahme eines Beschäftigungsverhält nisses im System Schule mitbringen. Zu guter Letzt benötigen unsere Schulen ein umfangreiches Betriebli ches Gesundheitsmanagement, das in zahlreichen Landesbehörden be reits etabliert wurde. All diese Maß nahmen zur Entlastung des schuli schen Personals könnten zahlreiche Unterrichtsstunden generieren, die zurzeit ausfallen müssen.
Die integrierten Systeme müssen Defizite der Kinder und Jugendlichen aus bildungsfernen, teils sogar bil dungsfeindlichen, Elternhäusern mit immer weniger grundständig ausgebildetem Personal kompensieren.
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PhV-Akademie
Die PhV-Akademie - Kompetenz und Qualität in der Lehrkräftefortbildung Ihr Partner für professionelle Fortbildung Die PhV-Akademie ist die zentrale Fortbildungseinrichtung für Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien, Gesamtschulen und Weiterbildungskollegs. Seit mehr als 14 Jahren unterstützen wir Lehrkräfte mit schulformbezogenen und stufenübergreifenden Fortbildungen in ihren unterrichtlichen und schuli schen Aufgaben. Unsere langjährige Erfahrung und das Verständnis für die komplexen Anforderungen des Lehrberufs machen uns zu einem verlässlichen Partner in der professionellen Weiterbildung.
Mit Zuversicht ins neue Fortbildungsjahr 2025 Mit einem erweiterten und optimierten Programm starten wir ins Jahr 2025. Unser Ziel ist es, Sie durch praxisnahe und inspirierende Angebote in Ihrer beruflichen Entwicklung optimal zu unterstüt
zen. Die Herausforderungen im Bildungsbereich werden zuneh mend komplexer – sei es durch die fortschreitende Digitalisierung, neue pädagogische Anforderungen oder sich wandelnde rechtli che Rahmenbedingungen. Hier setzen unsere Fortbildungen an.
Vielfältige Themenbereiche für Ihren Erfolg Unsere Fortbildungsangebote decken alle relevanten Bereiche des schulischen Alltags ab: ✔ Lehrergesundheit: Workshops zu Stressmanagement, Work-Life- Balance und gesunder Führung ✔ Fachfortbildungen: Aktuelle fach- didaktische Konzepte und innovative Unterrichtsmethoden Qualitativer Anspruch Mit weit über neunzig qualitativ hochwertigen Präsenz- und Online-Veranstaltungen bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihr Wissen zu vertiefen und Ihren Unterrichtsalltag nachhaltig zu berei chern. Dank Ihrer wertvollen Anregungen konn ten wir unser Programm weiter optimieren – da für ein herzliches Dankeschön!
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✔ Schulrecht: Aktuelle rechtliche Entwick lungen und ihre praktischen Auswirkungen ✔ Dienst- und Beamtenrecht: Grundlagen und Vertiefungen für verschiedene Funktionsträger ✔ Schul- und Unterrichtsentwicklung: Von der Unterrichtsplanung bis zum Schulmanagement
Professionelle Außen- darstellung der Schule ✔ Beamtenversorgung: Zukunftsplanung und Absicherung
Erfolgreiche Partnerschaft mit der DBB-Akademie wird fortgesetzt
Trotz des jährlich begrenzten Kontingents werden wir in diesem Jahr ein vielsei tiges Angebot zielgruppenoffener Fortbildungen auf gewohnt hohem Niveau anbieten. Die Seminare werden an unterschiedlichen Tagungsstätten durchge führt, die passend zum jeweiligen Bedarf ausgewählt werden. Als Veranstal tungsorte dienen Hotels mit moderner technischer Ausstattung, die den Anfor derungen für professionelle Schulungen und Seminare gerecht werden.
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